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Israelitisches Predigt-Magazin · 1877-01-01 · 3 (1877) · p. Seite 216

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
3 (1877)
Issue
3 (1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 216 (sequence 52)
Language
German
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— 216 — der unser dieswöchentlicher Bibelabschnitt uns die nöthigen Andeutungen ertheilet. Denn auch. er berichtet uns von dem Aufbau eines Heiligthums, das die Kinder Israel dem Herrn errichteten auf Gottes Geheiß: ״Sie sollen mir ein Heiligthum errichten, auf daß ich wohne unter ihnen!" Unter den Geräthen für das Heiligthum erblicken wir drei besonders ausgezeichnete, mit einem ״ זר זהבgoldenen Kranze" versehen, diese sind: Die Bundeslade, der Altar und der heilige Tisch. So Sie nun, m. g. Bpaar, Ihr neu zu begründendes Haus ebenfalls zu einem ״ מקדש מעטzu einen: Tempel im Kleinen" weihend gestalten wollen, was ist Mgerichtiger, als daß darin ebenfalls die drei genannten Tempelgeräthe in ihrer selbstredenden symbolischen Bedeutung nicht fehlen. Da darf vor Allem nicht fehlen die Bund es lade, in der das Zeugniß des Herrn lag, der Gesammtinhalt der jüd. Religion. Ja Religion, das sei der schönste Kranz, mit dem Sie Ihr Haus schmücken, sie ist es, die dem Hause die reinste Weihe verleiht, die über Alles den Abglanz des Göttlichen ergießet, die das Haus zum wahren Tempel macht, uns erhebet über den Dunstkreis des Niedrigen und Gemeinen, und das Leben in einem höheren Lichte erscheinen läßt. Heil dem Hause, doppelt Heil, wo neben der Religion auch die Wissenschaft ihren Wohnsitz aufschlägt, und beide innig verschwistert, Hand in Hand gehen. Brauche ich Ihnen, g. Bräütig., der Sie selbst geziert sind mit der Krone der Wissenschaft, brauche ich Ihnen die reinen Freuden aufzuzählen, die jeder nun ausgefundene Gedanke, jede entdeckte Wahrheit im Reiche der Wissenschaft gewährt? Wessen Loos in's Liebliche gefallen ist, sich versenken zu können in das Geschichtsleben der Völker, wem der schöne Beruf ist geworden, die Geschichte unseres Volkes zu studiren und zu lehren, der wird die relig. Institutionen dieses Volkes, die ja mit seiner Geschichte zusammenfallen, hoch und heilig halten, der wird Sorge tragen, daß sein Haus, um es mit einem Worte zu bezeichnen — ein jüdische s sei. Dafür bürgt mir Ihr hochheiliger Beruf, dafür

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