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Israelitisches Predigt-Magazin · 1877-01-01 · 3 (1877) · p. Seite 185

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
3 (1877)
Issue
3 (1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 185 (sequence 21)
Language
German
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zum Preise des Einig-Einzigen, des Gottes Israels ertönen; während der ganzen Badezeit, von dem Augenblicke an, wo der Frühling erwacht und die Vlüthenkelche öffnet, bis im Herbste die letzten Früchte sind reif geworden, und der Erntefegen ist eingeheimst, mögen hier die Töne des Gebets und der Andacht erschallen und in den Herzen der gläubig An- ' d'ächtigen Wiederhall wecken, sie bald hinabführen in die Tiefen des Gemüths, bald auf mächtigen Schwingen hinauftragen zur Sonnenhöhe der Erkenntniß und des Glaubens, des Vertrauens und der Hoffnung. Hier, in diesem Raume soll Jsraels Zunge seinen Gott preisen und verherrlichen, hier sollen reine, weihevolle Gebete als wohlgefällige Opfer zu Gott emporsteigen, hier soll jedes Knie nur ihm, dem Einig-Einzigen, dem mächtigen König der Ehren, sich beugen und jede Zunge ihm nur schwören. Dann, m. a. Z., wird jeder Kranke, der durch die Pforten dieses Hauses einzieht, geheilt von dannen gehen, jeder Gebeugte wird ausgerichtet weiterziehen und den Balsam des Trostes von hinnen nehmen, — und wer auch immer an dieser Stätte Erbauung, Erquickung, Belehrung, und Tröstung empfangen hat, wird nicht blos beim Eintritt in diesen Raum, beim Beginne des Gottesdienstes, sondern auch, wie er erbaut und getröstet von hinnen geht, einsallen in die Worte: '״ מה טבו ו גO, wie schön sind diese Zelte Jacobs, diese Wohnungen Israels!" - III. Wir haben, m. a. Z., erst vorige Woche mit dem 9. Ab. in stiller Sammlung jene trauervolle Erinnerungszeit begangen, die Jahr aus Jahr ein der untergegangenen Herrlichkeit Jsraels gewidmet ist, und die jeder gläubige Sohn Israels wehmuthsvoll wie ein Kind begeht, das den Sterbetag seiner alten, ehrwürdigen Mutter betrauert. Diese Erinnerungszeit versetzt uns wieder einmal in jene Tage, da Jerusalem ein Schutt- Haufen und der heilige Tempel eine Trauerstätte geworden, da Ströme Bluts den Ort bezeichneten, wo unsere Väter männlich und heldenmüthig ihre Religion und jeden Zoll ihres

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