Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 3 (12.1875)
- Date
- 1875-12-01
- Page
- [Seite 1] (sequence 1)
- Language
- German
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־ verWt weilen.-' ElijcherAigke^ Ihre (ü äottgesegnete fein,! beherzigen' '״ וםfestiget Euer nrchs Leben schrei-' fcher Treue eben j fie unser Denken j >at-und Wens-!>ube ich's Wh! )ende 'Friede jüdj- Sie hatten ja euießen, sie haben l das segensreiche und Habe seinen lde die Priesterin es Mannes Brust Heu. Aber auch reitwilligkeit den und gewähren ׳enden Familien- Veredelung eres Mannes mit 1 den Geist de! »tet, wo mannnd ergänzen, de Migen wie in der Gotlesftiede!eiten hin Segen -weben, er wird | 1 n. Mehr Licht!*) Medigl gehakten am Jom-Hakippurim 5835 in der Synagoge zu Münster. Von vr. H. Zirndorf, Seminardirector. Es gab eine Zeit, wo das Judenthum sich mit den einfachen Mitteln unserer heutigen Festfeier bei weitem nicht begnügte. Ein wallender Festzug umkreiste an diesem heiligen Tage den weiten Tempelberg und tauchte seine Zugänge und Säulenhallen in die reichsten Zauber einer östlichen Beleuchtung. Die andächtige Volksmenge des versammelten Israel, welche in dichtem Gedränge die Vorhöfe erfüllte, ward gewiß in ihrer Anbetung gehoben und befeuert aber auch abgezogen durch diesen prunkenden Festzug, der ,unter dem Jubel musikalischer Instrumente den Hohenpriester von )er Pforte des Allerheiligsten nach seiner festlichen Wohnung geleitete. Drei klassische Federn,**) denen wir zum großen Theil die zeschichtliche Kenntniß unseres Alterthums verdanken, haben sich benüht, uns die glänzenden Einzelheiten dieser großartigen Feier gereulich zu schildern. Jener Festglanz ist für. immer von der Erde hinweggerauscht,!luf ihn ist die Nacht und das Schweigen der Zerstörung gefolgt; lber auch die reiche Entfaltung der Synagoge mit ihren Geisteschätzen der Lehre und Andacht datirt von jenem Verluste. Das Judenthum der nachpriesterlichen Zeit hat seine Aufgabe oürdig erfaßt, der Begehung des Versöhnungstages erhebende und *) Wir geben die obige, den Rahmen einer Predigt allerdings über- Ihreitende Rede hier mehr im Sinne einer ״homiletischen Abhandlung", in weler der geistvolle Redner, der auf feinen vielen Reisen den Character Israels;sonders studirt hat, auf so manche Mängel, die demselben anhaften, hinweist, elbst der etwas local gefärbte dritte Theil dieses Vortrages gewinnt durch die nstalt, deren Director der Redner z. Z. ist, ein höheres allgemeineres Interesse. (Red.) **) Philo, legatio ad Cajum-, Josephus antiquitt.111,10,3; $*act. Joma Rahmer's Israelitisches Predigt-Magazin. December 187s. _5_