Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 4-5 (1.1876) Januar-Februar
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 144 (sequence 48)
- Language
- German
- Belongs to
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doch nur die Aeußerungen utib die Betätigung des VolLsgeistes sind, > )’einer 5 der in dem Volke lebt und webt. Wenn irgendwo, so bewähren sich »dann ei an den Herrschern und Lenkern der Völker und Staaten und an 1 anb in diesen selber die Davidischen Worte: ״Mit dem Guten erweisest du 1 unb dich gütig, mit dem untadeligen Manne untadelig, mit dem Lauteren » -er Hei erweisest du dich lauter und mit dem Krummen windest du dich. »nmg, Denn du stehst bedrücktem Volke bei, und die hohen Blicke machst du sinken." — M. A.! Wir brauchen blos die Geschichte der jüng- 1 einen sten Zeit, die wir selber durchlebt haben, zu betrachten, um die ewige I Den1 Wahrheit jener Worte zu erkennen; und dazu müssen wir uns am I Men, heutigen Tage besonders angeregt sühlen, an dem Tage, da die pa- Iß ihm triotischen Gefühle in chrer ganzen Mächtigkeit unsere Brust erfül- | Heben len und schwellen; an dem Tage, an dem vor 76 Jahren der Mann f m de geboren ward, der an der Spitze unseres Vaterlandes, an der Spitze ) hHer, des geeinigten, in sich gefestigten und starken Deutschlands steht, das ';uM er in nie geahnter Größe, in nie gehoffter Herrlichkeit wieder herj bauten gestellt hat. Er hat der Idee, die schon so lange die Köpfe vieler Awm hochherzigen Männer, die Herzen vieler Geschlechter erfüllt, Inhalt ' machen und Wirklichkeit verliehen. — Niemand mochte bei seiner Geburt IMe! auch nur den Gedanken gehegt haben, daß es von besonders glück- Mei sicher Vorbedeutung sür die einstige Größe des junge!: Prinzen und regiert seines Vaterlandes sein durfte, daß er mit dem Eintritte des Früh- * Sehen lings das Licht der Welt erblickte; konnte es doch Keiner ahnen, heißen daß der zweite Sohn des edlen Königspaares überhaupt einmal gleich den Thron seines Vaters und seines Bruders besteigen würde!? fotojj! Wir aber können heute auch daran einen Fingerzeig Gottes der 5 sehen, der erst von den spätern Geschlechtern erkannt werden so klc sollte. Denn es hat sich gezeigt, daß er in Wahrheit als Frühnoch lingsbote dem deutschen Vaterlande gesandt ward, damit er nach dH < langem Winter einen neuen Frühling über die deutschen Lande E^ß heraufbringen und den im deutschen Volke schlummernden Trieb nach ‘ M Einheit und Freiheit, der von rauher Hand lange gewaltsam unterals 3 drückt ward, erwecken und in seiner ganze!: Kraft verwerthen sollte. etnetr — Hätte es damals einen Propheten gegeben, der mit hellsehendem beutf Auge die dunklen Pfade der Zukunft zu überschauen vermochte, er M würde von hoher Warte herab dem deutschen Volke laut die Jesa- 0$ן( janische Verkündigung wiederholt haben: ״Ein Prinz ist uns gesich! boren, ein Königssohn uns gegeben, und die Herrschaft wird auf - ן ׳ i