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Israelitisches Predigt-Magazin · 1877-01-01 · 3 (1877) · p. Seite 219

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
3 (1877)
Issue
3 (1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 219 (sequence 55)
Language
German
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219 II. Die Gaben zur Altsrweihe. Hrauungsrede zu 5637 פ' נשא von Oberrabbiner Dr- A. Ko Hut. G. Brautpaar! Als die Stiftshütte, so erzählt der Wochenabschnitt, bereits in herrlicher Schöne prangte und man sich anschickte die Altarweihe festlich zu begehen, da erschienen auch die .fürstlichen Stammhäupter Israels mit Ihren Weihgescheuten. Obwohl diese sehr kostbar waren, erzählen unsere alten Lehrer, ״ הביאו אבני שוהם והמלואיםobwohl sie Edelsteine nnt sammt ihren Einfassungen brachten", war doch Moses unschlüssig, ob er die so spät dargereichten Geschenke annehmen solle. Allein Gott erösfnete ihm: קח מאתם והיו לעבוד אה ״ עבדת אהל מיעדnimm sie an von ihnen, nur sollen dieselben zum Dienste bei dem Stiftzelte verwendet werden, איש בבי עבדהו jegliches zu seiner Dienftverrichtung." Es soll hier ein verdeckter Tadel gegen die ״Großen" — wie nach schlechtem Sprachgebrauch die Reichen in Israel genannt werden — ausgesprochen werden, welche zumeist erst dann mit ihren Gaben zu gemeinnützigen Zwecken sich einsinden, wenn bereits das Volk seine abgekargten Zehrpfennige aus den Altar des Herrn niedergelegt hat. Allein auch die spät dargereichte Gabe, wenn nicht bloß damit geflunkert wird und nicht die eigene, sondern des Altars Verherrlichung bezweckt wird, findet bei Gott wohlgefällige Ausnahme. Diese Worte enthalten auch einen weisen Wink für die Schließung des ehelichen Bundes. Heutzutage findet man sich in Israel spät ein zur Weihe des ehelichen Altars, man will eben Gold und Edelsteine, — und die wollen erst zusammengerafft sein, — zur allgemeinen Schau aus ihn legen, allein nur die zur wirklichen Tempel- und Altarweihe dienenden Gaben sind Gott wohlgefällig, und diese Gaben sind: ein frommer Sinn, ein empfängliches, für das Schöne und Gute hochschlagendes Herz

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