Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 8-9 (5.1876) Mai-Juni
- Date
- 1876-05-01
- Page
- Seite 229 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/9616701-9617075-9617302--0583-9617319- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
b uub6eele,; Bewohne M! Warum tt der Zeit! ׳n der Zeit! ׳or zur Höhe Zugleich zum Und entge- ׳ ׳ daß Gott Völker ver: Unterschied בלבדננלד Gott geos-! Völkern sehr einsach!u Volk gec Thorah gehe, ans der Zeit konnie Zeit und!rael allein n Erlösung Völker hat-׳ ch gehört! doch Gott >art", und rnatürliche, lenkt und gegenüber!n Kindern Thorah?" Gott antsticht inorinnen wir nicht lassen ""וו הא ירושה שהורישנו אבינו ׳שנאמר על חרבך תהיה ״das ist ja das heilige Erbe unserer Väter, unsere Väter und Urväter" — die haben alle gemordet, und wir sollten den geheiligten Traditionen unserer Väter untreu werden? Nimmermehr! Eine solche Thora können wir nicht annehmen! Dann wandte sich Gott an die Kinder Jsmaels: ״Wollt' ihr die Thorah annehmen!" ״Was steht denn in dieser Thorah?" fragten die Söhne Jsmaels! "לא הננוב" antwortete Gott, ״Du sollst nicht stehlen." Nicht stehlen! "בזו הברכה נתברך אבינו דכתיב והוא יהיה פרא ארם״ ״Das ist ja der Segen unserer Väter," und wir müssen ja schon aus Pietät, aus Anhänglichkeit an den frommen Sitten unserer Vorfahren — stehlen und rauben. Wir können die Thorah nicht annehmen. Gott kam endlich zu Israel, und sie sprachen einstimmig: ״Alles, was Gott sagt, wollen wir thun und befolgen" . . . . Das war, m. Fr., der Unterschied zwischen Israel und allen übrigen Völkern. Während alle übrigen Völker sich an ihre alten Götzen krampfhaft geklammert, an ihren alten Lastern und Untugenden gehangen und sich von Raub, Mord und allen möglichen Gräueln nicht lossagen und losreißen konnten, weil es ״das Erbe ihrer Väter" oder ״der Segen ihrer Vorfahren" gewesen, würdigte Israel allein die Stimme Gottes in der Zeit, bekannte sich Israel allein zum Fortschritt der Zeit, es warf die Jahrtausende alten Jrrthümer von sich und sprach: ״Alles, was Gott sagt, wollen wir halten." ״Es ist mir lieber eine Wahrheit, die Einen Tag, als eine Lüge, die Jahrtausende alt ist." Und was war die Folge! Wie ist es Israel mit seinem Fortschritt und den übrigen Völkern mit ihrem Starrsinn, mit ihrem ״väterlichen Erbe" ergangen! Israel, das auf die Stimme Gottes durch die der Zeit gehört ויאמינו ב״ה und an Gott geglaubt, hat sich erhalten bis auf den heutigen Tag, und die Lehre Israels findet Anerkennung und Würdigurig, soweit das Erdenrund reicht, — die übrigen Völker, die da gesagt, auf Reformen, wie: ״Du sollst nicht stehlen, Du sollst nicht morden," könnten sie nicht eingehen, weil ihre frommen Väter auch gestohlen uub gemordet haben — wo sind sie heute diese Völker? Sie sammt ihren Göttern sind längst verschollen und vergessen, höchstens daß sie noch zuweilen als abschreckendes Beispiel aus dem Reich der Vergessenheit auf einige Augenblicke Rahme r s Israelitisches Predigt-Magazin. Mai 1876._!5»