Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 2 (11.1875)
- Date
- 1875-11-01
- Page
- Seite 57 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Men aller An Mg und HMuner unten, die : lnd zog man im vorab die ehrlr Gott und jein; die Nacht, und, es Tempelberges e oder Gefiinge,; estimmt wurden, אשרי ילרותניי sie unter Alter אשרי זקנתנו ע Mage sühnt;"; ,Heil dem, dein und finde Ver׳! 5אםאני כאן ה|^ lies hier, wenln höre, wendeten, chm: ״Unsere-!n Rücken und hören Gott an, ".א: ׳-t sich das An,׳ אשרי עין ראו ler Heiligthum!emt auch alle doch die Vers dem ewigen ne Lehre und r uäah Abfchn. n Hillel ist nach הושעניר uni eben. Die von אש ן flllt* sein Gebot sind uns geblieben, und die drei Gesänge beim Wasserschöpfen finden ihre Anwendung auf uns und bei uns, wie bei unfern Vorfahren. Nach ihrem Inhalt wollen wir auf die drei Tifchri-Feste zurückblicken. II. 1) Am Nosch haschanah haben wir Gott gehuldigt, als unferm Könige und Herrn, dem Schöpfer des Himmels und der Erde; haben feine ewige Weltregierung anerkannt, haben uns vor ihm niedergeworfen und haben unser Glück und Unglück, Sehnen und Bangen, Leben und Sterben in feine Hand gelegt. עלינו לשבח haben wir feierlich angestimmt, ״uns liegt es ob, Ihn §u preisen, daß er uns nicht den Götzendiener!! gleich gemacht." Ja, die Heiden nicht nur, auch unsere eigenen Urahnen haben einst den Götzen ge- Ment, der Sonne und des Himmels Heer, und haben geglaubt, daß die Lenkung und Leitung der Welt, der Völker, der Einzelnen, von dem Wandeln und Zusammentrettn der Gestirne מזלות abhänge. Nein, so thun wir nicht, Götzendienst, Heiden-Wahn ist uns fern. Eben in diesen! Festmonate **) sehen wir von Abend zu Abend Heller und prächtiger am Himmel den feurigen Jrrstern mit weithin durch den Himmelsraum leuchtendem Schweife. Was hätte man vordem von einer solchen Erscheinung gefürchtet, geweissagt? Wir freuen uns unbefangen des erhabenen, seltenen Anblicks, wir loben Gott, ״ ,עושה מעשה בראשיתder die Schöpfung herrlich und voll Weisheit geordnet." Wir freuen uns der Gottähnlichkeit des Menschengeistes, der im Stande ist, die Laufbahn des Sterns zu berechnen und preisen den, ״der Erkenntniß verleiht" הונן הדעת. Vor allem aber fühlen wir uns beseligt in dem Gedanken, daß dieselbe Allmacht-Hand, die den Jrrstern in seiner Millionen Meilen messenden Bahn, in seinem Jahrtausende währenden Kreislauf führt, sein Kommen und sein Gehen bestimmt, daß dieselbe allmächtige Hand, die die Wandelsterne und unseren Erdball in ihrem Tages- und Jahreskreislauf lenkt, daß dieselbe Allmachthand auch unsere, auch des winzigen Menschendaseins und Erdenwallens Bahn bestimmt, auch unser Kommen und Gehen, unsre Freuden und Leiden leitet und bestimmt. **) Die Predigt ist im Jahre 1858 gehalten; auch 1870 strahlte wieder am Suckoth ein Komet. Israelitisches Predigt-Magazin. November 1875 . 4*