Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2287 (27.9.1968)
- Date
- 1968-09-27
- Page
- [Seite 2] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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H — Vier««*, ff ** S«vtkDbrt de 196S SEMANA israelita AE* XXIX. ]>r 22*7 Gerechtigkeit und Frieden (Schluss von Seite 1) Synagogen jn der Jerusalemer Altstadt zerstört und feesudelt, sie haben sich sogar an den Toten vergriffen, die Friedhöfe verwüstet und die Grabsteine nach echt naaistiscber Art zu Bauzwekhen benutzt. Dafür wurde Transjordanien, das unter dem irreführenden Namen Jordanien den UN angebört, noch nicht einmal gerügt... Befremdend ist auch das Verhalten de« Vatikans, der immer noch keine diplomatischen Beziehungen mit Israel aufgenommen und den Staat als solchen niebt anerkannt hat. Noch niemals in der langen und wechselvollen Geschichte des Landes haben die Glaubensgemeinschaften der Christenheit — und nicht nur der römisch-katholischen — ein so gesichertes Leben führen können wie in den zwei Jahrzehnten israelischer Herrschaft. Aus politischen Gründen und aus vielleicht nicht unberechtigten Befürchtungen über mohammedanische Repressalien hat der Papst bis heute nicht den Weg gefunden, um das alte am jüdischen Volk durch die Kirche begangene Unrecht wiedergutzumachen. Die Juden sprechen hierüber nicht aft, offenbar weil sie nun ihrerseits mutmassen, dass ein offenes Wort der Kritik ihrer staatsbürgerlichen Position in den verschiedenen Galutländern schaden könnte. Alle Kundgebungen und Befürchhungen der Fraternisierung laufen am Rande der wahren Geschehnisse an den Ereignissen vorbei. Dr. FREY ABOGADO PUEYRREDON 2190 1? izq. nach. 16—19 Uhr Tel. 80 6930 REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialqeschaeft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 PROPIEDADES WEINSTEIN Ciudad de la Paz 1960 (EX-PROPIEDADES FRANKENBERG SRL.) erwartet Sie in seinem neuen Büro zu einer unverbindlichen Aussprache, um Ihre Grundstück- und Wohnungsprobleme schnell und fachmännisch zu lösen. Montag bis Freitag 5—12 15—19 Berechtigt oder unberechtigt, es sind christliche Wissenschaftler, Gelehrte und Historiker, die auf die grosse Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis hingewiesen haben, u. a. Friedrich Heer in seinem umfassenden Werk .Gottes erste Liebe“, womit er das jüdische Volk meint. Gegen die Dialektik der Kirche wendet sich Professor Hans Küng, der die Möglichkeit jeder Interpretation an zahlreichen Beispielen beweist, und der eine klare Antwort auf die Fragen des Lebens fordert. Schon die Doktrin des „Extra Ecclesiam nulla salus“ (Ausserhalb der Kirche gibt es kein Heil) schlissst doch jede Form wirklicher Befriedung der Menschheit aus. Fraternisierung setzt aber die Anerkennung des anderen als vollwertigen Partner voraus. Deshalb kann der Ausgangspunkt einer Verbrüderung oder Annäherung zwischen Menschen nur dann gegeben sein, wenn man den anderen und seine staatlichen, j gesellschaftlichen und geistig-religiösen Vorstellungen als gleichwertig respektiert. Sind wir nicht alle Kinder eines Gottes? Wir sind es. Also soll danach auch gehandelt werden. Auf diese geistige Entwicklung dürfen politische Argumentationen oder politische Rücksichten keinen Einfluss haben. Das Verlangen nach Gerechtigkeit und Frieden darf nicht von Zweckmässigkeits-Erwägungen, wie es politische Betrachtungen meistens sind, beeinflusst werden. Die Wahrhert ist von politischen Zeitströmungen und Tendenzen abhängig. Das Recht ist allgemein gültig und nicht für einzelne Völker, Klassen, Rassen oder Religions - Gemeinschaften geschaffen. Es war und ist die christliche Welt, die Schranken zwischen Menschen errichtet, ansstatt zur Ueberwindung äusserer Gegensätze beizutragen. Wir brauchen nur an Südafrika zu denken, wo weisse Christenmenschen schwarze Christenmenschen jeder menschlichen Würde und jeden Mensehenrechtes berauben. Es ist abschreckend, wie weit die Diskriminierung der Rassen noch heute geht, ohne dass eine Stimme gehört werden würde, die nach Erfüllung des Gebotes der Menschenliebe und der Achtung vor jedem menschlichen Leben gehört werden würde. Hier wurden nur einige Beispiele dafür vorgetragen, wie fern unsere Welt von der Verwirklichung ihrer eigenen Erkenntnisse von Recht und Wahrheit, von Brüderlichkeit und Freiheit ist. Wenn die Juden an diesen Feiertagen des Gerichts, der Erkenntnis, der Umkehr und der Besinnung um Recht, Freiheit und Frieden beten, verfallen sie damit in die liebgewordene Macht der Gewohnheit oder werden sie damit nur den heiligen Geboten der Tradition, des Respektes vor ihrem angestammten Glauben oder der Treue ihren Eltern, Grosseltern und Vorfahren gegenüber gerecht? Ist es nur das, was man mit Pietät am besten zu umschreiben vermag oder jst es ein neuer Versuch, von jenen ersehnten und erhofften Idealen als den Fundamenten allen menschlichen Daseins ein wenig aus unseren Betstuben und Tempeln, aber auch aus unseren Herzen und aus unserer Sehnsucht in die weite Welt hinausdringen zu lassen: als Mahnung zur Rückkehr der Menschen zum Menschen und zur Menschlichkeit, als Warnung zum Frieden, der allein die Voraussezung für den Fortschritt der Menschheit und zur Lösung der vielen, schweren und komplizierten Probleme der „modernen“ Gesellschaft ist. Wir wissen sehr wohl, dass die Juden und das jüdische Volk Menschen dieser Zeit sind, mit deren Fehlem und Problemen behaftet, in deren Probleme verstrickt, in den Strudel der allgemeinen Ernennungen Genf. — Josef Burstein, Vizebürgermeister von Tel Aviv, und lacofc Halevy, ein namhafter englischer Erzieher, sind zu Leitern der Kultur-Abteilung des Jüdischen Weltkongresses ernannt worden und die Nachfolger von Dr. Aaron Steinberg, welcher aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten musste, nachdem e 25 Jahre hindurch mi. dem JWK verbunden gewesen ist. (ITA) CARLOS W. HECHT Contabilidades Impuestos Asuntos Laborales ESTUDIO BERNARDO ZYLBERSZTEJN Contador Público Nacional Asesoramiento integral de empresas. Auditorias CORRIENTES 3019 6? piso oí. 61 T. E. 89 1641, int. 61 Arabische Kampfstaerke London. — Das Institut für Strategische Studien kündigte vor einigen Tagen an, dass die Sowjetunion fast alle Waffen ersetzt habe, welche die Araber im Sechstagekrieg mit Israel verloren hatten. Aus einem Bericht über das Rüstungsgleichgewicht zwischen Ost und West heisst es, dass die VAR gegenwärtig 180 ferngelenkte Luftatr wehrgeschosse vom Typ SA 2 besitzt, die über 30 Batterien auf 6 Abschussrampen verteilt sind. Zu diesen Projektilen gehören ' ausser einem Radarnetz 6 Geschwader von Mig 21‘Jagdflugzeugen. Die VAR verfügt im weiteren über 10 mittlere TU- 16-Bombenflugzeuge, 40 leichte Il-28-Kampfflugzeuge, zusammen 110 Jagdflugzeuge der Typen MIG-21 und Mig- 19 sowie 40 moderne SU-7-Jagdbombenapparate, die unter allen atmosphärischen Bedingungen fliegen können. Der Bericht spricht von 100 Geschossen, darunter Modelle wie Al-Zafir und Al-Kahir. Das erste wurde für eine nukleare Nutzladung von etwa 450 kg zum Trans- I port auf einer ca. 375 km langen Strecke gebaut, und I das zweite kann eine grössere Ladung nach einem bis i 600 km entfernten Ziel bringen. Man glaubt allerdings, ' dass beide Projektile noch nicht für den Einsatz von entscheidender Bedeutung sein dürften, i Das Institut erwähnt ferner 15 LuftabwcV-Geschos" | se Rana-3 und 20 Samlet von kurzer Reichweite. Des | weiteren 500 schwere sowjetische Tanks T-54/55 und 20! extraschwere JS-3-Tanks, sowie 13 Unterseeboote, 6 Zer*; störer, 42 Torpedoboote, 18 mit Projektilen ausgestattete Patrouillenschiffe und eine Einheit für die Landung von Panzerformationen. Syrien, so heisst es, hat unter anderen Waffen 100 Abschussrampen für ferngelenkte Geschosse SA-2, 6 Komar-Patrouillenboote mit Geschossen, 60 Mig-21'Bombenflugzeuge und 20 SU'7-Jagdbomber von den Russen erhalten, Irak bekam ua. 300 TU-455-Tanks, 8 mittlere TU-16-Kampfflugzeuge, 60 Mig-21 und 20 SU-7. Was Israel betrifft, so zählt der Bericht unter anderen Einheiten 130 M-48-Pattontanks, 100 Centurion-Tanks Mar-7, 3 U-Boote, 12 Kanonenboote, 65 Jagd-Jetflugzeu ge Mirage IIIC, 15 Jagdbomber Super-Mystere, 35 Mystere IV, 45 Jagdbomber Ouragan und 50 Abschussrampen für Luftabwehrraketen Hawk auf. Ihr Friseur ERICH JACOBSOHN BEDIENT SIE IN IHREM HAUS T. E. 76-5842 Confitería NIZA Servicios de lunch de categoría SALON DE FIESTAS ECHEVERRIA 3296, e*q. CONDE 76.0286 73 1049 JACOB LAPIDUS dipl. Mehel Viamonte 2037 4? B T. E. 46-1716 M0HEL N. PLAKSIN Superí 2719 NEUES TELEFON: 78-4784 Dr. Bernardo SCHWARCZ ZAHNARZT ESTOMBA 2283 — 76-8216 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUÏG Auseinandersetzungen hineingerissen. Aber Juden wie jüdisches Volk bemühen sich darum, sich wenigstens an einigen Tagen des Jahres über den Alltag hinaus zu erheben und an jene Ideale zu erinnern, die für die Gegenwart und für die Zukunft die unumstösslichen Voraussetzungen für eine andere Zeit sind, nach der sich letztlich alle Menschen sehnen. So heisst es in den Psalmen; Gnade und Treue begegnen sich, Gerechtigkeit und Frieden küssen »ich! Buber hat den gleichen Gedanken ausgedrückt, als er sagte, dass Moral und Religion eine absolute Einheit bilden. Das ist die Lehre des Judentums. Aus den Gesängen und Gebeten jn allen jüdischen Gotteshäusern möge dieses Postulat der Einheit zwischen Denken, Hoffen und Tun in den Alltag des kommenden Jahres hinausdringen zur Besinnung auf uns selbst, auf unsere geistigen Kräfte, auf die Forderungen, die an uns wie an alle Menschen gestellt sind. Möge dieser Kuss den Ausgleich der Gerechtigkeit mit dem Frieden besiegeln. Mögen wir die Kraft haben, im Zeichen des Rechtes den ewigen, aber den bisher unerfüllten Ruf LA SEMANA ISRAELITA Semanario Aparece los Viern»s Editado por Estrellas Editorial Ltóa. Director: ArneMo W. B. Swarsensky Pueyrredón 2190, 1* izq T. E. 83-2613 Abono- Preise Argentinien; $ 1.200.— pro Jahr Ausl. $ 1.800 — jänrl. Luftpost-Abono f. d Nachbar-Republiken 10 Dollar jährlich in die Welt hinauszutragen nach gleichem Recht für alle Menschen und nach Frieden für Israel und die ganze Welt. Geschlecht um Geschlecht haben Juden diesen Idealen gedient. Trotz aller Wirrnisse der Zeit müssen wir den Mut aufbringen, das Werk unsere Väter fortzusetzen bis zum endlichen Triumph des Rechtes und der Freiheit, um zum Frieden zu gelangen, für den Juden nicht nur beten, sondern auch arbeiten sollen. CENTRO PRIVADO DE ORTOPEDIA Y TRAUMATOLOGIA Prof. Dr. I .Blumenfeld (Director) Jefe del Servicio de Ortopedia y Traumatología del Hospital Israelita — Profesor de la Facultad de Ciencias Médicas de Buenos Aires UNICAMENTE ENFERMEDADES DE LOS HUESOS Y ARTICULACIONES J. E URIBURU 285 41-2331 49-5855 2240 Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO ENFERMEDADES CARDIOVASCULARES APARATO CIRCULATORIO Médico del Hospital Fernández CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73 6817 Consultas: wochentags von 15—18 Uhr Donnerstag keine Sprechstunde Sonnabend: 14—16 Uhr Enfermedades Cardiovasculares Aparato Circulatorio Dr. SAUL UMANSKY MEDICO CIRUJANO M. P. 9298 Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN — ZAHNZIEHEN — KIE¬ FERCHIRURGIE — REGELUNG DER ZAHN¬ STELLUNG — KIEFERORTHOP AEDIE Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend nach vorheriger Vereinbarung JOSE HERNANDEZ 2518. T.E. 76.8673 u. 73-0500 BERNARDO STERN Ausführung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 — T. 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