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Israelitisches Predigt-Magazin · 1877-01-01 · 3 (1877) · p. Seite 217

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
3 (1877)
Issue
3 (1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 217 (sequence 53)
Language
German
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217 bürgt uns die eigene Erziehung, das nimmer aus dem Herzen schwindende Vorbild des väterlichen Hauses. .!חדר יהיו תמים ״ אל ראשו אל הטבעת האחתVereint mit Ihrer Gattin, die Ihnen heute durch den Tjrauring angetraut wird, werden Sie dieses Hauptziel anstreben", Glauben und Wissenschaft zu einem harmonischen Ganzen zu vermählen. Doch die Wissenschaft erleuchtet den Geist, läßt aber das Herz kalt, und damit auch dieses erwärmt werde, darf in Ihrem Hause das zweite, mit einem Kranze versehene Tempelgeräth nicht fehlen, der Altar — jener Altar, auf dem die Flammen der Liebe lodern, und Ihnen, werthgesch. Braut, fällt die heilige Aufgabe anheim, die Priesterin -u sein, die Sorge zu tragen hat, daß ״ אש תמיד תוקד על המזבחdaß dieses beständige Feuer nie verlösche!" ״ תוכו רצוף אהבהIm In neren des Hanfes muß die Liebe walten." Ja das Hauptziel Ihres Bestrebens muß sein, das Haus dem Gatten zu einem Lieblingsausenthalt, zu einem freundlichen Asyl zu machen. Wenn er heimkehrt, erschöpft von den Anstrengungen seiner Berufspflichten, hier muß er Erholung und Beseeligung finden, in der Freudlichkeit, Sanftmuth und Liebe der entgegenkomwenden Gattin, die hierdurch dem Gatten die ernsten Pflichten des Berufes erleichtert und erheitert. Dann werden Sie es inne werden, daß nicht in den Aeußerlichkeiten des Lebens, nicht in dem Glanze und Flitter des Hauses, sondern in der jtillfnedlichen Häuslichkeit das wahrhafte ehelige Glück zu suchen und zu finden ist. Ja, das häusliche Glück, die stille Zufriedenheit des Herzens innerhalb der engbegrenzten Umfriedung des Hauses, das ist der Keim und die Blüthe, das ist die Wurzel und zugleich die Frucht aller menschlichen Glückseeligkeit; das ist's, was der der weise König uns zuruft: ״ ראה היים עם האשת אשר אהבתDen Inhalt und Gehalt des Lebens erblicke an der Seite, in Gemeinschaft mit einer liebenden Gattin!" ״Wer ohne Gattin durch's Leben geht, entbehrt der Häuslichkeit!" Und gesellt sich nun noch gar der dritte Kranz hinzu, der des Tisches, — ich verstehe darunter die jüdische Erb-

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