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Israelitisches Predigt-Magazin · 1877-01-01 · 1 (1877) · p. Seite 4

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Journal
Israelitisches Predigt-Magazin
Volume
3 (1877)
Issue
1 (1877)
Date
1877-01-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Worten vorgeführt, und diese Gottesstimme ist es in der That, die wir noch heute vernehmen, und deren Wirkung auch heute noch sich an uns offenbart! Suchen wir uns dieses zum vollen Bewußtsein zu bringen, aus daß aus des Jahres Beginn uns Segen ausströme auf das ganze Jahr. Amen. I. ״Sie hörten die Stimme Gottes, des Ewigen, wandeln im Garten in der Richtung des Tages, und es verbarg sich der Mensch und sein Weib vor Gott, dem Ewigen, unter den Bäumen des Gartens. Da ries der Ewige den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist Du?" M. A.! Gewiß sind wir berechtigt, das Wort האדם nicht blos als Eigennamen, sondern auch als Gattungsbegriff zu fassen, es nicht blos mit ״Adam", sondern auch mit ״Mensch" zu übersetzen, den hier erzählten Vorgang aus die Menschen aller Zeiten zu übertragen? Einen Garten hatte der Herr dem ersten Menschenpaare gepflanzt und ihn ausgestattet mit einer wunderbaren Fülle, ״jeder Baum in ihm lieblich zum Ansehen und gut zum Genüsse". Jenes alte Paradies, längst ist es uns verloren gegangen — und doch, leben nicht auch wir in einen: Garten, den gleichfalls gepflanzt die Hände des Herrn? Ist nicht die ganze Welt eine מטע ה׳ להתפאר eine Gottespflanzung zum Ruhm und Stolz, eine Gottespflanzung von Pracht und Herrlichkeit, von der höchsten Vollendung und Vollkommenheit? Wohin wir auch unsere Blicke richten, von der Ceder des Libanon bis zum niedrigsten Gebüsch, — Alles ist gut, Alles erfüllt aus das Großartigste seinen Zweck, undenkbar ist etwas Schöneres und Herrlicheres, als der große Garten der Natur, dessen Früchte die Menschheit seit Jahrtausenden genießt. Und meint Ihr, daß der Herr, nachdem er diesen Garten gepflanzt und die Erdenkinder in ihn gesetzt, daß er seit jener Zeit sich aus demselben ganz zurückgezogen, um von den himmlischen Höhen aus unthätig ihren Lustgängen zuzuschauen und gar nicht mehr einzugreisen in ihre Handlungen, sie gar

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