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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-05-01 · 8-9 (5.1876) Mai-Juni · p. Seite 223

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
8-9 (5.1876) Mai-Juni
Date
1876-05-01
Page
Seite 223 (sequence 11)
Language
German
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;לא בל הנביאי die Propheten, >ie Weisen Zs.-c ^ichklang M Boden des Abschluß ihrer ,ה' עה לעמו erleidet — unb; istesrnacht, die den", mit dem : eben mit allen r treu zu ver-k als richtig er-! >re und Lebens wie das Got-k e Zeit. Amen!! rsicht, danken ehen, mir ge- Me, Greis tnfeter Ahnen; thun, deiner daß auch wir lle deine Kines künden:׳ ler Herr, wie lmen. HL Israel auf der Höhe der Zeit. predigt gehakten am Schaöuoth 1874. Von Rabbiner vr. Kahn in Jnowraclnw. Meine Andächtigen! Es ist ein wunderbares, erhabenes, heiliges Fest, das wir heute feiern, das Fest der Offenbarung Gottes am Berge Sinai. "זמן מתן תורתנו" nennen wir das Fest, ״die Zeit, die uns die Thorah, die Wahrheit, gebracht" — Ach! welch' eine beglückende, segensreiche, göttliche Zeit, die das Füllhorn der Tugend und Sittlichkeitüber das Haupt der Menschheit ausgeschüttet und den Erdensohn aus den Tiefen der Unwissenheit zu den Höhen der Erkenntniß emporgetragen! Welch' eine unvergeßliche, unsterbliche Zeit, die die Welt mit ewigem Licht gefüllet, und das nie verlöschende Feuer des Glaubens im Tempel Gottes — im Herzen des Menschen — angezündet . .. Wahrlich! hätte die Zeit in ihren unaufhörlichem Gange und unendlichem Laufe uns nichts Anderes gebracht und gegeben als die Lehre des Einzigen Gottes, hätte sie durch alle Jahrhunderte und Jahrtausende nichts Anderes geleistet, als daß sie uns umgürtet mit dem Schwerte der Wahrheit und uns geschmückt mit dem Schilde der Tugend, das allein schon würde uns verbieten, geringschätzig und gleichgültig zu sprechen von der Zeit, von der Entwickelung und Veredlung der Menschheit durch die Zeit, von dem Fortschritt und dem Aufschwung der Menschheit mit der Zeit. Die Zeit hat der Menschheit einmal die Thorah, das Feuergesetz Gottes, gebracht, auch sie ist eine Offenbarungsstimme Gottes; und darin liegt für uns die unabweisliche Aufforderung, daß wir nie das Ohr verschließen der Stimme, dem Rufe der Zeit, daß wir nicht herabwürdigen, nicht verschmähen und verachten das Streben und Wirken der Zeit....

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