Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 11-12 (8.1876) August-September
- Date
- 1876-08-01
- Page
- [Seite 63] (sequence 63)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/9616701-9617075-9617394--0721-9617457- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
365 gamilie, bei! t Mer m lchchthMm , er vechn-l über P W{ diK M 01־'i - der Sünde,! י aller Küche :1 :kuug in beul זי Sünde, eäl ¬ג nnd die 1 )e. Men! ו;nbeit Tage אתם:צד: gestellt vor! ist er da möchte vor t zu haben, Men wir krum sind ichoth-Tage untersuche alb ist die ß wir die;tzigen an-;ge unsrer Beistand zu wahrer M. A.! Wollen wir uns selber wahrhaft prüfen, o b mir gesündigt haben und worin, so muß uns vor allem klar sein, was Zünde ist. Wenn Jemand eine That begangen, die uns schmerzt, z. B° venn er unfern Ruf geschmälert und geschädigt, indem er entweder Unwahres über uns ausgesagt, was geeignet ist, uns Verachtung;uzuziehen, oder unsre Fehler weiter erzählt hat, wo ein Verschwelgen derselben Keinen: geschadet, uns aber wohlgethan hätte, da sagen vir, er hat verleumdet. Und wenn wir diese Verleumdung eine döse That nennen, so können wir zunächst damit meinen, daß sie löse sei, weil sie uns geschadet. Wenn wir die Verleumdung anmoralisch, unsittlich nennen, so wollen wir damit sagen, daß sie ncht den Forderungen der Sittlichkeit entspricht, wenn wir sie nichtsvürdig, verwerflich, frevelhaft finden, so wollen wir damit sagen, laß sie der Würde des Menschen Hohn spricht, daß man sie verabcheuen müsse, daß sie eine gewaltsame Verletzung unsrer Rechtesei. Venn wir die Verleumdung aber eine Sünde nennen, so wollen vir damit sagen, daß sie ein V e r g e h e n gegenGott sei, עברה ine Uebertretung des von Gott befohlenen Weges. Sünde nennen vir also die Handlung, die dem Willen Gottes widerspricht. Wolkn wir nun prüfen, m. Th., ob wir gesündigt haben, so müssen kir untersuchen, ob unsere Handlungen mit dem Willen Gottes über- -instimmen, oder ob sie ihm zuwider sind. Diese Prüfung aber gönnen wir nur dann vornehmen, nachdem wir genau wissen, was Gottes Wille ist und unsere Handlungen genau und deutlich erannt haben. Wir wollen nun den Willen Gottes genau wissen. Wie erfahren wir ihn aber? Und wissen müssen wir ihn, sonst önnen wir überhaupt von einer Sünde wie von einer Selbstprüung nicht reden. Müssen :vir den Himmel Hinansteigen, um die Stimme Gottes zu vernehmen, wer gäbe uns die Schwingen, die!׳.ns über den Aether zu den lichten Höhen hinauftragen? Wie kön-!:en wir die endlosen Räume mit dem Thongewicht unseres sterblichen Körpers, die Ewigkeit der Meilen mit der Spanne eines Menchenlebens durchmessen? Welcher Erdensohn wollte sich unterfangen a den Himmel zu fahren? Oder sollten wir Gott nicht in der Höhe, sondern in den Tiefen der Meere, der Wellengrüfte suchen! Wer macht die Bahn in die endlose Schlucht und führet sicher hin-! uf? Und würden wir auch Gottes Gesetz in der Höhe oder