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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-08-01 · 11-12 (8.1876) August-September · p. [Seite 27]

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
11-12 (8.1876) August-September
Date
1876-08-01
Page
[Seite 27] (sequence 27)
Language
German
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329 lichm Uitfe mgels an k ~~ zumal ar 4 gehen unt lernen, ■ ölaimot :ל נית יש" verpflichtet. will in der ,rr, der Lu : Wort und n Verhalten uschen, Dich s lieben« ähren, heut a;; durch den eines 3w:|| äphas be-^. iß sie einis im M ׳ unser k |; e mit M Jj*' )t“, nicht' jj|. ichen ״ rechtigkeit vereinbar sei ׳צדיק ורע לו ׳רשע וטוב לו daß es bem Gerechten übel, dem Boshaften gut ergeht auf Erden. — Jedes Unheil als Strafe, jedes Unglück als der Sünden Folge aufzufassen, ist doppelt verkehrt! Wie magst, o Mensch, Du Dich erkühnen, bestimmt es auszusprechen, was Unheil oder Heil, was Glück oder Unglück Dir bereitet? Wie oft hast Du vielmehr mit Jubel begrüßet Deines Verderbens Anbeginn? Wie oft hat tiefen Schmerzes heiße Thränen Dir entlockt das Ereigniß, dem Dein Glück entstamnrt? Nicht weißt Du ja, ob Sonnenschein, ob Sturm Dir Uebles oder Gutes spendet; nicht, ob Besitz Verlust, ob Verlust Gewinn Dir bietet! Noch weniger aber ist Dir offenbar, ob das Unheil, wenn wirklich es ein Unheil ist, zur Strafe Dir gesendet sei, oder zur Prüfung oder zu Deinen! Heile! — Falsch also, dem Geiste der Religion übel entsprechend ist es, alle Unannehnllichkeiten auf der Bahn des Ein*zellelbens als Gottesstrafen aufzufassen. Doch — so wir von der Betrachtung des Individuums uns hinwenden zu einer Gesammtheit, so wir von den Geschicken des einzelnen Menschen ab unfern Blick richten auf die Geschichte eines Volkes werden wir nicht dieselbe Anschauung bestätigt finden. Wohl enthält auch jede Wendung im Volksgeschicke Folgen in sich, die dem Menschengeiste mit der Zukunft Schleier verhüllet sind — wohl dienen die Ereignisse dein Weltenlenker als Keime, denen entsprießet eine irdischem Denken ungeahnte Frucht! Doch mit viel größerer Berechtigung kann hierbei des Eliphas Ausspruch angewendet werden: ״ כאשר ראיתי חרשי עון וזרעי עמל יקצרהוwie ich's gesehen — die Unheil gepflügt und die Verderben gesäet, die haben es geerntet!" Unglücksfälle im Leben einer Nation, Verfall und Untergang sind Strafen des richtenden Weltengeistes: sie sind die naturgemäßen Folgen der naturwidrigen Handlungen. — der Vergehen und Verschuldungen! , Wir, m. Th., sind eingetreten in eine Zeit, die uns mahnt an den Zusammensturz der politischen Gestaltung Israels, an den Untergang des Tempels, an die Schreckenszeit, in welcher Vernichtung drohte unserm Stamme und jedem seiner Glieder! Können anders wir dieser Mahnung Folge leisten, anders den Rückblick uns nutzbar machen, als indem wir mit dein Propheten fragen: מי נתן ״ למשיסה יעקב וישראל לבזדםWer gab der Plünderung Jacob preis, Israel den Räubern?'."

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