Mannheim
Compact Memory

Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-08-01 · 11-12 (8.1876) August-September · p. [Seite 65]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
11-12 (8.1876) August-September
Date
1876-08-01
Page
[Seite 65] (sequence 65)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/9616701-9617075-9617394--0723-9617459
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

367 1 Baum, bem e׳ Steine, -n wollen, oder llnd vergehen, 'Hen wir wan.- Irschen, ihre die Lüste die Elemente ' der Sonne e mit ihrem löhren, ihrer! Taste, die hrer Nerven 1a was Gott en, sind diese hre Sprache )len sie Alle 1. Wo also! was Sünde' | כי המצוד. ־ היום לא:: : ist es für du sagtest: aßt es uns k eres ist es, f olt es uns' ני קחב!: 3er Sünde Astrologie, | ounderbare i(^t Reifen; ms diesen Menschen j; immerlein, dein. Da lird er zn' Bruder, ihn schorr oft gehört. Er hat sich Dir offenbart, Du hast mit Gott gesprochen. Das Kämmerlein, es ist Dein Herz, das Lichtlein Deine Seele. Ja, nreine Brüder, in diesen Himmel kann ein Jeder steigen, zu diesem Meere Jeder segeln, brauchen wir Etwas Wunderbareres als dies? Der unendliche, Welten erfüllende Gott מצמצם את שכינתו nimmt auch mit diesem Kämmerlein vorlieb, um Dir seine Lehre zu künden, fein Gebot zu offenbaren: מלבבך- Meine Brüder! Unser Geist ist der Bote Gottes, unsere Vernunft, unser Gemüth, unser Verstand sein Engel. Doch dieser unser Geist, ist er in seiner höchsten Vollendung schon in dem Säugling da? Fähig ist er wohl da schon einst vollendet zu werden, aber er ist es noch nicht. Mit ben Jahren nimmt er zu an Kraft und Inhalt und ändert sich sehr oft. *Dem Manne erscheint Vieles llicht mehr gut, was es dem Kinde wohl noch schien. Da werden wir nun fragen, wie ist es aber mit dem Gotte, der uns sich offenbart? Hat der sich auch geändert, ist er auch mit uns vollkommner geworden? Doch das ist nicht möglich, fast erschrecken wir vor dem Gedanken, wie könnte der ein Richter über Menschen sein, der'selbst sich ändert, heute billigt, was er morgen verwirft? Nein, mein Gott muß sein ein: אהיה אשד אהיה unwandelbar, immer und ewig der Eine. Und weiter- Wie Gott zu mir durch die Stimme meines Geistes spricht, so spricht er auch zu jedem Andern durch die Stimme jenes Geistes. Will'ich also den göttlichen Willen erforscheu, so muß ich auch wissen, was Gott zu meinem Bruder gesagt. Oder brauche ich das nicht zu wissen? Gibt es vielleicht mehrere Götter? Doch das ist lvieder nicht möglich. Nur einem Gotte kann ich gehorchen, nur einen Gott kann ich lieben und ehren. Sollte dieser Gott sich aber widersprechen, und dem Einen befehlen, was er dem Andern verbietet, dem Einen erlauben, .was er dem Andern versagt, selbst in den wichtigsten Dingen? Wie also sinde ich Gottes Willen, wenn mein Nebenmensch eben dasselbe heilig hält, was ich verwerfen muß? Zu wen: hat Gott wirklich gesprochen? Suche ich in mir den Gott, so fürchte ich, daß ich heute nicht der bin, der ich gestern war und morKn sein werde, suche ich ihn beim Nebenmenschen, so weiß ich dem Widerspruche nicht zu entfliehen. Und dennoch gibt's nur einen Gott und einen göttlichen Willen! So bleibt nur ein Weg. Das was den Weisesten vor uns Gott offenbart, und, was die Weisen selbst geübt, das müssen wir Rahmers Israelitisches Predigt-Magazin. August-September 1876. 24

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.