Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 11-12 (8.1876) August-September
- Date
- 1876-08-01
- Page
- [Seite 57] (sequence 57)
- Language
- German
- Belongs to
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V -Haltes des hei: eben M dabl für unsere eit unserer Rea Zion sprich: ebt, was den : >d dann wird ׳öl des Indenm lebendigenöottesgedanken Dann wird f die ihm r Es Propheten ׳rr- '2 ״Wie nicht zurück- und hervor- ׳ dem Essenunde kommt, ich gewünscht, , V. H1!rade miede: den erhalte!! n: ״Drücke deinen Ths-׳ ׳ die Sonne über ihm nicht untergehe, denn bedürftig ist er, zu ihm trägt er seine Seele, und daß er nicht gegen Dich zum Ewigen rufe und an Dir eure Sünde sei." Gerade in unserer Zeit erhebt sich der Ruf nach Befreiung von drückenden Lasten, nach humaner Behändlung aller Arbeiter des Landes, nach einer von Härte und Schroffheit, von Hochmuth und Ueberhebung, von Verachtung und Zurücksetzung fteien Antheilnahme an den Geschicken des Arbeiterstandes und einer liebevollen und gerechten Anerkennung ihrer Menschenrechte. Da sehr viele Menschen entweder Arbeitgeber oder Arbeiter sind, so ist es selbstverständlich von hohem Werthe für uns zu sehen, daß die Worte der Thora in so alten Zeiten für eine so umfaffende Frage einen richtigen Ton angeschlagen haben. Doch gibt es ein Arbeitsverhältniß, dessen Wichtigkeit alle andere ü b e r trifft, weil es jeden Menschen betrifft, und das dennoch in seiner Bedeutung nur von Wenigen gekannt ist. Jeder Mensch ist ein Arbeitsherr, tem ein Arbeiter zur Verfügung gestellt ist, dem er sehr viel verdankt, und den er dennoch nicht immer nach dieser biblischen Vorschrift behandelt. Selbst der Aermste, selbst der Niedriggestellteste, selbst der Unwissendste hat einen solchen Arbeiter, und doch ist dessen Lohn nicht immer gerecht, noch weniger pünktlich bezahlt. Was Wunder, wenn auch er zum Ewigen ruft und der Mensch dadurch in Sündenschuld fällt? Und wer ist denn dieser Arbeiter, den ein Jeder für sich besonders hat zu seiner Menschenarbeit, wer ist denn dieser so vernachlässigte, darum oft so abgemagsrte, so verkommene Arbeiter? Wer Anders, m. Themen, als der vernünftige G e i st, den Gott einem Jeden gegeben, wer Anders als die geistige Macht, die Gedanken faßt und bildet, die uns beit Weg zu Gott unserm Vater weist, die fortwährend mit ihrer Belehrung winkt und warnt, ruft und zurechtweist? Und was ist der Lohn, den dieser Arbeiter zu erwarten hat? Was anderes, als das, was ihn erhält, was ihn ernährt, was ihn erquickt, was ihn arbeitsfähig und arbeitskräftig erhält, und in dem Maaße, und in der Pünktlichkeit, daß er den Lohn auch mit Segen genießen kann! Was anders also kann der Lohn des Geistes sein als geistige Nahrung, was anders für den Wegführer zu Gott als religiöse Nahrung, wie er an sie aus. seiner himmlischen Heimath gewöhnt ist? Was anders, m. Th., als Wissenschaft und Religion, Bildung und Gottesdienst, und עבודה im weitesten Rahmer's Israelisches Predigt-Magazin. August-Sevtember 1876. A3*