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Israelitisches Predigt-Magazin · 1876-01-01 · 4-5 (1.1876) Januar-Februar · p. Seite 109

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
4-5 (1.1876) Januar-Februar
Date
1876-01-01
Page
Seite 109 (sequence 13)
Language
German
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8 3udenthun1s 'ren von jenes ls der Glau: lvar und ist * Menschheit n Menschen- Zeugniß früher und ammnehmen? Volk genom: inhaltsvollen Menschen, in l linken. . aköath f 1olle Ernst ichzen nnd 'j üung, die r e hohe Be- \ mitzuwir- 1 ligion dem f all' diese reinen sich und gewinnen vollen, erhebenden uitb beruhigenden Ausdruck im Gebete! O, daß es empor zum Ewigen steige, daß es erhöret, Euch und mir Segen spendend wiederkehren möge! Ewiger, unerforschlicher Lenker der Geschicke! Dein Ruf ist an mich ergangen, Dein Wort zu künden diesen Deinen Bekennern. ואמר אהה י״י ה הנה לא ידעתי דבר כי נער אנכי (Jerem. 1, 6.) ״Widerstrebend nur und mit geheimem Bangen gehorch ich Deinem Ruf, o Herr, denn nicht ward mir der Rede Gabe, da ich noch jung und unerfahren bin!" Doch mir im Innern tönt es auch wieder, das Wort, das Einen unserer Propheten gewappnet und gefestigt hat gegen alle Mühsal wohl und Widerwärtigkeiten, gegen die Verkennung und gegen Anfeindung, die ihm so zahllos geworden, weil er furchtlos, ohne Ansehen der Person geeifert hat für Dich und Dein Gesetz — dieses Wort, o Herr, das Jeremia geleitet durch ein langes, thatenreiches Leben, welches Deinem Dienste ganz gewidmet war — dieser Dein Ruf, o Herr, er überwindet auch mir alles Bangen, alles Zagen, er giebt dem Schwachen Kraft, er verleihet dem Unerfahrenen einen fteudigen Blick in die Zukunft: אל תאמר נער אנכי כי על כל אשר אשלחך לתך ואת כל אשר אצוך תדבר (Ebendas. 7.) Auch ich vernehme Deinen Zuruf! Allgewaltiger, laut ruft es in mir: ״Sprich nicht, daß unerfahren Du — denn nur, wohin ich Dich sende, wirst Du gehen, nur mein Gebot, mein Wort allein sollst Du verkünden!" Allwissender, der Du prüfest Herz und Nieren, vor Dir ist kund und offenbar, daß nicht von nleinen Lippen nur ertönet, daß meinem Herzen vielmehr entflammet, meinem Fühlen, meinem Denken das Gelübde: Dein Wort und Deine Lehre will ich künden, rein und lauter ohne Nebenabsicht, ohne Menschenfurcht — Keinem zu Lieb' und Keinem zu Leide! Von Dir gesendet will ich mandeln Deinen Weg, will ich dahin streben, zu leben, zu wirken nach Deinem Worte! Dazu stärke mich, Herr! Erhöre mein Gebet, das ich Dir entgegentrage mit den Worten des weisen Königs (1. Könige 3, 9) ונתת לעבדך לב שמע וני ״Du wollest verleihen Deinem Diener ein fühlendes Herz, einen regen Sinn, auf daß ich stets erkenne, was gut ist oder schlecht vor Dir!" Denn wer wollte ohne Deinen Beistand, ohne Deine gnadenvolle Leitung richten und lehren dieses Dein Volk!

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