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Israelitisches Predigt-Magazin · 1879-01-01 · 1 (1879) · p. Seite 33

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
5 (1879)
Issue
1 (1879)
Date
1879-01-01
Page
Seite 33 (sequence 46)
Language
German
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33 t alle Mensche,: und der Arme, erweicht, nagt, ׳rn! Oder soll Alles gar zrt ieligion! Zsrae- Stütze zu sein c Grundlage in m, mit ihr ist tragen und Gel'tensch Bestier kann sie aus slecht, das Verunbewußt, wenn nacht. Was der üs Berneinung; ן Mschen nichts j itt ihrem Nichts! Wahrheit und kenntniß hinun- ■nbea Licht verz Leben in der Nike ist es, der igen, ihn sindet! rah,אם״תבעץ! et euch, zu ihm ichen Vater sinkann man wohl -.-r Sturm und . ach der gastliin euch sinftre . sichtbar wäre; beugte Herz er- und die Men-!: schen ihre Liebe zu dir verloreu haben und du esnsam und allein auf der großen Heerstraße des Lebens umherirrest - wenn alles schwindet, worauf du gebaut und was felsenfest du wähntest, als morsch sich erweist: dann versuchest du es umsonst, armes Menschenherz, bei der Wissenschaft Trost zu suchen — sie bleibt kalt und läßt unbefriedigt; stumm bleibt die Kunst, ohnmächtig dein Golo in der trüben Zeit des Mißgeschickes, und uuv Gott, Gott allein spricht: אתא בקר וגם ״ לילהHarre getrost, arme Seele, wenn es auch noch Nacht ist, es k o m mt ein M or g e n!" Diesen Trost kann die Religion allein geben; sie allein kann rufen: ״Kehre ein, meine Seele, zu deiner Ruhe, der Herr thut dir wohl!" O, daß sie alle noch hörten aus die Stimme des alten Wächters, o daß auch ihn hörte unsere Zeit! Blicket hinaus! Im grausigen Kampfe zerfleischt der Bruder den Bruder und der Mensch des Menschen Fleisch; der alte Wächter, unser Gottesmort, aber spricht: ״Und sie sollen umschmieden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Speere zu Wiegemesser, nimmer soll erheben Volk gegen Volk das Schwert und nimmer den Krieg noch lernen (Jes. 2, 4)! Horchet, draußen ruft die Stimme des Hasses unb des Wahns, und Spott und Verachtung wird über Menschenhäupter gehäuft, dieweil sie ihren Gott in anderer Weise anbeten; der alte Wächter aber spricht: ״Haben wir nicht Alle einen Vaters Hat uns nicht ein Gott erschaffen? Wie könnten wir treulos sein Einer gegen den Andern?" (Mal. 2, 10)! Blicket hinaus auf die Schaar der Sklaven, die bald vor der Arbeit, bald vor dem Golde, hier vor der Sinnlichkeit, dort vor der Eitelkeit im Staube kriechen; der alte Wächter aber spricht: ״Ihr seid meine Diener (Lev. 25,42), nicht aber sollt ihr anderen sklavisch dienen!" Wahrlich, mit Recht klagt der Prophet: ״Ein doppelt Unrecht hat mein Volk gethan: mich haben sie ver׳ lassen, den Quell lebendigen Wassers und gegraben haben sie Gräben voller Risse, Gruben, die nicht fassen das Wasser (Jer. 2, 13). Bleib' du, mein Volk, bei deinen alten Born des Lebens, so ruft dir der Versöhnungstag zu; der alte R a hmer, Jsrarlttischks Predigt-Magazin. V. Jhrg. 3

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