Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 4-5 (1.1876) Januar-Februar
- Date
- 1876-01-01
- Page
- Seite 118 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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118 soll er das Banner der Lehre tragen im Kampfe der Fragen, die seine Zeit erregen. Fest soll an ihr er halten und sie wahren, wie sie sich entwickelt hat von dem Tage des Sinai an durch der Geschlechter tausendfältige Reihe! Doch auch zu scheiden soll er wissen Eigenes von dem Fremdgearteten, ob längst, ob jüngst, es ist hinzugekommen! 111) ומפתח אהל מועד לא תצאו. B. M. 10, 7.) ״Und nicht hinaus aus dem Heiligthume soll er gehen. — Nichts Fremdes soll er einführen in die Sitte, in den Gebrauch, geschweige in den Lehrinhalt unserer Religion, wachen soll er über die Reinheit des Heiligen, ohne darum alles Alte als gut anzuerkennen, ohne das Gute, weil es neu ist, zu verwerfen! Nie und nimmer soll mit verständnißlosem Nachsprechen des von Andern Behaupteten er sich begnügen — selbst soll er schöpfen aus den Quellen unserer Lehre, unseres Wissens! Mißachtung dieser Lehren unserer Vorvordern, Mißachtung des wahrhaft jüd. Geistes soll er sich fernhalten, mag sie sich hüllen in das Gewand der Verneigung und der Reform, mag sie sich darstellen als Gutheißen jedes Mißbrauches, jeder Unsitte, als Erhalten alles Bestehenden! Nicht Verknöcherung und nicht Zügellosigkeit! ״Nicht weichen darf er von der Thür des Heiligthumes", sei es nach rechts Hill oder links! Stets vielnrehr muß er fest im Auge wohl behalten, als seiner Thätigkeit Ziel, daß ihm es obliegt, zu lerneil, u!n zu lehren (UL B. M. 10, 11)!ולהבדיל בין הקדש וכין החול וג und ״streng zu scheiden zwischen Heiligen! und Profanem, zwischen Rein und Unrein, zu belehren Israel über alle Gesetze, welche der Ewige ihnen durch Mose geboten." Indem er Solches thut, findet auf ihn Anwendung der zweite Theil unseres Textwortes ״ ויצאו ויבהבו את העבbei ihrem Heraustreten segneten sie das Volk"! Hinaus aus dem Heiligthume des Gesetzstudiums schreite der Lehrer der Religion und bringe dessen Segen dem Volke. — Sein Weilen im Heiligthume bezweckt ja allein, ihn immer mehr und mehr zu befähigen für dieses Hinausschreiten, für seine Lehrthätigkeit. Der Zweck des Gottesgesetzes ist die sittliche Läuterung und Erhebung — nur durch das Gottesgesetz ist dieses hohe Ziel zu erreichen — und deshalb darf seine Kenntniß nimmer vermißt werden unter den Wissensfächern, mit welchen wir unsere Jugend vorbereiten für das Leben. Und die Satzungen der Religion — ja, sie sind nur Formen — ahn Formen, in welche der Geist der Religion sich hüllet und die Mch> mehr!!! im z! sesRal < mm, t Abel! 1 Find \ > mögen l Herzen iAchal ■1 durch den Qi Gottevon 5 dacht PL ich di 5)reif׳ 7 che achtet habe Jsra dem man) hast mein ihm des