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Israelitisches Predigt-Magazin · 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 188

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
5 (1879)
Issue
1 (1879)
Date
1879-01-01
Page
Seite 188 (sequence 201)
Language
German
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188 T>as stellt es am Suckothfeste unter dem Feststrauß, unter hem Bunde der vier verschiedenen Pflanzen dar. Wie diese ^verschieden an Werth, Geschmack, Gestalt und Farbe durch Ten religiösen Gedanken in unseren Händen geeinigt erscheirren: so sollten auch die Verschiedenheit der Abstammung und aller äußeren Umstände kein Hinderniß bilden, daß die Menfchen einen großen festen Kreis schlössen, um den weltbewegenden Mittelpunkt des reinen Gottesgedankens, daß Gott Anser aller Gott ist, daß mir alle einen Vater im Himmel haben. — Aber nicht blos für die Sucka, wie wir im ersten Theile gezeigt, sondern auch für den Vierpflanzenbund ist es non Bedeutung, daß er auf Jomkippur folgt. Denn wenn rvir am Jomkippur, das Fest unserer Befreiung aus der moralischen und geistigen Knechtschaft gefeiert haben, wo jede niedrige engherzige Gesinnung aus unserer Brust geschwunden, n o wir die beglückende ausrichtende Erkenntniß gewonnen haben, daß Gott, der Allgütige, selbst den in den Staub der Entwürdigung hinabgesunkenen Sünder in seine gnadenreiche Versöhnung einschließt — so schwingen wir heute den Vierpflanzenbund, in welchem das Ungleichartige vor Gott friedlich geeint ist, um das Beispiel der allumfassenden göttlichen Liebe unter uns zu bethätigen; und wir schwingen rhn deshalb mit beni Aufrufe an alles, was da lebt und fühlt: ״Danket dem Herrn, denn er ist gütig, ewig währet seine Liebe!" Es ist dies, m. A., aber auch ein Erntedankfest und wie bei keiner anderen Feier steht bei der Feier des Euckothfestes der Ausdruck ״ שמחהFreude" dreimal. Einmal wegen der Erdfrüchte, das andere Mal wegen der Baumfrüchte und das ' dritte Mal weil Alles bereits in die Scheunen und Speicher in Sicherheit gebracht ist. Wie nahe liegt jedoch nicht die Gefahr, daß wir im Besitze dieser Gaben uns überheben könnten: ״Meine Kraft und meiner Hände Macht hat nur all dieses geschaffen." — Darum tritt uns die Suckah, das Bild der flüchtigen Wandelbarbeit alles Irdischen, entgegen, aber mit dem Aufblick nach oben: der Ewige ist Gott! — und es tritt uns der Pflanzenbund vor Augen, das Bild der

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