Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 8-9 (5.1876) Mai-Juni
- Date
- 1876-05-01
- Page
- Seite 247 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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l die volle sichten und ׳r, m. Th, rdnung der esien Name ‘fern Sinnder ent- Mb Recht lend, welmen Ziele 1, dem der ilten Gott, >en Namen lasset uns! Nächsten igkeit zur zu Heil,;s - in VI. Betrachtung zum Abschnitt נשא• Von Demselben. M. A. Sowohl der heutige Wochenabschnitt, als die eben vernommene Haftara haben uirsere Aufmerksamkeit auf die Gesetze über den נדר geleitet. Entsagung, das Meiden durchaus nicht unerlaubter Genüsse, Abwenden von des Lebens Freuden — uralt ist der Streit über den Werth und Unwerth, über Zweck und Ziel eilies solchen Thuns. Und auch im Schooße unserer Religion begegneu wir je nach den verschiedenen Strömungen der Zeit der Verherrlichung oder der Verdammung desselben. XXub doch sind die Fingerzeige, die die heilige Schrift uns giebt, deutlich — והזיר לה׳ ״ את ימי נזרוDem Ewigen weihe er die Zeit seiner Entsagung." Nicht die Sucht zu glänzen, in dem Frömmigkeit-Bezeigen vor Andern hervorzuragen, darf die Quelle der freiwilligen Entbehrung sein. Welche Zwecke aber kann der Mellsch mit dem Abwenden von des Lebens Genüssen verbinden? Sehet, die Haftara zeigt uns Simson. — Einem große!! Ziele soll sein Leben gewidmet, mit einem Streben soll es erfüllt sein! Die Freiheit seines Volkes, sie sei seine Liebe, sein Traum, seine Freude, sein Genuß! Dieses Ziel komtte nur erreicht werden, so von Kindheit an alle andern Herz und Sinn gefangen nehmenden Gefühle von dem Befreier ferngehalten werden. Uebermenschliches war damit erfordert — und so zwar ging Simson unter, Schiffbruch leidend an sich selbst und an seinem Rettungswerke, während er ohne jene Uebung wohl schon vor dem Beginnen muthlos zurückgeschreckt wäre. Wenn wir so uns ab wenden von einer Entsagung, die des Menschen Kräfte übersteigt, wen!l wir gering achten die Entbehrung, die sich selber Zweck und Ziel, keinem höheren Gedanken dienet, nicht geweihet ist dem Ewigen — so werden andrerseits wir den mächtigen Einstuß nicht verkennen, den sie übt bei der Stählung unserer Kraft, als