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Jüdische Wochenschau · 1968-10-18 · 2290 (18.10.1968) · p. [Seite 4]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2290 (18.10.1968)
Date
1968-10-18
Page
[Seite 4] (sequence 4)
Language
German, Spanish
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A — Vien»«t, 18 de Octubre de 1968 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Ad« xxix. _ N* tarn Ereignisse der Tagung der CENTRA In den nächsten Wochen Werden einige Tagungen abgehalten werden, die von grosser Bedeutung sein können: in erster Linie die lateinamerikanische Konferenz des Jüdischen Weltkongresses in Montevideo, über die wir bereits berichtet haben und heute weitere Einzelheiten bringen, und dann die Zweijahresversammlung dej- CENTRA, die diesmal in Porto Alegre (Brasilien) gtattfindet. Die CENTRA kann auf ein |2jähriges Bestehen zurückblicken, immerhin eine Zeitspanne, in der man sich ein Urteil über Arbeiten und Leistungen bilden kann Schon bei ihrer Konstituierung waren sich die Gründer darüber einig, dass der Zeitpunkt kommen werde, an dem es keine spezifischen „Centra-Gemeinden“, d h. Gemeinden aus dem aentraleuropäischen Sektor mehr geben werde. Immerhin schien die Zusammenfassung der Kräfte, der Austausch von Meinungen und die gemeinsame Planung bestimmter Aufgaben nützlich und hat sich als ebenso notwendig wie zweckentsprechend erwiesen. Die Tagungen selbst stellen einen Erfolg dar, da das Zusammentreffen von Menschen aus gleichen oder ähnlichen Lebensbedingungen. Interessen und Herkommen Immer Gelegenheit zu Gedankenaustausch gibt und wichtige Anregungen vermittelt, die man sonst nicht erhält. Die von Anfang an projezierte Hilfe für die kleineren Gemeinden ist gele gentlich versucht worden, aber ein Arbeitsgebiet, aüv dem in Zukunft viel mehr geschaffen werden sollte als bisher. Es dürfte interessant sein, dass die CENTRA auf demjenigen Gebiet die grössten Erfolge aufzuweisen hat, auf dem man sie ..eigentlich“ garnicht erwartete, nämlich auf dem Gebiet der Jugendarbeit. Das ist das erfreulichste Kapitel der Centra- Arbeit. Seminare, Kurse und das Ausbildungsjahr in Israel sind nur einige Institutionen, die von der Centra für die Jugendgruppen der angeschlossenen Verbände geschaffen worden sind und erfreulicherweise von der Jugend stark in Anspruch genommen werden. Diese bemerkenswerte Tatsache, dass die Centra auf dem Gebiet der Jugendarbeit erfolgreich war, dürfte die auch heute noch bestehende ,.Lebensberechtigung“ der Centra unterstreichen. Ein weiteres Arbeitsgebiet der Centra ist die Teilnahme am Rabbinerseminar, das bei seiner Schaffung drei Partner hatte; einer davon war die Centra, die auch in den folgenden Jahren stets an den gestellten Aufgaben im Dienste des Seminars teilgenommen hat. Es braucht nicht verschwiegen zu werden, dass die Durchführung, der Aufbau und die Planung des Rabbiner-Seminars mit erheblichen Schwierigkeiten ver¬ Woche | bunden war, und dass es manche Probleme gibt, die diskutiert werden. An dem Erfolg des Seminars braucht man jedoch nicht zweifeln, das bereits heute junge, gut ausgebildete Kräfte — nach Abschluss ihrer rabbinishen Ausbildung — unseren Organisationen und Gemeinden zur Verfügung stellt und damit zur Lösung eines Prob.ems beiträgt, das immer schwieriger wird: neue, geschulte Kräfte der jüdischen Arbeit zuzuführen. — Fragen und Diskussionen Die auf der Centra-Tagung zur Besprechung kommenden Probleme liegen im Rahmen der vorgezeigten Arbeit. Erziehung, kulturelle Programmgestaltung und Erwachsenenbildung, religiöse Fragen, Schule und Elternhaus sowie die Orientierung der Jugend sind einige jener Fragen, die wieder erörtert werden sollen. Als Referenten sind vorgesehen: die Rabbiner Lemle (Rio de Janeiro) und Dr. Pinkus (San Paolo), sowie die Herre . Dr Alfred Hirschberg (San Paolo), Rudi Hirschfeld (Montevideo) und Dr. Hardi Swarsensky (Buenos Aires). Man rechnet mit einer angeregten Aussprache, für die Zeit und Raum zur Verfügung stehen. Die Frage der Neuwahlen wird diesmal auch auf der Tagesordnung stehen, nachdem der jetzige Präsident Rudi Hirschfeld (Montevideo) dieses Amt bereits 12 Jahre mit den gleichen Mitarbeitern geführt hat. Die bonaerenser Gemeinden und Organisationen haben ihre Teilnahme zugesagt, sodass man damit rechnen darf, dass eine grössere Anzahl von Delegierten aus Chile, Paraguay, Argentinien, Perú, Uruguay, Brasilien und möglicherweise auch aus den nördlichen Republiken dieses Kontinents in Porto Alegre erscheinen werden. — Weltköngress-Tagung Auf einer abschliessenden Sitzung der Executive, an der auch das Organisationscomité aus Uruguay teil- CATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68 -1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma ESTUDIO SANTA FE 2224, I? T. E.í 80-0149 di W económicas ’ contadores públicos nocional«« consultores de 'empresas ESPECIALISTAS EN L SOCIEDADES A ANONIMAS Æ. A FORESTA Von der Jüdischen Wochenschau ♦ SEGUNDA GENERACION Die für die ..zweite Generation“ bestimmte Beilage der Jüdischen Wochenschau, die in spanischer Sprache erscheint, wird zunächst nur einmal monatlich und zwar am letzten Freitag jeden Monats herauskommen. Wir erhielten einige Zuschriften, insbesondere auch aus dem Ausland, in denen diese Erweiterung unserer journalistischen Tätigkeit im Dienste der jüngeren Generation begriisst wird- Wir erwarten die Mitarbeit aller, die ein Interesse an jüdischen Fragen haben, und bitten, diese Jugend-Tribüne zur freien Meinungsäusserung zu benutzen. Die nächste Ausgabe erscheint am Freitag, den 25. Oktober. Artikel und Nachrichten bis zum Dienstag, den 22. Oktober erbeten. — ♦ NACHRICHTENDIENST Wie bereits kurz mitgeteilt, haben wir unseren Nachrichten-Dienst erweitert und werden in Zukunft auch die Nachrichten und Berichte des ,,News and Feature Service“ (JCNS), das in London vom „Jewish Chronicle“ herausgegeben wird, unseren Lesern zugänglich machen. Selbstverständlich werden auch in Zukunft die Kabel der ITA (Jewish Telegraphie Agency) und die Nachrichten anderer Informationsdienste (OJI etc.) erscheinen. ♦ VQR 30 JAHREN Zum dreissigsten Mal jährt sich der Tag der traurigen Ereignisse, die sich im November 1938 in Deutschland abgespielt haben. Zum ersten Mal wird eine Broschüre über die Geschehnisse von einem Augenzeugen der Vorgänge publiziert werden. In keürzter Form wird im Rahmen der Schriftenreihe des Jüdischen Weltkongresses die Arbeit von Hardi Swar sensky: ,,Noche de Cristal“ in spanischer Sprache erscheinen. Die Jüdische Wochenschau wird die gesamte Broschüre ungekürzt in Fortsetzungen bringen. Mit der Publikation wird in einer der nächsten Ausgaben begonnen werden. nahm, wurde die Tagesordnung endgültig festgelegt. Im Mittelpunkt der Tagung in Montevideo steht das Referat von Dr. Nachum Goldmann über die Lage der Juden in der Welt, das mit der grössten Spannung erwartet W’ird. Am Tage zuvor wird Dr Gold mann eine Pressekonferenz geben. Auf der Kundgebung, auf der Dr. Goldmann sprechen wird, soll u. a. auch der israelische Botschafter in Uruguay, Dr. Jakob Ynon, das Wort ergreifen, nachdem der Präsident der lateinamerikanischen Executive Dr. Moisés Goldman die Versammlung eingeleitet hat. Eine der Hauptsitzungen wird drei wichtige Referate bringen, die Interesse und Bedeutung sowohl wegen ihrer Thematik als auch wogen der Persönlichkeiten der Referenten haben: Zwei Mitglieder der Zionistischen Executive in Jerusalem worden zu Worte kommen: Abraham Schenker, der das allgemein gefasste Thema „Zionismus in dieser Stunde“ behandeln wird, und Jaime Finkeistein, der über Erziehungs- und Kulturfragen sprechen wird, also über sein Spezialgebiet. Unmittelbar nach der Tagung wird FinkeiStein zur Aüjah gehen und sein Amt in der Executive in Jerusalem antreten. Als woiterer Redner im Rahmen dieser Sitzung wird der Generalsekretär des Jüdischen Weltkongresses (mit Sitz in Genf), Dr. Gerhart M. Riegner über „Die Organisierung des jüdischen Lebens“ sprechen, ein Referat, das von erheblich praktischer Bedeutung sein dürfte. Weitere Redner, die vorgesehen sind, worden politische, erzieherische, kulturelle und organisationeile Fragen behandeln. Auf den zahlreichen Kommissionssitzungen wogen dann die angeschnittenen Probleme besprochen werden, — auch eine Generaldebatte ist vorgesehen —, um zu entsprechenden Lösungen, Resolutionen und praktischen Ergebnissen zu gelangen. Die Tagung, die für beinahe eine Woche vorgesehen ist, wird dann mit einem Schlussreferat von Nachum Goldmann abgeschlossen worden. — Man kann nur die Hoffnung aussprechen, dass es dieser internationalen Konferenz gelingt, einige der schwierigen, aktuellen Probleme des lateinamerikanischen Judentums zu lösen, die immer stärker auf Entscheidung drängen. Neue Israel-Marken Die israelische Post hat zwei neue Werte herausgegeben, die allgemeines Interesse, nicht nur für Sammler, haben: Eine Marke von 30 Agurot ist dem Andenken des zionistischen Schriftstellers Abraham Mapu gewidmet, dessen historischer Roman „Ahawat Zion (Zionsliebe)“, erschienen 1853, in zw'anzig Jahren immerhin vier Auflagen erlebte. Der Roman spielt in der Regierungszeit Hiskijas. — Mapu wurde 1808 bei Kowmo geboren, er starb 1867 in Königsberg. — Eine Ein - Pfund - Marke zeigt das Löwentor und wird als Symbol der Taoira, der Briefmarken-Ausstellung in Israel dienen. Diese Marke ist besonders gut ausgearbeitet und eindrucksvoll, ein würdiger Bote aus Israel, der nur gute Nachrichten übermitteln möge. Deutsche Buchausstellung Vom 22. Oktober bis zum 3. November wird im Theater Municipal General San Martin die „Neue deutsche Buchausstellung“ eröffnet, die schon deswegen von allgemeinem Interesse ist, weil sie Texte aus der Zeit vor der Erfindung des Buchdrucks zeigen wird. U. a. werden auch die Buchdruck- Werkstätten aus der Zeit Gutenbergs, eine Druckerei aus dem 17. Jahrhundert, eine andere aus dem Jahre 1805 usw. zu sehen sein. Die Ausstellung wird die Werke deutscher und anderer Autoren zeigen, Werke, die in deutscher Sprache geschrieben w’orden sind ebenso wie Uebersetzungen, von denen die Bücher des berühmten argentinischen Schriftstelleres Jorge Luis Borges besonderes Interesse für sich in Anspruch nehmen werden. Die Ausstellung steht unter dem Patronat hoher argentinischer und der zuständigen deutschen Behörden. Sie wurde vom Börsenverein des deutchen Buchhandels (Frankfurt) und dem Goethe-Institut in Buenos Aires organisiert. — Für die Geschaedigten Am 3. November w'ird, wie wir bereits bekannt gegeben haben, die „Olympiade der körperlich Behinderten“ in Israel stattfinden, zu der auch Sportler aus Argentinien geschickt werden. Die Sociedad Cooperativa de Créditos Buenos Aires hat das Patronat für einen argentinischen Sportler, der körperlich behindert ist, übernommen. Aus diesem Anlass wurde der Betrag (Fortsetzung der Ereignisse der Woche auf Seite 5) Wir gratulieren unserem lieben Opa, Herrn SIGFRID0 W0LFF zum 60. GEBURTSTAG. ADARA, DEBORA, JORDANA TAMARA und WALDO Zapata 589 LUACH —(KALENDER) Freitag, den 18. Oktober 26. Tisehri Sonnabend, den 19. Oktober 27. Tisehri Schabbat BERESCHIT Haftara: Jesaja Kap. 42 Sonntag, den 20. Oktober Montag, den 21. Oktober Dienstag, den 22. Oktober 1. Tag Rosch Chodesch Mittwoch, den 23. Oktober 1. Marcheschwan 2. Tag Rosch Chodesch Donnerstag, den 24. Oktober 2. Freitag, den 25. Oktober 3. Sonnabend, den 26. Oktober 4. Schabbat NOACH Haftara: Jesaja Kap. 54 28. Tisehri 29 Tisehri 30. Tisehri Marcheschwan Marcheschwan Marcheschwan

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