Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 3 (1877)
- Issue
- 4 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 287 (sequence 35)
- Language
- German
- Belongs to
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zu ihm alle Völker und viele Nationen zu ihm ziehn und sprechen: ״Wohlan, lasset uns hinaufgehn zum Berge des Ewigen, zum Hause des Gottes Jacob's, daß er uns lehre von seinen Wegen und wir wandeln auf seinen Pfaden, denn von Zion wird ausgchn die Lehre und das Wort des Ewigen von Jersalem." Amen. VII. Die Krane des Greisenslters. Uredigt zum Abschnitt היי ש1*ה Von Rabbiner Dr. A. Le 1vin. I. a. V.! Verschieden schätzen wir des Lebens Güter, wenn wir sie such en, wenn wir erlangt sie haben. Was wir wünschen, was noch im Schooße der Zukunft sich uns birgt, das erscheint fehler- und makellos, durchaus erstrebenswerth. Alles was uns bedrücket, was uns beenget, vermeinen wir, wird schwinden, wenn wir unser sehen, wonach unser Sehnen ist gerichtet! Doch anders stellt sich's dar, so wir am Ziele angekommen, so der Erfolg unser Streben gekrönet hat. Ist die erste Freude ob des Erlangten verraucht, sehen wir uns im Besitze, dann beginnen auch die Mängel fühlbar zu werden, die allem Irdischen anhaften. Dann sind wir wieder allzuleicht gereizt, zu verwünschen was wir ersehnt — mit Schmäh- und Tadelrede herabzusetzen, wofür vorher kein Lob ausreichend uns geschienen. Wir fühlen sodann wieder fast allein die Schattenseiten; entschwunden, — kaum bemerkbar sind die Lichtmomente, die so verführerisch uns angelockt haben! Besonders deutlich, m. Th., tritt hervor ein solcher Gegensatz und Widerspruch in dem Wünschen jedes Menschen, daß lang sich dehne seines Lebens Dauer, daß ein hohes Alter er erreiche. Ist Gewährung diesem Wunsch geworden — schwindet