Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 5 (1879)
- Issue
- 1 (1879)
- Date
- 1879-01-01
- Page
- Seite 64 (sequence 77)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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64 ״ בה שבר ברוחEine sanfte Sprache ist der Baum des Lebens, doch die Versündigung dagegen bedeutet einen Bruch mit Sturmesgewalt." Und so ergeht denn an den Diener der Religion, an den Lehrer des Volkes der eindringliche Nus: ״Sei von den Jüngern Arons, ״ אוהב שלום ורודף שלוםliebend den Frieden und verfolgend den Frieden." Ja, m. A., nicht blos liebend den Frieden, sondern auch mit Eifer ihn verfolgend. Die Friedensliebe, die ihn beseelen soll, fällt nicht etwa zusammen mit der Liebe zur Ruhe und Behaglichkeit, ist nicht etwa hervorgerufen aus Scheu vor der Aufregung des Gemüthes und der Erschütterung der Seele. Nein, düse religiöse Einheit kann nur herbeigeführt werden, wenn sie mit Ausdauer und unverdrossener Hingebung gleichsam verfolgt, wenn um sie mit Muth und Mannhaftigkeit förmlich gekämpft und gerungen wird. ״ בקש שלום ורדפהוSuche den Frieden und verfolge ihn." Diese Mahnung wird!loch in ganz besonderem Maaße beherzigen müssen, wer für die heilige Sache unserer Religion in dieser Stadt zu wirken ist berufen. Hier eben ist, wie wohl in keiner zweiten Ortschaft des Landes, die israelitische Bevölkerung in eine Anzahl von Gemeinden geschieden. Aber wie? Soll etwa diese Scheidung bedeuten eine Zersplitterung der Gesammtkraft, eine Verminderung der Gesammtthätigkeit, eine Schmälerung gemeinnützigen Schaffens und Strebens? O nein, ich meine, wir faffeti sie lieber in dem Sinne auf, als ob nur deshalb die Gesammtheit verschiedene kleinere Kreise von sich losgelöst habe, damit jeder derselben sich in sich selber besser stärke und festige, leichter seinen Halt und Stützpunkt finde, eher die Kraft und Sammlung gewinne zur Vorbereitung auf jenen herrlichen Tag, an dem die einzelnen Theile sich zu einem einheitlichen Ganzen verbinden. Denn das ist doch immer das höchste Ziel, das wir stets im Auge behalten müssen, um allen unseren religiösen Bestrebungen einen stärkeren Anstoß und eine höhere Schwungkraft zu verleihen, — das ist gleichsam das gelobte Land unserer heißesten und sehnsüchtigsten Wünsche. Und mögen auch Nie-