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Jüdische Wochenschau · 1968-11-08 · 2293 (8.11.1968) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2293 (8.11.1968)
Date
1968-11-08
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — Vier«««), S de Nevieaabrc «te t9ti8 .. SEMANA ISBAELITA ' " Ereignisse der Woche Nächum Goldmann in Bs. Aires Nach Beendigung der 5. lateinamerikanischen Konferenz des Jüdischen Weltkongresses kam der Präsident dieser Organisation Dr. Nachum Goldmann geneinsam mit dem Generalsekretär Dr. Gerhard JRieg- *er für zwei Tage nach Buenos Aires. Die Gross- Veranstaltung im Theater 4er Hebraica. zu der Hunderte keinen Einlass fanden, wurde durch Dr. Moi- *e« Goldmann, den Präsidenten der lateinamerikanischen Exekutive, mit Worten der Begrüssung eingeleitet. Die Ansprache Dr. Naehum Goldmanns war viel mehr als eine „Rede“, sie wurde zu einer Analyse der jüdischen Situation in dieser Zeit. Goldmann sagte, dass wir uns daran gewöhnen müssten, nicht die Fassade zu sehen, sondern hinter die Bühne zu schauen, denn dort wird das Schicksal der Welt entschieden. Andere Kräfte sind auf der weltpolitischen Bühne erschienen. Trotz der von den meisten nicht erwarteten Gründung der Medinath Israel vor 20 Jahren, sollen wir unsere Situation nicht zu optimistisch betrachten. Der Antisemitismus von links, der sich heute noch hinter dem Begriff des Antizionismus verbirgt, ist eine Tatsache und das Versagen und die Passivität der demokratischen Länder bei vielen Gelegenheiten zwingt «ns. unser Schicksal in unsere eigenen Hände zu nehmen. Ein Volk geht zu Grunde, wenn es keinen Lebenswillen beweist und ohne Jugend bleibt. Unsere Generation steht noch unter dem Eindruck zweier gewaltiger Erlebnisse dieser Zeit: der Hitler-Epocbe und der Gründung Israels. Aber wo bleibt die Jugend, wie und was denkt sie? Für sie ist der Nazismus eine traurige Vergangenheit und Medinath Israel eine Selbstverständlichkeit. Und wir müssen der Jugend sagen, dass die Lehren von drei jüdischen Mär.nern die Welt beeinflussen. Karl Marx. Albert Einstein und Sigfrid Freud. Israel darf und kann nicht ein kleiner Staat, wie viele andere sein, sondern muss sich in ein Kulturzentrum verwandeln, auf das das jüdische Volk und besonders seine Jugend mit Stolz sieht und zur Alijah überzeugt wird. Wir können nicht vergessen, dass 80 Prozent des jüdischen Volkes in der Galuth lebt und diese den einzig wirklichen überzeugten Alliierten Israels darstellen. Gold mann schloss seine Ausführungen ,die jubelnden Beifall fanden, mit der Bemerkung, wir seien ein einzigartiges Volk, nicht besser und nicht schlechter als andere, aber in der kurzei Zeitspanne von 10 oder 12 Jahren haben wir nicht nur den Tiefpunkt unserer Geschichte, sondern auch den Höhepunkt mit der Proklamation des jüdischen Staates erlebt. (C. H.) CAT EC A SA. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma Ein Jubilaeum der UN Die DA1A veranstaltete aus Anlass des 23. Jahrestages der Vereinten Nationen ein Essen, an dem neben dem Botschafter Israels in Argentinien Dr. Nachum Goldmann, der Ex-Präsident der Zionistischen Organisation und Präsident des Jüdischen Weltkongresses teilnahm. Dr. Goldmann ergriff, nach einleitenden Worten Dr. Goldenbergs, des DAIA- Präsidenten, das Wort und unterstrich die Bedeutung, die nach seiner Meinung den UN zukommt. Es bestehe die dringende Notwendigkeit, so führte Dr. Goldmann aus, von neuem die UN populär zu machen. Mehr als jede andere Gruppe ”on Menschen sind wir an der Organisation der Vereinten Nationen interessiert. Wir müssen ihr Prestige stärken, damit sie kraftvoller werde, um allen nationalistischen Tendenzen entgegenzutreten, die durch ihre Brutalität und ihren Egoismus eine ständige Bedrohung für den Weltfrieden darstellen. — Obwohl sicherlich die Mehrheit der Anwesenden im Prinzip der Auffassung Dr. Goldmanns zustimmten, gehört ein'grosser Optimismus dazu, Vertrauen in die UN zu haben, die gerade Israel und das jüdische Volk immer wieder in den letzten Jahren enttäuschten. Das sollte allerdings nicht aussehliessen, die grosse politische Linie zu erkennen, die Nachum Goldmann bei dieser Gelegenheit aufzeichnete. Loesung: Alijah Unter den vielen Problemen des jüdischen Lebens, die auf der 5. lateinamerikanischen Konferenz des Jüdischen Weltkongresses behandelt worden sind, beschäftigte sich eine Sonderkommission mit der Frage der Alijah, d.h. der Einwanderung nach Israel. In der Alijah ist die wirklich tiefgehende Lösung des jüdischen Problems in der Welt zu erblicken, so äusserte sich diese Kommission, die ^HtkUS Dl W económicas li| ' contadores públicos nocionales consultores de;empresas ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES ANONIMAS a LA FOREST A FORESTA mit dieser Feststellung eine alte zionistische Wahrheit zum Ausdruck gebracht hat. Um dieses Ziel zu erreichen. sei eine gründliche Ausbildung der Jugend in hebräischen Schulen erforderlich sowie eine Verbreitung der jüdischen Kultur. Die territorialen zionistischen Bewegungen sollen verstärkt werden, um in Gemeinschaft mit den verschiedenen Gemeinden tKebillot) die erforderliche erzieherische Aufgabe erfüllen zu können. Die Resolution ist wahrscheinlich die wichtigste, die auf der Konferenz gefasst oder behandelt worden ist. Hier handelt es sich nicht nur um eine theoretische, sondern um eine höchst praktische Frage, eine Formulierung, die man auch umgekehrt gebrauchen kann; hier geht es nicht nur um Bewährung in der Praxis, sondern auch um Erkenntnis. Dass die systematische Uebersiedlung der Juden aus den Ländern der Zerstreuung die einzig tragbare und Erfolg versprechende Lösung der leidigen Judenfrage ist, erkannte bereits | Herzi. Dennoch leben noch! heute, mehr als 70 Jahre nach dem Ersten Zionistenkongress, mehr als 50 Jahre nach der Balfour-Deklaration und mehr als 20 Jahre seit der Gründung des Staates Israel rund 80 Prozent aller Juden ausserhalb ihres Staates, von dem die meisten mit dem grössten Stolz und einer ehrlichen Begeisterung sprechen, aber nicht in seinen Grenzen leben. Die Frage der Alijah ist aber nicht allein ein Problem für die Juden in der Galut, sondern auch eine Lebensfrage für Israel selbst. Nur 20 Jahre haben genügt, aus dem Staat Israel. der zunächst der Staat eines Volkes ohne Raum war, einen Staat zu machen, der über einen Raum ohne Volk verfügt. Wenn es nicht gelingt, in den nächsten 10, höchstens 20 Jahren die leeren Räume Israels mit jüdischer Jugend zu besiedeln, muss man hierin eine grössere Gefahr für die Existenz des Staates Israel erblicken als in der arabischen Bedrohung. Unser Volk hat schon viele politische Fehler begangen, seitdem ihm die Möglichkeit gegeben wurde, über sein Schicksal selbst zu entscheiden. Möge es endlich verstehen, dass es nur eine gültige Antwort auf die jüdische Not, das jüdische Leiden und die st°ndigen Angriffe gegen die Juden von aussen gibt: Aufbau Israels durch Alijah. Zwischenfall mit der Jugend Zu einer eigenen Einrichtung auf unseren jüdischen Kongressen, gehört offensichtlich das etwas ungewöhnliche Auftreten jugendlicher Delegierter, die meist auch schon nicht mehr „Jugendliche“ sind, wohl aber meinen, sie müssten ihre Ansichten durch ein auffallendes oder gar rüpelhaftes Verhalten kund tun. Der „rote Danny“, Daniel Cohn-Bendit, linksradikaler Führer der französischen und der deutschen Studentenschaft, ist offensichtlich auch das Idol der jüdischen, d.h. zionistischen Jugend Lateinamerikas, deren Forderungen von uns voll unterschrieben werden, die sich auf das Primat des Zionismus, die Bedeutung der zionistischen Jugendarbeit und andere grundlegende Fragen des zionistischen und chaluzischen Lebens beziehen. Dass aber lautes Auftreten erforderlich wäre, um diesen Forderungen Gewicht zu verleihen, ist ein (jugendlicher) IrrtUm. Es gibt auch nicht einen IHo XlIX. — N* 22*3 einzigen verantwortlichen Leiter unserer Institutionen, der sich den Forderungen der Jugend opponierend entgegenstellen würde. Im Gegenteil!: Wir warten alle, dass die Jugend sich selbst ernst nimmt und ihre Forderungen realisiert. So sagte Dr. Perlman, argentinischer Chaluz. Arzt und Berufsmilitär in Israel, der einen Arm in der Schlacht verloren hat, der laut auftretenden Jugend beim Zionistenkongress ■ in Jerusalem (Juni dieses Jahres): Hier in Israel braucht die Jugend nicht um ihr Recht zu kämpfen. Sie hat alle Rechte, die sie will. Hier gilt es für . die Freiheit des jüdischen Volkes und die Sicherheit unseres Landes zu kämpfen. Jeder ist gerufen und jeder hat seinen Platz in unserer israelischen Gesellschaft. Diese, hier sinngemäss wiedergegebenen Worte eines Mannes, der seine grosse menschliche Qualifikation bewiesen hat, gelten auch für die jüdische Jugend in der Galut,; vor allem aber für diejenigen, die sich selbst den Ehrentitel Zionisten beilegen. Nicht in theoretischen Manifesten, sondern durch die Tat bewährt sich der jüdische Jugendliche. indem er seine eigenen Ideale erfüllt und zur Alijah geht. — Abschied von Finkeistein Auf dem letzten Zionistenkongress in Jerusalem wurde Chaim Finkeistein in die Zionistische Executive gewählt und mit der Leitung des Erziehungs- und Kulturdepartaments beauftragt. Dieses Amt, das vor Jahren der jetzige Staatspräsident Salman Shazar führte, ist bis zur Wahl Finkeisteins von Jizehak Arcabi verwaltet worden. Jetzt hat Arcabi das Amt des israelischen Botschafters in Brasilien angetreten. Finkeistein ist eine in der Welt jüdischer Erziehung ausseroidentlich bekannte Persönlichkeit. Jahre hindurch war er der Direktor > der Scholem Aleehem- Schule in Buenos Aires und hat im Rahmen dieser gro- ssen Lehranstalt weitere Institutionen wie Ramat Schalom und Kinderland geschaffen. Zu seinen Ehren veranstalteten die zentralen Organisationen einen Abschied; bei dieser Gelegenheit wurden die Leistungen und die Persönlichkeit Finkeisteins gewürdigt, — International« Ausstellung In Buenos Aires wurde die. erste internationale Flugzougausstelkmg eröffnet, die in der Rural gezeigt, wird. . An dieser Ausstellung beteiligt sich neben anderen Nationen wie Japan, Nordamerika, Italien, Schweden, Holland, Brasilien und Deutschland auch der Staat Israel. Generalleutnant Ongania, Argentiniens Präsident, eröffnete die Ausstellung und stattete auch dem israelischen Stand seinen Besuch ab, wo er vom Botschafter Israels, D. Moshe Alon, herzlich begriisst wurde. General Ongania befand sich in Begleitung des Chefs der argentinischen Luftwaffe und anderer hoher (Fortsetzung der Ereignisse der Woche auf Seite 5) rr n Die BARMIZWA unseres Sohnes ROBERTO findet s.G.w. am Schabbat Chaje Sara den 16. November 1968 um 8,30 Uhr in der Synagoge Achdut Jisroel, Moldes 2449, statt. Helmut Hammerschlag und Frau Trude geh. Krieger Juana Azurduy 2666, I E Die Barmizwa unseres Sohnes 1 PEDRO RÜBEN finde i ber roth s.G.w. am Schabbat den 16. Novem- 968 um 9 Uhr in der Synagoge Lam- Hakol, Caseros 1450, Florida, statt. Heinz und Lore Brieger , Blas Parera 1465, Florida. 18. Marcheschwan 20. Marcheschwan 21. Marcheschwan 22. Marcheschwan 23. Marcheschwan 24. Marcheschwan 25. Marcheschwan LÜACH-(K ALENDER) Freitag, den 8. November 17. Marcheschwan Zerstörung der Synagogen in Deutschland 9. November 1938 Sonnabend, den 9. November 18- Marcheschw’an Schabbat WAJERO Haftara: 2- Buch Könige, Kap. 4 Sonntag, den 10. November Montag, den 11. November Dienstag, den 12. November Mittwoch, den 13. November Donnerstag, den 14. November Freitag, den 15. November Sonnabend, den 16. November Schabbat CHAJE SARA Haftara: 1. Buch Könige, Kap. 1 Sonntag, den 17. November 26. Marcheschwan Montag, den 18. November 26. Marcheschwan Dienstag, den 19. November 28. Marcheschwan Mittwoch, den 20. November 29. Marcheschwan Erew Rosch Chodesch Donnerstag, den 21. November 29. Marcbeschwan 1. Tag Rosch Chodesch Freitag, den 22. November 30. Marcheschwan 2. Tag Rosch Chodesch Sonnabend, den 23. November Schabbat TOLDOT Haftara: Maleachi, Kap. Sonntag, den 24. November Montag, den 25. November Dienstag, den 26. November 1. Kislew 3. Kislew 3. Kislew 5. Kislew Botschaft f* <** i-iuszeuf' jjfliichf . * wirut 5t»stw * AW Ausstellung der erwecke11' JjKHwbi Pre*# r\«e lud**« .u—/»«. Sa*“- i!:r! jjepiblica «bracht ist, eröffne November eine . In seinen Baume“ mt au( der zablre 2i jüdische PJbto Ken. Wochen« Monatsblätter meinten in dfr ausgegeben werd“ ben sind. Die übt einen Ueber jie Entwicklung sehen Presse Blatt in der jüdiscr wurde in Ladino jüdisch-spanischen de in Amsterdam August 1675 gedruc erste Zeitungsausf jiddischer Sprache am 27. August Die Ausstellung das Publikum ab vember von Sonr Donnerstag zwische 20 Uhr geöffnet am 3. Dezember schlossen. Wir der lobenswerten des Jüdischen Mu grosser Erfolg ist. Atado des Hilfsverein» Zu einem beson ssen Erfolg gesta die Durchführung jährigen Asado der ción Filantrópica (Hilfsverein), Der fand wie jedes Jahr Gelände des Eltern San Miguel statt von einem grosse: kum besucht. Auel nanzielle Erfolg sol kenswert gewesen Wir erblicken hie allgemeine Anerken vom Hilfsverein Arbeit im Dienste gemeinheit. Reisen nach l$r

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