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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-03-01 · 6-7 (3.1876) März-April · p. Seite 180

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
6-7 (3.1876) März-April
Date
1876-03-01
Page
Seite 180 (sequence 24)
Language
German
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fragt höhnend oder bedenklich die Spottsucht oder die Wankelmüthigkeit. Was nützt es Jude zu sein? wirst du darum reicher, weil du mehr Gebote übst, wirst du darum bei den Menschen geehrter, weil du mehr sonderbare Sitten hältst; wie viele Vortheile verscherzest du dir? da winkt das Geschäft mit seinem lockenden Ruf, es hält dir das offene Füllhorn entgegen, du .aber feierst den Sabbath und benutzest nicht die Zeit, du beschäftigst dich mit Torah, mit den Schriften, die Keiner mehr liest. Was nützt dir dein heiliges Wissen, Viele lieben es nicht, Viele brauche!: es nicht, und die Völker suchen es nicht. Kannst du dann im Staate steigen? Du verschließest dir die Ehrenstellen, weil du deiner Religion nicht Zugeständnisse abgewinnen kannst. לכם Was habt Ihr von Eurem Judenthume? — Juble nicht, du Spötter, wir sind um die Antwort nicht verlegen: 'לה! rufe!: wir dir zu. Du, Verblendeter, du suchst den Werth des Lebe!:s in den Münzen, die du zählen kannst, den Glanz des Lebens in der Ehre, welche Menschen in Bänder und Kleider legen, du meinst zu steig en, wenn blöde Gaffer unter dir stehen, du meinst geachtet zu sein, wenn du nur einen Titel mehr hast, du verlangst Staub, Metall, das da klingt, — o du Thor, das wollen wir ja eben nicht zu unser!: Götzen machen. Unsere Losung ist'״ להfür Gott"! zu seiner Ehre, seinem Lobe, seinem Namen unser ganzes Leben weihen. Ist denn der Geist gegeben, um ihn in Geldkisten einzusperren, ist denn Vernunft gewährt, um sie zur Buhlerin von Schatten und Hirngespinnsten zu machen, ist denn die Liebe Gottes nicht mehr werth, als alle deine Titel und Orden, alle die Schmeicheleien deiner Freunde, die wie die Mücken um dich summen, so lange dein Glückeshimmel heiter ist? Ist denn die Hand Gottes nicht Krafts genug, um jederzeit zu schützen, und ist ein Platz unter seinen Weisen nicht der höchste? Und was rst das ganze Staubesleben werth, was bleibt vom Staube übrig, wenn nicht das, was wir für Gott gethan? Du willst Gewinn, wir wollen Gottes Ehre, du willst Rang, wir wollen Gott zum König machen, du willst Genuß, wir wollen das Wohlgefallen Gottes, du willst's für dich, wir für Gott allein und durch ihn für unsere Nebenmenschen. So merk' dir, o Bedauernswerther, daß du gefragt, gehöhnt, gezweifelt, weil du den Staub noch nicht von den Schwingen deiner Seele geschüttelt. Wir aber, m. Themen, wir wollen uns für heute die erste Antwort merken:!'ואמרתם זבח פסח זהר» לה Amen!

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