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Israelitisches Predigt-Magazin · 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 135

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
5 (1879)
Issue
1 (1879)
Date
1879-01-01
Page
Seite 135 (sequence 148)
Language
German
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den Worten wird die überströmende Muttersreude geschildert, welche das Gemüth der Sarah beseligte. Schon die alten Lehrer haben es herausgefunden, daß dieses späte Glück ein Symbol sei und zu dem Worte: ״ וה' פקד את שרהund Gott begnadete die Sarah" fügen sie hinzu: Das ist was gejchrieben steht: רידעו כל עצי השדה כי אני ה" השפלתי עץ!:מיה ״ הגבהתי עץ שפל רהund es sollen erkennen alle Bäume des Feldes, daß ich der Herr stürze den hohen Stamm, und den niedern Strauch erhebe ich, ich lasse welken den frischen Zweig, und Blüthen entlocke ich dem dürren Zweige: ich der Herr habe es geredet und vollendet." Aber die Schrift verweilt nicht lange bei dieser Schilderung der Wonnen, welche das Haus Abrahams erleuchteten; die Schrift ist eine Spiegelung des Lebens; wäre sie dies, wenn sie irgendwo von einem dauernden ungetrübten Glücke uns zu erzählen hätte? Das ist ein Märchen, würden wir sagen, sinnig erdacht, mit allen Blüthen der Dichtung geschmückt, gut genug, um uns für eine Weile dem Ernst und der Sorge zu entreißen, aber kann uns Trost und Lehre fürs Leben sein, was im Leben keine Stätte hat? Auch über Abraham zogen sich sogleich die Wolken zusammen. Sarah hatte vordem, da sie noch kinderlos war und in Kanaan, dem fremden Land, Keinen hatte, dem sie herzige Sorgfalt widmen konnte, den Abr. selbst dazu aufgewrdert, daß er sich nach der Sitte jener Zeiten die Hagar, ihre Dienerin, zum Weibe nehme; sie wollte dann wol das Kind der Sklavin wie ihr eigenes erziehen, und Jsmael war diesem Bunde entsprossen. Aber jetzt, da sie den eigenen Sohn gewonnen, wollte sie den ihr fremden Knaben nicht ferner dulden, dessen stolzer und jäher Sinn ihr gefährlich schien für die Zukunft ihres Kindes; und sie sprach zu ihren! Manne: vertreibe diese Magd und ihren Sohn denn der Sohn der Magd soll nicht erben mit meinem Sohn, dem Jsak. Abraham war tief verwundet von dieser Forderung des Weibes, das er verehrte als die Herrin seines Hauses; indeß eine höhere Stimme befahl ihm, der Sarah zu gehorchen, und Gott

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