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Israelitisches Predigt-Magazin · 1875-10-01 · 1 (10.1875) · p. [Seite 31]

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
1 (10.1875)
Date
1875-10-01
Page
[Seite 31] (sequence 31)
Language
German
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31 len Redner aber der Magyaren, u Rüge verlieren,; 1e״ Judenheit mit : herauwachseuden ere Eroberungen, w ehedem, auch lei der jüdischen des Zeichen dajür linder Sprache,! mit Begeisterung j n Hauptstadt die ׳ eitsreden, weiche 1 bei patriotischen, J sten drei stammen י erhersteiinng der; urtstag des Genz Zosephs hat nüpsend. Nr. 8 .!es und Cultus- >en umsaßt den t nichts sür den; , durch strenge re, logische Disdes Textes und ' te Herbeiziehung gnissen deutscher J Iso mit Fug und useln registriren, ,i eren Fortsetzung l rgarisch-jüdischen - tonnte als int icht verleugnen-; reheißen werden. > t. W. B. vaa de viering te Rotterdam Uaagens '1B75. 1 scirc. gme 1 nächsten Herbst >es, Jahrbuch rn dicat^, so lautete das Urtheit des berühtnteit portugiesischen Kanzelredners Padre Autonis Vieira, als er itach feiner Meinung über die beiden Redner Menasse ben Israel u. Jsaac Abuab de Fonseca gefragt wurde. Unter den ttach Holland eingewanderten Portugiesen und Spaniertt faud die Kanzelberedtsamkeit durchgängig eine aufmerksame und sorgfältige Pflege, worüber die zahlreichen in spanischer Sprache gedrucktett und handschriftlich vorhandenen Predigten den besten Beweis geben, und die Spanier nrögen wohl die ersten gewesen sein, welche correct in der Landessprache gepredigt haben. Nicht so die aus Deutschland nach Holland eingewanderten Juden; diese blieben itn geisügett Connex mit der ehemaligen Heintath, und hier wie dort mußte die Predigt in der Landessprache sich erst ihre Stellung und Anerkennung erkämpfen und erobern. Obwohl später als in Deutschland, hat nunmehr auch in Holland die Predigt sich jenes Ansehen erworben, das ihr als Bestandtheil des Cultus gebührt. Zu ihrer Anerkennung tragen aber Predigten wie die Eingangs erwähnte sehr viel bei. Zur Feier des 150jährigen Bestehens der Synagoge in Rotterdam gehalten, verbreitet sie sich, altknüpfend an das Zwiegespräch zwischen Moses und seinem Schwiegervater Jithro (4. B. M. 10, 29—31) darüber, wie der Cultus sein müsse, soll dieSynagoge fort best ehe n und ob der Cu 1tus, oder allgemeiner ausgedrückt, die C er emo nie n einen wesentlichen Bestandtheil der Religion ausmachen. Es liegt auf der Hand, daß wir, wo es sich um eine Predigt handelt, aus das Einzelne nicht eingehen können, da eben in einer Predigt der Subjectivität des Redners bei aller Gebundenheit an religiöses Gesetz, Tradition und Herkommen, ein großer Spielraum zugestanden wird. Nur möchten wir unser Bedenken darüber äußern, daß eine enggedruckte 23seitige Predigt die Aufmerksamkeit der Zuhörer doch etwas zu lang in Anspruch nimmt; freilich werden die Gedanken mit einem großen Reichthum von schönen Worten und trefflichen Bildern in verschiedenen Formen erörtert, sodaß eine momentane schwächere Auimertsamkeit dem Verständniß des Ganzen keinen Abbruch thut, aber qui s’excuse s’accuse, solch eine Entschuldigung fleht einer Beschuldigung sehr ähnlich. Wir wollen es auch dahin gestellt sein lassen, daß Jithro's Gesinnung und Stellung zun: Indenthum ungünstiger aufgefaßt wird, als es im Midrasch geschieht, daß nach dem Jeruschalmi u. Nachmanides Jethro dennoch mit Moses gegangen wäre (?בני קיני חותן משה מביאין וקורי), daß das והיית לנו לעינים vom Redner ganz unerörtert geblieben ist, während es doch gerade seine Gedanken abgerundet hätte, wenn er diejenigen, die auf der Höhe der Zeit an Bildung und Wissen stehen, ermahnte, mit der Gesammtheit zu gehen, denn gerade sie könne!: dem Judenthum statt der Augen dienen, es leiten und führen helfen u. s. w. Doch, wie gesagt, wir lassen es unerörtert, denn der geehrte Herr

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