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Israelitisches Predigt-Magazin · 1875-10-01 · 1 (10.1875) · p. [Seite 19]

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
2 (1875-1876)
Issue
1 (10.1875)
Date
1875-10-01
Page
[Seite 19] (sequence 19)
Language
German
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19 ten entledigt und Gutdünken, nein! sein, ihr muffet et, selber das c den Völkern und Geboten sprechet, net und ihre Gevon den! hohen )ldene Kalb umet!קשוט עצמך;eiie Niederigt arbeiten." von der Einheit Eintracht in der Veruf und Aus- 1 alle Menschen Rvsch haschanah. der Einheit den!11 Völkern vor- Zwietracht und hoiar muß aus )er Schosar, die Menschheit verge Posaune des iit; - Ivenn es ״d Parteien zugeipalten, dann ie Verdriideruug »er Alle Eines uns Alle sried- :f daß sich an aunenklang verer!" II. Meine Freunde! Haben wir auch soeben behauptet, daß das Judenthum Alles ״ תמיםganz und ungetheilt" fordert und Geb röchenes und Zer stückt es nicht mag, nicht wil, so gibt es doch eine Sache, die Gott nicht anders, als nur gebrochen und zermalmt wünscht und fordert. Ihr wisset ja. was ich meine: ״ein g e b r o ch enes und zermalmtes Herz verschmähst Du nicht, o Herr; Dein liebstes Opfer ist ein zerbrochener Geist." (Pf. 51, 19.) Also ein gebrochenes d. i. d e m ü t h i g e s Herz will Gott, ja! einen gebrochenen d. i. demüthigen Geist wün!cht Gott, ja! und das widerspricht unserer ersten Behauptung nicht, steht vielmehr in vollem Einklänge mit derselben. Die Menschen in ihrer Gesammtheit sollen wohl ganz, einig und ungetheilt vor Gott dastehen; der einzelne Mensch aber darf sich nicht einbilden, daß er etwas Ganzes, Fertiges und Vollendetes sei, er muß vielmehr stets im Auge haben, daß er mangelhaft und unvollkommen, daß er gleichsam nur ein Bruchstück sei, und ganz und vollendet erst wird mit Gott, in Gott, durch Gott. Allein. — sagt dieThorah — ohne Gott, bist du Mensch nur etwas Halbes, Unvollkommenes; תמים תהיה etwas Ganzes und Vollendetes wirst du erst "עם ת ״ אלהיךm i t dem Ewigen, Deinem Gotte." Allein — ohne Gott — bist du Mensch ein Haufen Staub, eine Scholle Erde; — mit Gott, durch Gott, wirst du ein geistbegabtes Wesen, ein Ebenbild Gottes, ein Mensch. Allein — ohne Gott -- bist du voll unlauterer Begierden, voll niedriger Lüste, voll Lhierischer Leidenschaft, mit Gott, durch Gott, bezähmst du die Begierde, bezwingst du deine Lüste, besiegst du deine Leidenschaft. Allein — ohne Gott — bist du hilflos in der Noth, rathlos im Unglück, und trostlos wenn deine letzte Stunde schlägt, mit Gott, durch Gott erhältst du Rath und Hilfe in der Stunde des Unglücks, und den Trost der Unsterblichkeit in der Todesstunde; mit einem Wort', wohin du dich kehrst und wendest, siehst du, merkst du deine Mangelhaftigkeit und Unvollkommenheit, siehst du, merkst du, daß du etwas Ganzes und Vollendetes nur werden kannst ״ עם ה" אלקיךmit dem Ewigen, deinem Gotte." Ist der Mensch aber unvollkommen und unvollendet, darf er stolz und hochmüthig, muß er nicht demüthig und bescheiden sein? nicht mit Abraham sprechen: 1) ואנכי עפר ואפר. B. M. 18, 27)

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