Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 4-5 (1.1876) Januar-Februar
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 131 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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131 n: Jie׳ נלד דדה לפני מי *. ^ottVche ן hntrusend ernsten; c SW werden! tbinbuttg, em Tode, t, wenn Menschen ch seine lir stehen stand - Und ich Waage." ,ese als t, und unser M du msterst, el nach >eutung enüber, ach geerha- 1 auch, inum chtiger Stimmen etwa von Sachverständigen, fällt mehr in die Wagschale, als die größere einer urtheilslosen Menge. Dieser Eine — sagt man — wiegt fünfzig, hundert Andere auf. Der Ausdruck ״wiegen" in dieser Bedeutung ist ein echt biblischer, Daniel deutet dem Könige Belschazar sein ״Meneh Tekel" und er sagt תקל״" das bedeutet: (Daniel 5, 27) ״Gewogen bist du auf der Waage und zu leicht befunden worden." Die Mischnah (Aboth) bedient sich desselben Sprachgebrauchs: ״Wenn alle Weisen Israels auf einer Wagschale sich befänden und R. Elieser in der andern, er würde sie Alle auswiegen." Und was ist gewöhnlich der Maßstab für das Gewicht eines Menschen! Was macht im gewöhnlichen staatlichen Leben den Einen schwerer, den Andern leichter wiegen? Nun je nachdem, um was es sich handelt! Braucht der Staat Geld, dann wiegt ihm der Reiche mehr als der Arme! Braucht das Land Krieger, dann wiegt der Starke, Kräftige, mehr als der Kranke, Schwächliche. Braucht das Volk Rath, Belehrung, dann wiegt ihm der Weise, Kluge mehr als der Einfältige, Unwissende. Je nach Verhältnissen und Umständen tritt ein anderer שקל״", ein anderes Gewicht, in den Vordergrund, mit dem die Menschen gewogen werden; einen bestimmten, stätigen unabänderlichen Maßstab für den Werth eines Menschen giebt es im irdischen Leben nicht, weil die Verhältnisse und Bedürfnisse wechseln, und das was gestern noch so schwer in die Wagschale gefallen, siehe, heute sagt man zu demselben ״du bist gezählt, gewogen, und bist zu leicht befunden worden"! So bei allen übrigen Staaten und Völkern. Wie ganz anders aber in Israel! in dem Volke, dessen höchste Wahrheit lautet ״ ח" אחדEs gibt nur Einen Gott!" In Israel giebt's nur E i n Gewicht, ein bestimmtes, unwandelbares, unabänderliches Gewicht, mit dem der Israelit gewogen wird, und das ist: שקל הקדש das ״heilige Gewicht" der Gottesfurcht, der Gotteserkenntniß und Gottesverehrung, so leicht oder schwer er nach diesem Gewichte befunden wird, so leicht oder schwer wiegt er uns überhaupt. Im jüdischen Staate wiegt der Reiche nicht mehr als der Arme, der Starke nicht mehr als der Schwache, der Scharfsinnige nicht mehr als der weniger Begabte, denn: ״es rühme sich nicht der Weise seiner Weisheit, nicht der Starke seiner Stärke, nicht der Reiche seines Reichthums, sondern dessen rühme sich, wer sich rühmen will: e׳nzusehen und mich zu erkennen, daß ich der