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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-01-01 · 4-5 (1.1876) Januar-Februar · p. Seite 136

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
4-5 (1.1876) Januar-Februar
Date
1876-01-01
Page
Seite 136 (sequence 40)
Language
German
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136 f\\ matt es nur richtig zu erfassen und zu ergründen weiß, noch nie von solcher Bedeutung, wie in unserer in so vielen ngen irregeleiteten und wahnbethörten Zeit! Hören und verstehen wir zunächst die Erklärung unserer alten Weisen: ״Gott zeigte dem Mose eine Münze aus Feuer und sprach: das sollen sie geben"! Scheinbar räthselhaft, unbegreiflich! und doch — richtig verstanden — so klar und einleuchtend. Nicht wahr, m. F., ftder König prägt eine Münze — seine Münze — die er dann dem Volke, dem Verkehre, übergiebt. Und warum sollte Gott, der König aller Könige, nicht auch seine מטבע, seine eigene Münze, geprägt und sie seinem Volke gegeben haben! Jeder König fordert, daß man ihm den Tribut, die Steuern in s e i ne r und nicht einer fremden Münze bezahle! Und warum sollte Gott nicht das Recht haben, von Israel zu fordern: ״ זה יתנוdaß sie ihm die Steuer, die er von ihnen fordert, auch in seiner und keiner fremden Münze entrichten! Welches ist denn nun jene göttliche Müttze, die wir Gott als Steuer zu entrichten haben! Wer kann darüber auch nur einen Augenblick im Zweifel sein! Die Müttze, die das Gepräge Gottes an sich trägt, ist das אש הה״" das Feuergesetz, das er am Sinai uns gegeben, das ist die ״ מטבע של אעזdie feurige Münze", die er dem Mose gezeigt, von der er gesagt: ״Solches sollen sie mir geben." ״Lichtst off ist die Thora — Lichtstrahlen sind die einzelnen Gebote." Und wenn Gott, unser König, von uns eine Steuer verlangt, dann sollen wir sie ihm in seiner Münze entrichten, d. h. indem wir seine Gebote halten. Nun giebt es aber heutzutage gar viele Israeliten und namentlich Reiche und Begüterte, die über diese Gebote sich hinwegsetzen, und mit Geld Alles wieder gut zu machen glauben. Man brauche nur einige Thaler irgend einem guten, edlen Zwecke zuzuwenden, dann könne man die attdern Gesetze und Gebote Gottes ungestört übertreten, man kauft sich gewiffermaßen los von der israelitischen Pflichterfüllung. Wie thöricht und lächerlich! Das heißt Gott nicht mit der von ihm geprägten Münze, sondern mit fremder die Schuld abtragen. Als nun aber Gott den Befehl gab: ״Sie sollen Jeder ein Lösegeld für ihre Seele geben", da mochten die Reichen gejubelt und bei sich gesprochen haben: ״Sehet, Geld, baares Geld fordert doch auch Gott der Herr für sein Heiligthum, wohlatt denn, da können wir uns Hervorthun! Er fordert von uns einen ״halben Schekel", wir wollen gern mehr geben, wenn wir damit

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