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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-07-01 · 10 (7.1876) · p. Seite 291

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
10 (7.1876)
Date
1876-07-01
Page
Seite 291 (sequence 25)
Language
German
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1 u!ld auftatt mir den Hrj M? 1orten unsere! |5י זאת הנש dem Völker-!!orgenhimme! ze des Mtld bluligroh ^en Horizont neue Ideen ctrorn der sichte; dann und Mühe Nacht und der ehe wir Dämmerung! der Schütt! ,hl der Zeit ie weit und neue sich ssen ward? en Gewebe,! die Voranerkannter wird; ihre die sie m sie aus das;t nicht den Du kannst, icht trösten spricht der anen Der- Dein Lohn 1; laß das »sich um errn, sein!ues Leben - 291 — treibe; verwelken muß das Eine, damit das Andere frisch erblühe; oder wolltest Du, der Du nur ein Stäubchen der unendlichen Weltensonne, ein Sandkorn an des Meeres Grund bist, wolltest Du ihn meistern, der in seiner Weisheit die Herzen leitet und über die Geschicke der Völker entscheidet! Kannst Du ergründen die Tiefe des Meeres, das sich vor Dir ausbreitet? Kannst Du messen die Höhe, die sich über Dir ausdehnet? Du vermagst es nicht! Wie, und Du wolltest ergründen seinen Willen, der tief im Schooße der Ereignisse ruht? Falle in den Staub, deutsches Volk, und verehre ihn, der erhaben in der Höhe thront und rufe:הנה אל ישועתי י Gott war mein Heil, er ist meine Festfreude! Aber auch das zweite Bedenken, als ob durch unsere Festfreude der Gegner nur noch ausgestachelt werden könnte, müssen wir entschieden zurückweisen: Unsere Festfreude ist keine Schadenfreude, die sich ergötzt an dem Unglücke Anderer; wir freuen uns nicht, weil gebrochen des Feindes Macht, weil erloschen der Fremden Glanz, weil gesunken ist Vermögensstand; wir freuen uns nicht, weil wir errungen haben fremde Gebietstheile, nicht, weil gedemüchigt das ftemde Heer: wir freuen uns ׳הנה אל ישועתי weil ״Gott, unser Heil" gewesen, weil er uns wieder die -Freiheit geschenkt;' wir freuen uns, weil wir ein einiges Deutschland erhalten, weil wieder vereinigt ist das zersplitterte Vaterland; wir freuen uns der mnern Festigkeit, die mir uns errungen, der Erhöhung des deutichen Namens, seiner würdigen Stellung im Rathe der Nationen; wir freuen uns der bessern Einsicht, die der Weg zur Einigung der entzweiten Brüderstämme gezeigt, der sittlichen Festigkeit, der hohen gebe, des vaterländischen Gefühles, von Deutschland's Bewohnern )ernährt. Das ist unsere Festfreude; kann uns diese jemand verrrgen? Kann diese zu Haß aufstacheln? Wie der Herr einst, nach [3en Worten unserer Weisen, als Israel gerettet am andern Ufer tand und die knechtische Schaar Pharao's in den'Fluchen des Schilfrreeres ein unbeweintes Grab fand, zu den Engeln sprach, als sie hm ein Loblied singen wollten: מעשי ידי טובעים בים ואתם אומרים ״ שירדWie, meiner Hände Werk sinkt in's Meer, und ihr wolltet nir Freudenlieder fingen" (Meg. 10 b.)? so sprechen auch wir: Wie, Nenschen, die gleich uns Kinder der Erde seid, die gleich uns an |>em großen Werke des Menschheitsberufes arbeiten, .die große Ver- :>ienfte um die Freiheitsgedanken unserer Zeit haben, diese Menschen 19*

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