Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 5 (1879)
- Issue
- 1 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- Seite 68 (sequence 81)
- Language
- German
- Belongs to
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68 cher die Einheit der religiösen Gemeinschaft zur Einheit der ganzen menschlichen Gesellschaft erweitert. Ueberhaupt ist es> das Wesen der wahren Religion, daß sie nicht scheidet und trennt, sondern eint und v erbin d et. Das eben, bemerken die alten Lehrer, macht den Unterschied aus zwischen dem wahren Gottes- und dem falschen Baalspropheteu aus: נביא שעמד ״ ,מן הגרים העמיד פרצה לאבד את הבריות מן העוסוdaß. dieser eine Kluft schafft, um die übrigen Menschen möglichst aus der Welt zu schaffen, jener aber היו במידת רתמים על ישראל ודל אימגת העולם von Mitgefühl erfüllt war nicht bloß für Israel sondern auch für die andern Völker der Welt *שבן אמר ישעיה על כן מעי למואב כבכור יהלמ, wie beispielsweise Jesajas ausruft: Wahrlich mein Inneres klagt um Moab gleich den Klagetönen einer Harfe." Nun, m. A.l Was sind, was können unsere Worte anders sein als die schwachen Nachklänge der zündenden vom Gottesfunken heiliger Begeisterung durchglühten Mahn- und Weckrufe der göttlichen Sühne? So soll denn auch heutzutage das GottesworL Liebe, allgemeine Menschenliebe, hinaustragen in die weite Welt und den Geist der Duldsamkeit verpflanzen in Aller Herzen III. Und nun, m. A., die dritte Blüthe am Aronsstabe — ומקרבן לתורה die Annäherung an die Lehre, die religiöse Erziehung. Eine Blüthe an demselben haben wir auch sie genannt, richtiger und zutreffender aber wäre es vielleicht, wenn sie als den Baum bezeichneten, der aus sich hervorsprossen läßt die Blüthe der Friedensliebe, aus der sich die Frucht der Menschenliebe entwickelt, als den Lebensbaum also, dem beide zugleich ihr herrliches Dasein verdanken. Ohne R'eligion gäbe es in der Menschheit keinen Frieden, keine Einheit, gäbe es keine Liebe und keine Liebesbethätigung. Haben es denn nicht erst die letzten Wochen — und wes!׳alb sollten wir die Beweise der Vergangenheit entnehmen, wo sie uns die jüngste Gegenwart in niederschmetternder, welterschütternder Weise bietet — und weshalb sollten mix gewaltsam die Gedanken und Gefühle zurückdrängen, welche nach jenen trau-