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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-08-01 · 11-12 (8.1876) August-September · p. [Seite 55]

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
11-12 (8.1876) August-September
Date
1876-08-01
Page
[Seite 55] (sequence 55)
Language
German
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357 lAigkeil ״ltb 1 (י bießtbe; Im ״or^ttitt, »3«' spreche» l', welche das re M wecken Pnb Dinge, »uftteben hat. hervorheben, ijl Es Israel dasteht Größe; es der Vorzeit, 'schichte. Es n Lehre und דמי די נדרל Nation, die! in dieser Gehalt sich nicht wie erständnisse!ein wecken, besonders uch dieser natürlich, h hat, sich eine vormit allen >en: Wir!uche der nur auf >en noch eter Bebeutung!' — Aber die so sprechen, vergessen, daß eben die Religion es ist, die uns auf die Höhe des wahren Menschenthums erheben kann, die uns eben ermöglicht, dieselbe zu erklimmen. Wird nicht erst der Hinblick auf die Männer von den vollendetsten Vorzügen uns der rechte Sporn sein, die rechte Kraft geben, das Große trotz aller Hindernisse mit Ernst und Ausdauer zu verfolgen? Werden wir wohl ohne Uebung, d. h. ohne verständnißvolle Uebung der Gebote, die uns mit der Gottheit in Verbindung setzen, uns so häufig des Zusammenhanges rnit einer höheren Welt bewußt werden, uns so leicht über das Niedere erheben zu höheren Gedanken und Empfindungen? Nein, nicht dadurch dienen wir dem Allgemeinen und großen Ganzen, daß wir uns in unserer Eigenschaft als Jsraeliten darin verlieren, sondern daß wir mit Erhaltung und Wahrung des uns Eigenthümlichen und Eigenartigen für dasselbe wirken. Allerdings weist man oft darauf hin, daß unsere Religion das heutige Geschlecht kalt und gleichgültig lasse, daß dieses sich nicht mehr für dieselbe recht erwärmen und begeistern könne. Man meint deshalb, sie müsse anziehender gemacht werden, es sei ihr ein neues Gewand umzuhängen und ein jugendlicheres Aussehen zu geben. Wir wollen darauf antworten mit einer Geschichte aus der Zeit des Propheten Elisa. Zu diesem war einst eine Frau gekommen, und sie klagte ihm ihr Leid und daß sie weiter Nichts besäße, als ein einziges Gefäß Oel. Und der Prophet befahl ihr, sich möglichst viele Krüge zu verschaffen, und so viele sie auch herbeibringen würde, sie würde sie alle aus dem einen Gefäße füllen und so einen überaus reichen Vorrath gewinnen. Und das Weib that also, und so lange Krüge da waren, floß das Oel, und als es daran mangelte, ויעמד השמן, da hielt dieses inne, es ergoß sich nicht mehr. Was war etz nun also, das den Stillstand bewirkt? Kam ׳ es daher, daß das Gefäß kein Oel mehr zu spenden vermochte, oder daher, daß es an Krügen fehlte zur Ausnahme des Oels? Lag die .Schuld daran, daß man zum alten Oel nicht noch neues Hinzugefügt, oder daran, daß nicht genug Krüge vorhanden gewesen? — Ganz so, m. Fr., verhält es sich mit dem heiligen Gefäße der Reigion. In ihm ist genug des שמן משחת ד,דש des heiligen Salblls, es brauchen ihm keinesweges von Außen her neue Lebenssäfte : zugeführt werden. Was aber hat man zu thun? Nicht O e l schaffet herbei, sondern Krüge, dasselbe aufzunehmen, zu empfangen, Em-

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