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Israelitisches Predigt-Magazin · 1875-10-01 · 1 (10.1875) · p. [Seite 21]

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
1 (10.1875)
Date
1875-10-01
Page
[Seite 21] (sequence 21)
Language
German
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21 *׳ ohnmächtiges, 3tteä! Darum: ie heutige Haf.- die Festen der 2, 3). et unsere ganze vollendet, mir tnr, Gesundheit, was geht mir ich nicht voll- ׳ Beweisführung r das Thier hier könnte mit vollendet", weil nnmener werden un Thier bleibt twicklungssähig, am der Menjch gottesfürchtiger, l, das ist sein . Ter Mensch, für mich gibks rniedrigung -;rvollkommnung erzen seine lln- Grkenntniß zu הגבההי זי ה tagt der weise nieine Demuth r.׳zug aus Be- Sprüchen der erdient. Das 7LLL' כל מה , - sagen sie ׳Ntenschen als פסל בבהמה ״ ונדכהVom Thier heißt es: wenn es gebrochen oder verstümmelt ist, darf es nicht auf den Altar Gottes kommen; vom Menschen wieder: das liebste Opfer Gottes ist ein g e b r o ch e n e r Geist, ein gebrochenes und zermalmtes Herz." Wie wahr, wie trefflich m. F.! Gott will, daß Alles — Mensch wie Thier — vor ihm so erscheine, wie er es geschaffen. Das Thier hat er vollkommen erschaffen, da es doch vollkommener nie werden kann, so soll es auch הביב vollkommen, fehlerlos erscheinen, hat es seine Vollkommenheit eingebüßt, dann mag es, will es Gott nicht mehr, es ist פסול. Den Menschen hingegen hat Gott unvollkommen erschaffen, denn er soll ja immer vollkommener und vollkommener werden, so soll er auch in seiner Unvollkommenheit, d. h. im Bewußtsein seiner Un- Vollkommenheit ״mit gebrochenem Herzen" vor Gott erscheinen. Und von wem kann man Demuth und Bescheidenheit mit mehr Berechtigung fordern, als von Israel! Israel, das die Vervollkommnung und Veredelung der ganzen Menschheit herbeisühren soll, sollte siiner eigenen Unvollkommenheit vergessen? sollte selber stolz und hochmüthig sein? ״ וישתחוו לפניך כל הבראויםdaß alle Menschen, alle Geschöpfe sich in Demuth vor Gott beugen", beten, flehen wir am Nosch haschana, ist es nicht Pflicht, daß wir den Völkern mit den! Beispiele der Demuth und Bescheidenheit vorangehen! M. F.! Ein Schofar, lehrt das jüdische Gesetz, muß בפוך sein, Israel, sagten wir, ist der Schofar, durch den Gott seine Wahrheit der ganzen Menschheit verkündet; Israel ist aber nur dann eine würdige Posaune, wenn es selber בפוך, wenn es sich demüthig und bescheiden vor der Erhabenheit und Heiligkeit Gottes bückt und beugt; ist Israel stolz und hoffärtig, hoch und übermüthig, voll Dünkel und Verblendung, dann ist es nicht würdig, an der Vervollkommnung und Versittlichung der Menschheit mitzuarbeiten. Ob das heutige Israel — demüthig und bescheiden — an Gott glaubt, oder — hoch und übermüthig -- Gott vergißt, darüber möget Ihr, m. F., selber Nachdenken, selber entscheiden. Soviel will und muß ich aber sagen, wenn das heutige Israel meint, seine innere Armuth durch äußeren Reichthum, seine innere Leere durch äußere Fülle zu ersetzen, wenn das heutige Israel glaubt, daß innere Würde und äußerer Tand sich die Waage halten, und das eine das andere ersetzen kann, dann höre es die dritte Schofarbestimmung: ציפוי זהב äußerer Flitter hat in den Augen des Judenthums keinen

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