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Israelitisches Predigt-Magazin · 1877-01-01 · 4 (1877) · p. Seite 260

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
3 (1877)
Issue
4 (1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 260 (sequence 8)
Language
German
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260 — von der Urstiinme, die Gott ihm zugerufen, sich abwenden und schon zu Enosch's Zeit 'אז הוחל לקרא בשם ה Fremdes mit Gottes Namen benennen; bis die Verworfenheit so zunimmt, daß wir aus dem Munde des Herrn es vernehmen müssen רבה רעת האדם וכל יצר מחשבות לבו רק רע בל ״ היוםdaß groß sei die Bosheit des Menschen und alles Dichten der Gedanken seines Herzens nur bös den ganzen Tag!" Wir werden in dem Wochenabschnitt zum Schlüsse bis an den Anfang des Endes des ganzen Menschengeschlechtes geführt. — Die Vernichtung ragt drohend herein und das fast Undenkbare wird ausgesprochen ״ ותחם ייGott bereut es, daß er den Menschen geschaffen!" Wir vernehmen den Beschluß, der das Werk Gottes, das Geschöpf seiner Hände, dem Untergange weiht: א^הה את האדם אשר בראתי ובזי ״Vertilgen will ich den Menschen, den ich geschaffen, von dem Angesichte der Erde fort!" und wenn nicht zum Schluffe, wie ein Sonnenstrahl in die finstere Wolke, das tröstende Wort ertönte ״ ונה מצא חן בויNoach aber fand Gunst in den Augen des Herrn" — wir müßten mit der Aussicht aus gänzliche Vernichtung schließen, und mit Verzweiflung dem Untergange der ganzen Menschheit entgegensehen. — Wohl ist der Gegensatz beachtenswerth, der so zwischen dem Schluß der Thora und ihrem Beginne sich zeigt. Dort ist Alles Friede, Versöhnung, Segen — selbst das ungestillte Sehnen in Mosche's Brust löst sich in dem Blick, den Gott ihm vergönnt, hinein in das Land des Verheißung — und sein Tod ist das Ende einer segensreichen Laufbahn in höchster Seligkeit על סי ה׳ ״durch Gottes Mund" — während hier im Beginne, Alles zum Untergang, zum Verderben drängt! Was anders will uns das lehren — als das Geschick der Menschheit, die von Gott sich wendet, die ohne Gott und gegen seinen Willen ihr Ziel zu erreichen hofft; was anders als die Gnade Gottes, der seinen irrenden, verirrten Kindern durch seine Thora den Weg des Lebens zeigt, den Weg, den sie nimmer aus eigner Kraft gefunden hätten! Vom Fluche zum Segen, vom Untergange zur Errettung,

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