Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 2 (1875-1876)
- Issue
- 1 (10.1875)
- Date
- 1875-10-01
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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V* 4 So tritt das neue Jahr mit herzerquickenden Worten in unseren Kreis: ״ לאמר י״י יהיה ביני ובינךsprechend: Gott sei zwischen mir und Dir!" Ja, ״mit Gott" treten wir getrosten Muthes ein durch die Pforten des neuen Jahres. Was es uns bringen wird, — wir wissen's nicht — 1״ ענן וערפל םביביes ist in Nebelwolken gehüllt;" aber das Eine wissen wir, ״ צדק ומשפט מכון בסאוdaß Billigkeit und Gerechtigkeit die Stützen seines Thrones bilden", und Eines geloben wir im Namen Gottes, daß weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Freud' noch Leid, weder Wohl noch Weh', weder Glück noch Unglück, weder Leben noch Tod im Stande sein sollen, uns zu trennen vom Glauben an Gott, vom Vertrauen auf seine Vaterhuld, unter der wir geborgen sind allezeit!!יי יהיה ביני ובינך - עד עולב ״Gott sei zwischen mir und Dir, geliebte Gottesgemeinde — immerdar", Er schreibe uns allesammt ein: לחיים טובים ארוביב ושלוב ״zu einem Leben dauernden Glückes und beglückenden Friedens!" A m e n. & 11. Predigt für den ersten Weujahrstag von Dr. Adolph Schwarz, Stadtu. Bezirksrabbiner in Carlsruhe. Meine andächtigen Zuhörer! Der weihevolle Tag, der uns heute des Lebens rastloser Arbeit entrückt und über den engen Kreis der Alltäglichkeit weit emporhebt, von dessen reichem Inhalte und hoher Bedeutung wir alle tief durchdrungen sind, weil erhebende Gefühle ihn unserem Herzen ankündigen, der keiner Erklärung durch Worte bedarf, weil er selbst in Empfindungen sich äußert, dieser Tag, m. A., ist kein Neujahrstag im gewöhnlichen oder natürlichen Sinne des Wortes, den etwa der Zeiten kreisender Lauf oder Jahr- Hunderte hindurch geübter Brauch eingesetzt und geheiligt, sondern 'זה היום עשה ה es ist ein Tag, den uns Gott der Herr geschenkt, ein Neujahrstag, den uns die aus des Herzens Tiefen entspringende Religion geschaffen. Nicht will er Dir künden, was in grauer Voril ׳•! p