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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-03-01 · 6-7 (3.1876) März-April · p. Seite 162

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
6-7 (3.1876) März-April
Date
1876-03-01
Page
Seite 162 (sequence 6)
Language
German
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162 aus der Zeit Mosche Rabbenu's, den drittelt endlich aus unserer eigenen Gegenwart. In allen diesen drei Fällen werdet ihr sehen, daß gerade die Güte und Gnade Gottes von der Menschheit mißbraucht und sie zur Abtrünnigkeit von Gott und Religion verführt und verleitet hat — — — II. Bon der vormosaischen Zeit erzählen unsere alten Lehrer: (Synhedrin 108) ׳־דור המבול לא נתגאו אלא בשביל סובה שהופיע להם ה׳ק׳ביה׳׳י Das Geschlecht der Sintfluth ist hoch- und übermüthig geworden, gerade durch die besondere Güte und Gnade, die ihnen Gott angedeihen ließ. מה בתיב בהם״" Von diesem Geschlecht heißt es: (Hiob 21, 9) ״Ihre Häuser sind in Frieden, sonder Angst, und die Ruthe Gottes kommt nicht über sie, sie singen laut bei Pauke und Zitter, und freuen sich beim Klang der Harfe, sie verbringen in Glück ihre Tage, in Annehmlichkeit ihre Jahre." So uueubtid; groß war das Glück, so unendlich reich die Mittel, mit denen Gott dieses Geschlecht gesegnet, והיא נתמה שיאמתו לאל מות ממנו ודעת דרכיך לא חפצנו und diese Fülle von Glück und Segen war gerade die Ursache, daß sie übermüthig zu Gott sprachen: ״Weiche voll mrs, und Erkenntniß beiner Wege begehren wir nicht" אמרו כלום אנו צריכין לו ׳אלא לכיפה של גשמים. יש לנו נהרות ומעיינות שאנו מפתפקין בהן — Sie sprachen: Wozu brauchen wir Gott, etwa daß er uns den Tropfen Regen gebe, wir haben Strönre und Bäche und Quellen genug und bediUfen seitles Wassers von oben nicht! "אמר ה׳ק׳ב׳ה׳ בטובה שהשפעתי להם בה מכעיכין אותי׳ ובר׳ במבול אני דן אותם" und Gott antwortete hierauf ״siehe, das Glück, das Ich ihnen verliehetl, das mißbrauchen sie, um mich damit zu krällkell! Wer hat ihnen betin die Ströme, Bäche, Quellen und all den Wasserreichthunl gegeben! Nicht Ich? Wohlan denn, ihr Glück soll ihnen zunl Unglück gereichen, sie sollen in ihrem Wasserreichthunr ihr Verderben, Tod und Untergang finden! Eitle Sintfluth soll sie alle — die Undankbaren — verschlingen, begraben!" Soviel aus der vormosaischell Zeit. Der zweite Fall von Undankbarfeit spielt in den Tagen Moscheh Rabenu's selber! Gott der Herr hat schon den: Patriarcheil Abraham versprochen ״auch das Volk, denl sie bienen werden, will ich richten, und sodann sollen sie ausziehen mit großem Vermögen" (1. B. M. 16, 14); und Gott hat

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