Israelitisches Predigt-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt-Magazin
- Volume
- 3 (1877)
- Issue
- 1 (1877)
- Date
- 1877-01-01
- Page
- Seite 52 (sequence 52)
- Language
- German
- Belongs to
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Einsicht, nach seinem unerforschlichen Rathschluß מי יעני ומי ״ יעשר ׳מי ישפל ומי ירוםWer reich, und wer arm, wer hoch oben, und wer tief unten stehen soll", — und wir Menschen, jeder Einzelne von uns Muß mit seinem Loose, mit seinem Geschicke zufrieden sein. Was wir aber am Rosch haschana und Jom Kippur erkannt und bekannt in religiöser, das ruft uns Gott der Herr am Succoth zu in socialer Beziehung. Nicht die Natur, sondern Gott regiert und be- Hers Ft die Menschheit. Ihr Israeliten, ruft Gott, braucht euch keinen Vorwurf, keine Gewissensbisse zu machen, "באספך מנרנך ומיקבך" wenn ihr eure Speicher und Kelter mit Segen und Glücksgütern füllet", daß ihr dadurch etwa den Armen und Dürftigen beraubet! ולקחתם לכם־מכלכם Nehmet und genießet doch freudig und frohen Herzens von dem, was euer Eigenthum ist, es ist mein Segen, den ich Euch verliehen, nehmet davon nach Herzenslust und freuet euch vor dem Ewigen eurem Gotte"! (3. B. M. 23, 40.) Zum Schluffe, m. A., noch einen Blick auf unseren Feststrauß mit seinen ״vier Fruchtarten", auch er sagt uns, daß der Reichthum des Ethrog nicht Schuld trägt an der Armuth der Arabah (Bachweide), sondern Reichthum wie Armuth Gottes Wille und Gottes Werk sei!! III. Die Naturanbeter, m. A., die heutigen Socialisten und ihre Gesinnungsgenossen, bestreiten unsere Theorie, wollen von Gott und seinem ״Segen" nichts hören noch wissen; die Natur, sagen sie, hat allen Menschen gleiche Rechte verliehen, alle Menschen haben gleichen Antheil an ihren Gütern, denn was sie bietet, bietet sie Allen zu gleichen Theilen, warum soll nun der Eine in Ueberfluß und der Andere in Armuth und Dürftigkeit leben!! Ich frage Euch, m. A.: Ist es nicht Lhöricht, also zu sprechen! Können wir diese Verirrten nicht mit ihren» eigenen Waffen schlagen! Hat denn die Natur wirklich ihre Güter an die Menschen, Völker und Nationen in gleicher Weise vertheilt! Gibt es nicht Länder, die von