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Israelitisches Predigt-Magazin · 1875-11-01 · 2 (11.1875) · p. Seite 59

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
2 (11.1875)
Date
1875-11-01
Page
Seite 59 (sequence 27)
Language
German
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59 in unb zugleich der Kinder in 11 uns an des אתה ה־א אל' d auf Erden!" m Abschied i bleibe ganz 1b anerkennen, t des Heiden-׳ reu bewahren, sein. - Wenn Aater ihnen lgesset meiner it euren An- Rath, wenn euch schlimm Va'er hat!" cht heut nicht hnt er. ״ich noch seltener, lieb, wie ich denk, wendet re Pläne und können, und ie ihr selbst h, daß euer >re euer Herz restnacht die wahrte," die ihnt;" beide nd wenn er ׳' Erinnert rhast miser im Eltern- Hause wellenden Kinder auch ernste Worte richten, sie an die Fehler der Jugendtage erinnern unb sie fragen: ״habt ihr sie jetzt abgelegt?" Wie sie ihnen von den Freuden erzählen, die sie den Eltern früh durch klugen, fronimen, kindlichen Sinn geniacht, und sie fragen: seid ihr noch so gesinnt zum Guten?" — Sie auf die Mängel in ihrem sittlichen, häuslichen Leben aufmerksam machen, väterlich, mütterlich warnen und mahnen — also hat der Versohnungstag im Namen Gottes ernstlich zu uns geredet, hat den Einen gesagt: ״Lebet so, daß ihr einst der Thaten eurer Jugend euch nicht zu schämen, ob früherer Thorheiten und Laster nicht zu erröthen braucht" — hat den Andern gesagt: ״trachtet danach, daß ihr in reiferen Iahren, im Alter sühnet, was ihr früher verbrochen und gefehlt" — zu Neiden: ״Heil dem, der nicht gesündigt; da ihr es aber doch gethail, Heil dem, der sich bekehrt, daß Gott ihm verzeihe." Und ich denke und hoffe, es hat wohl jeder die Mahnung vernommen, und der Versöhnungstag hat in jedem irgend einen guten Vorsatz geweckt. Und nun geht die Festzeit zu Ende, die Tage der Arbeit kommen, das Werktagsleben beginnt; jetzt, jetzt soll es sich zeigen, daß wir jenen guten Vorsätzen treu bleiben, jetzt kommt es darauf an, daß wir sie im Leben und Wirken bethätigen. Und also ruft uns Gott belln Abschied der Feste zu: Der Winter naht, die Natur erstirbt, der Mensch ist auf das Haus angewiesen. Werdet ihr dafür sorgen, daß in euren Häusern Gottesfurcht zu finden sei, daß meine Verehrung im Gebet nicht ganz aus euren Häusern schwinde, daß, wenn die heilige Zeit vorüber, nicht jede Regung israelitischer Frömmigkeit erstarre? Der Winter naht, die Natur erstirbt und bic-- tet euch wenig Freuden und Genüsse, der Mensch ist auf den Menschen hingewiesen zu freundschaftlichem Verkehr und liebendem Umgang; wird Liebe und Frieden zwischen euch walleil; zwischen Mann und Weib, zwischen Bruder unb Schwester, zwischen Befreundeten und Verwandteil? Der Winter kommt, die Bedürfnisse mehren, die Sorgen häufen sich, wird Redlichkeit walten in eurem Verkehr mit den Mitmenschen, daß ihr nur in Gerechtigkeit für euch sorget? Der Winter kommt, der Arme wird an eure Thür klopfen; werdet ihr eingedenk bleiben des Gebotes: NX לא תאמץ את לבבך ולא תקפץ ״ ידך מאחיך האביוןDu sollst nicht verhärten dein Herz und nicht verschließen deine Hand gegen deinen Bruder den Armen?" (5. Mos. 15, 7.) Wird der Arme nicht verzagen, wird er eingedenk bleiben

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