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Israelitisches Predigt-Magazin · 1877-01-01 · 4 (1877) · p. Seite 311

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
3 (1877)
Issue
4 (1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 311 (sequence 59)
Language
German
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311 0זעמו רגע׳ ברכו' ז, nach Menschenrechnung 3J/2 Jahr und Israel erstand wieder znm kräftigen Leben von den Answüchsen befreit, den fremden Schlacken gesäubert, stärker denn je, ehrfurchtgebietender wie vordem. Das Werkzeug, dessen sich die Allmacht Gottes bediente um den Selbstvergötterer mit sammt seinen Vergötterern und Götzen zu stürzen — war ein hochbetagter Greis M a t t i s j a h u mit Namen, aus dem edlen Priestergeschlecht der Hasmonüer. Aus dem kleinen Städtchen Mod in, drei Meilen von Jerusalem, erstand in dem alten Mattisjahu und seinen fünf Heldensöhnen Hilfe und Rettung für ganz Judäa. Wie eine im Rollen anwachsende Lawine, vermehrte sich das Häuflein todesverachtender Männer, die unter das makk. Banner, auf welchem weithin die Inschrift .מי כמוך באלים ר erglänzte, alle Diejenigen schaarten, die lieber den Tod, als die Schmach ertrugen und schon im Vertrauen auf die gerechte, heilige Sache die Siegeszuversicht erblickten. Ihr Vertrauen sollte kein trügerisches sein. Bald sollten sie erfahren: אץ לה׳ מעצור להושיע ברב או מעם ״die geringe Zahl sei kein Hinderniß bei Gott, um seinen Getreuen zum Siege zu verhelfen." Schlag auf Schlag, Niederläge auf Niederlage folgend, mußten des syrisch-macedonischen Tyrannen feile, feige Söldnerschaaren, des löwenmuthigen Juda Makkabi zerschmetternden Hammer fühlen und der kriegserprobte, glänzend, ja sogar mit kriegsdienstlichen Elephanten ausgerüstete Feind zerschlug sich an den Rissen und Felsen von Bethhoron, Emaus und Beth-Zur blutig die Köpfe, indeß Juda mit seinen zehntausend Heldenmannen unter Triumphliedern, deren Kehrvers lautete: הודו לה׳ כי טוב ובו׳ ״Preiset Adonai, denn gütig ist er, ewig währt seine Gnade", mit hocherhobenem Haupt von der Wahlstätte herrlicher Siege — zum noch herrlicheren Sieg sich aufraffte, nach Jerusalem zog, Tempel und heilige Gerüthschaften neu weihend, nachdem sie 372 Jahre entweiht gewesen. Dies geschah am 25. Kislew 165 vor der üblichen Zeitrechnung. Und während der Nrme des Antiochius Epiphanes, der schon bei den Zeitgenossen als Epimanes, der Wahnwitzige verspottet ward, dem brand-

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