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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-01-01 · 4-5 (1.1876) Januar-Februar · p. Seite 140

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
4-5 (1.1876) Januar-Februar
Date
1876-01-01
Page
Seite 140 (sequence 44)
Language
German
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140 kommenen Schöne nur selten zu schauen vermag. — Birgt schon der heutige Sabbath für uns als Menschen und Israeliten manche Momente in sich, die uns in gehobene Stimmung versetzen müssen, in die Stimmung beschaulicher Stille und religiösen Nachdenkens, so wird er uns vollends zum Festtage dadurch, daß außer unserm menschlichen und religiösen auch unser natio nales Bewußtsein geweckt wird, das tief im Innern lebt und nur eines besondern Anlasses harrt, um in seiner ganzen Fülle und Kraft zu erwachen und auf uns einzuwirken. Und dieser Anlaß, er ist heute in hohem Maße vorhanden. Es gilt ein Fest zu feiern, das wir zwar zunächst zu Ehren unseres gefeierten Fürsten und Landesvaters, in Wahrheit aber dem Vaterlande zu Ehren begehen. Denn was Anderes ist es hauptsächlich, das wir in dem Monarchen ehren und verherrlichen, als das Vaterland, dem wir sonst auf keine Weise unsere Huldigungen darbringen können, als indem wir sie der es nach Innen und Außen vertretenden Persönlichkeit bringen; ebeufo wie wir unsere Scheu und unsere Ehrfurcht vor dem göttlichen Buche nicht besser beweisen können, als indem wir den göttlichen Gesetzgeber und den in ihm sich darstellenden göttlichen Geist der Wahrheit und der Weisheit anerkennen, bewundern und danach handeln. — Suchen wir daher in unserer heutigen religiösen Betrachtung zunächst als Israeliten darzuthun, wie selbst aus der heute verlesenen Verordnung über Parah-Adumah ein lebendiger Geist zu uns spricht, wie wir selbst diesem scheinbar so felsigen Boden befruchtendes und Wissensdurst stillendes Wasser entlocken können. Suchen wir dann als Staatsbürger nachzuweisen, wie derselbe göttliche Geist sich auch in׳ der Geschichte, in dem Leben der Staaten und besonders unseres Staates sich sichtlich offenbart. Möge der göttliche Beistand uns begleiten! I M. A.! Was wir aus dem Gebote von Parah-Adumah zunächst entnehmen und was sich klar darin ausspricht, ist der Satz, daß das Todte, und sei es auch der Körper des edelsten Wesens, das die göttliche Weisheit als Krone der Schöpfung in die Welt gesetzt, verunreiniget. ״ הנוגע במת לכל נפש אדם וטמא ז' ימיםWer die Leiche irgend einer menschlichen Person berührt, ist unrein sieben Tage". — Und die Vorschrift für die Befreiung von dieser Unrein-

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