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Israelitisches Predigt-Magazin · 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 186

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
5 (1879)
Issue
1 (1879)
Date
1879-01-01
Page
Seite 186 (sequence 199)
Language
German
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186 ״ : כננד ע׳ אומות הןdie siebenzig Opfer, die man am Hüttenfest im Tempel zu Jerusalem dargebracht, hatten den Zwecks alle (70) Völker der Erde vor Gott zu sühnen." Das drückt nun dem heutigen Feste den Stempel der Menschen- Verbrüderung, der Völkerverbindung und des allgemeinem Weltfriedens auf. Es zeigt aber auch Israel in seinem Hochberufe als Weltvolk, an welchem die göttliche Verheißung: ״es werden in dir gesegnet werden alle Geschlechter des Erdkreises" zur Wahrheit wird. — Die Suckah nun, wie sie unsan die 40jährige Wüstenwanderung unserer Vorfahren erinnert^ da Gott der Herr die Wolke seines Schutzes über sie gebreitet und mit der Feuersäule ihnen vorangeleuchtet, und sicherhinübergeleitet über schaurige Abgründe, über Steppen und Wildnisse, so stellt sie zugleich die spätere dornenvolle Wallfahrt unseres Volkes über den ganzen Erdkreis dar. Wie die Suckah den Ausblick frei läßt nach oben, zu den Sternen, den ewigen Zeugen und Verkündern der Wacht Gottes über die von nächtlichem Bangen erbebenden Erdbe- ' wohner, so hat Israel bei seinem Zuge über die Erde seinen Blick vertrauensvoll stets nach oben gekehrt das Bekenntniß Zeines Glaubens im Herzen und im Munde: ה׳הזאהאלהים der Ewige ist Gott! למען דעת כל עמי הארץ 2׳ ה׳ הוא ״ האלהים אץ עודauf daß alle Völker der Erde erkennen, daß der Ewige Gott ist, keiner mehr". In diesem Bekenntnisse sollten alle Menschen sich vereinigen, alle in den begeisterten Nus Israels miteinftimmen. Indem die Sukka den israelitischen Beruf des heiligen Wander-Lehramtes darstellt, ist es nicht ohne Bedeutung, m. A., daß das Suckothfest auf den Versöhnungstag folgt; ja, die Aufeinanderfolge beider Feste erscheint nach dieser Richtung in einem neuen Lichte bedeutungsvoll, lehrreich und sehr beherzigenswerth. Der Jomkippur hat uns von unseren Sünden gereinigt, wie aus dem Schmelztiegel sind wir aus der Läuterung jenes großen erhabenen Tages rein und schlackenlos hervorgegangen. Er hat uns die Schwungkraft der Seele, die Wärme des Gefühls, die Regsamkeit des Gewissens, den natürlichen gesunden Sinn

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