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Jüdische Wochenschau · 1968-09-20 · 2286 (20.9.1968) · p. [Seite 1]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2286 (20.9.1968)
Date
1968-09-20
Page
[Seite 1] (sequence 1)
Language
German, Spanish
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JÜDISCHE UIOM PUEYRREDON 2190 — 19 izq. faJèntfutaJsSt&elUci T. E. 83 - 2613 Art« XXXIX BUENOS AIRES, VIERNES 30 DE SEPTIEMBRE DE 1968 N" 2388 In der Wüste das Volk von JEHUDA GOTTHEIMER Der Praesident der Nation S. E„ Teniente General Don Juan Carlos Ongania, hat dem Vorsitzenden der Delegaciones de Asociaciones Israelitas (DAIA), Herrn Dr. Isaak Gold m. berg, das folgende Glückwunsch-Schreiben anlässlich der Hohen Feiertage übermittelt: En oportunidad de la celebración del Año Nuevo '.Judío y la conmemoración del Día del Perdón, deseamos hacer llegar nuestro saludo a todos los miembros de esa vasta colectividad del país. Saludo que. lleva implícito el reconocimiento atodos aquellos que merced a la generosidad de su esfuerzo en las artes, la ciencia, el comercio y la industria, contribuyen a¡ impulsar el engrandecimiento de la Patria- La comunidad israelita, con más de cien años de vida argentina, continúa honrándonos de esta■ manera, con su laboriosidad en el campo de las realizaciones espirituales y materiales, puestas al servicio del bien común. Tarea, por otra parte, en que nos encontramos com.prometidos todos los argentinos para lograr así la grandeza de la República. El Ejemplo de Israel Nueva York. — La república isleña de Singapur ha elegido el sistema israelí de defensa y se basa grandemente en los asesores israaligs para construir su sistema de seguridad, según un informe de Singapur en la última edición de Atlantic Monthly. El artículo, de Arthur C. Miller, rinde tributo al premier Lee Kan Yew y a los líderes singapureños quienes “no presumen de saberlo todo y abiertamente buscan ideas y ayuda de o~ tros.“ — “Qué clase de fuerzas armadas requerirá Singapur“, pregunta Miller y contesta que el gobierno estudió los sistemas de adiestramiento de varios países. Eligió el de Israel. Hoy, unos 20 asesores israelíes, a veces llamados “nuestros comerciantes mexicanos” debido a la sensibilidad de los vecinos musulmanes de Singapur, están adiestrando a los ciudadanos singapureños. Todos los hombre sanos (y desde 1969 las mujeres) entre los 19 a 45 años deben hacer el servicio nacional. Singapur, en efecto, planea transformar a su población adulta en una fuerza de defensa, que abarcará las unidades militares permanentes, hasta un cuerpo popular vigilante.’’ PEfTBR LEVY Das Beispiel Israels New York. — Die Inselrepublik Singapur hat das israelische Verteidigungssystem gewählt und stützt sich weitgehend auf die israelischen Ratgeber, um sein Sicherheitssystem aufzubauen, wie ein Bericht aus Singapur in der letzten Ausgabe des „Atlantic Monthly“ aussagt. Der Artikel, der von Arthur C.Miller stammt, zollt dem Premierminister Lee Kan Yew und den Führern von Singapur Tribut, die „nicht alles zu wissen vorgeben und offen Ideen und Hilfe anderer suchen“. „Welche Art von Streitkräften wird Singapur brauchen“, fragt Miller und antwortet, dass die Regierung die Schulungssysteme verschiedener Länder studierte. Sie wählte das System Israels- Heute bilden etwa 20 israelische Ratgeber, die manchmal wegen cfer Empfindlichkeit der muselmanischen Nachbarn Singapurs „unsere mexikanischen Kaufleute“ genannt werden, die Bürger Singapurs aus. Alle gesunden Männer (und ab 1969 die Frauen) zwischen 19 und 45 Jahren müssen Militärdienst leisten, Singapur plant nämlich, seine erwachsene Bevölkerung in ein Verteidigungsheer zu verwandeln, das die permanenten militärischen Einheiten bis zu einer Volkswehr umfassen wird. PETTER L.BVY Das jüdische Volk in aller Welt rüstet sich, in der ihm vorgeschriebenen feierlichen Form ein neues Jahr zu empfangen. Für einige Tage wird ein wenig Rune in unsere Herzen einziehen, nm sich auf die Ehrfurcht gebietenden Tage einzustellen, in denen der Mensch sich besinnen, über sein Leben nachdenken und zu einem inneren Ausgleich gelangen soll. Hier handelt es sich nicht um moralische Konzepte, sondern um eine Weisung, die unserem Volk einst gegeben wurde, und die von Generation zu Generation beachtet worden ist. Unser Leben folgt bestimmten Gesetzen, die für den einzelnen Menschen wie für die Gemeinschaft, fürs Volk gelten. Wenn wir uns die Zeit nehmen, um in den Annalen unserer Geschichte zu blättern, können wir diese Gesetzmässigkeit unschwer erkennen. Wir lernen verstehen, wie Umwelt und äussere Faktoren, geistige, geographische und historische Gegebenheiten unser Leben in bestimmte Bahnen lenken, wie Werden und Wirken, wie Aufstieg und Untergang, wie Hoffen und Verzagen miteinander ringen, unsere Bahnen begrenzen und unseren Weg kennzeichnen. Das ist die Gebundenheit des Menschen, Gleichzeitig mit der Invasion der Tschechoslowakei hat Sowjetrussland im Mittelmeer bedenkliche militärische Bewegungen durchgefiihrt, die sich gegen Israel und die USA richten. Russische TU-16-Bomber mit ägyptischen Kennzeichen, die von arabischen Luftstützpunkten aus operiert werden, unternehmen gegenwärtig Beobachtungsflüge über israelische Flotteneinheiten und Schiffe der VI. USA-Flotte. Die Jet-Apparate sind von sowjetischem „Hilfspersonal“ bemannt und mit den modernsten Radaranlagen und Ausrüstungen für die U-Boot Abwehr ausgestattet. Dem republikanischen Senator für Kalifornien, Bob Wilson, ist es gelungen, nach hartnäckigem Drängen folgende Auskunft vom State Department zu erhalten. Senator Wilson, Mitglied der Senatskommission für Militärdienste und Präsident des republikanischen Senatscomites, ist über die Errichtung von Marine- und Luftstützpunkten unter Benutzung arabischer Anlagen an der Mittelmeerküste beunruhigt. In Beantwortung einer Reihe von Anfragen Wilsons hat das State Department jetzt zum ersten Mal zugegeben. dass russische Ueberschallbomber, die technisch dem Luftinventar der VAR überwiesen wurden, Beobachtungsflüge durchführen, welche gegen die im Mittelmeer stationierte VI. USA - Flotte gerichtet sind. In gleicher Mission erkunden sie die israelischen ein Phänomen, das in der Idee des historischen Materialismus seinen philosophischen Ausdruck gefunden hat. Von diesem Gedanken wird die zahlenmässig überwiegende östliche Welt be herrscht, die — auf diese These sich stützend — den Versuch zur Beherrschung der Massen unternimmt, die ohne eigene Willensregung das Naturgesetz zu erfüllen haben. Das Judentum, die grossen jüdischen Denker, unsere Propheten und unsere Weisen, sie haben schon vor von MILTON FRIEDMAN Schiffsbewegungen. Die Aktivität der russischen Seemacht in diesem Raum ist äusserst vervollkommnet worden. Der Beigeordnete Staatssekretär William B. Macomber gab auch zu, dass die letzte Schätzung des State Department die Anwesen, heit von etwa 4.000 russischen und osteuropäischen Militärpersonen in Aegypten, Syrien und Algerien vermutet, von denen sich ungefähr 2.000 in Aegypten, 1.000 in Syrien und 1.000 in Algerien befinden. Wilson ist jedoch der Ansicht, dass die Zahl 4.000 zu niedrig angenommen ist und das Zweifache zutreffen dürfte. Er äusserte, dass ,,die vom State Department zugegebenen Ziffern die Verschlechterung der Lage im Mittelmeerraum kennzeichnen und die dringende Notwendigkeit ergeben, neue politische Mittel anzuwenden, um der sowjetischen Durchdringung der Region einen Riegel vorzuschieben.“ Wie Wilson berichtete, fügte Macomber hinzu: „Wir wurden noch nicht informiert dass Sowjetrussland Stützpunkte in den arabischen Ländern baut, aber wir wissen, dass die Russen sich der in diesen Gebieten vorhandenen Anlagen bedienen und Installationen vorhan. den sind, die den Russen in Krisenzeiten zur Verfügung stehen und ihre strategische Position erheblich verbessern würden.“ Wilson ist der Auffassung, Hegel und Marx von diesen Bindungen des Menschen an die Materie und an seine Umgebung gewusst, aber die Mahnung verstanden, die uns unser Lehrer und Meister Moses hinterlassen hat, dass die Entscheidung bei uns selbst liegt: „Siehe, ich lege dir heute vor das Leben und das Gute, auch den Tod und das Böse“. Damit erhält der Mensch die Verantwortung für sich selbst, für sein Tun und sein Unterlassen, damit er im Rahmen seiner Gegebenheiten und Möglichkeiten entscheidass das State Department anscheinend die Bedeutung des russischen Militärpersonals in arabischen Ländern als unerheblich darzustellen versucht. „Obzwar Maeomber zugibt, dass sich tausende Russen und die modernsten Kampfflugzeuge in arabischen Ländern befinden“, bemerkte er, „trachtet er die Wichtigkeit dieser Tatsuche zu verkleinern, und behauptet, dass die Amerikaner keine Beweise besitzen, dass sowjetische Luft¬ oder Bodeneinheiten in einem der arabischen Länder stationiert sind.“ Wilson fügt hinzu, dass das State Department zu wissen bejahte, dass russische Schif. fe „für längere Zeit“ in ägyptischen, syrischen und und algerischen Häfen vor Anker gelegen haben und Einheiten der russischen Luftflotte mit ihren TUT6' Apparaten häufige Besuche des „guten Willens“ von Flugplatz zu Flugplatz abstatteten. „Wir können unseren Kopf nicht wie ein Strauss in den Wüstensand stecken“, erklärte Wilson. „Wir müssen die Dreistigkeit der sowjetischen Strategie in Rechnung stellen. Das Wenigste, was wir in diesem Augenblick tun können, ist, Israels Kapazität zur Abwehr und Abschreckung seiner Feinde de, ob er das Leben oder den Tod, das Gute oder das Böse wählen will. Wen« wir einen kurzen Blick auf die vergangenen fünfzig Jahre werfen, werden wir noch besser hegreifen, welche Rolle die Gegebenheiten, das sind die äusseren Faktoren und die Tatsachen, die ausserhalb unserer eigenen Lebenssphäre stehen, in der Geschichte gespielt haben, und wie weit es uns gelungen ist, durch eigene Willensbll* düng und Entscheidung einen neuen Weg einzuschlagen, der in W ahrheit nur der alte Weg des jüdischen Volkes ist. Die zerstörenden Kräfte, die den Tod und das Verderben wählen, drohten wiederholte Male die Macht an sich zu reissen. Doch der Willen zum Leben, das Streben, zu den alten Quellen unserer Volkexistenz zurückzukehren, um die Ideale der Freiheit und des Rechtes zu verwirklichen, gab uns immer wieder die Hoffnung und die Kraft, einen mitunter ungleichen Kampf aus. zutragen und bis heute zu bestehen. Als aus dem Willen des einzelnen der Wille des Volkes wurde, ist es uns gelungen, aus dem passiven Ueberleben der Jahrhunderte zu einem positiven Gestalten der Zukunft zu gelangen. Wir leben in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist. Nach zwei furchtbaren Weltkriegen haben die Völker nicht die von ihnen ersehnte Ruhe gefunden. Ihre Staatsmänner vermochten nicht, eine neue Ordnung des Friedens zu errichten, in der die Gegensätze anders als gewaltsam ausgeglichen werden. Die alten Kampfmethoden werden mit neuen Waffen angewandt, an die Stelle der Keule und des Holzschwertes traten Raketen und Bomber; das Recht marschiert an der Seite der stärkeren Kanonen. Wo unser Blick auch auf die Landkarte fällt, überall treffen wir auf Innere und internationale Auseinandersetzungen, die nirgends mit Argumenten uni Gründen der Vernunft ausgetragen werden. Der Auf. rühr gegen die bestehende Gesellschaft ist zum Normalfall des innerstaatlichen Lebens der meisten Yölker geworden. Die Regierungen sind nicht mehr die Herren der Lage, die Väter habei ihren Einfluss auf söhne und Töchter verloren, jede zu stärken und diesem Land die von ihm zu diesem Zweck erbetenen Phantom-Kampfflugzeuge zu verkaufen. Weniger zu tun, würde bedeuten, der kommunistischen Aktion Auftrieb zu verleihen, die offensichtlich darauf ausgeht, aus der unentschlossenen Haltung der USA-Regierung in Fragen der Aussenpolitik und Verteidigung Nutzen zu ziehen.“ Richtschnur, die gestern gültig war, ist in unserer Gegenwart morsch geworden. Man demonstriert, man rebelliert, man revoltiert, ohne recht zu wissen, was man eigentlich erreichen will. Die Rebellion als Rebellion ist zu einem Wert geworden. Die Sinnlosigkeit der Gewalt feiert sinnlose Triumphe. Da gibt es einen kleinen afrikanischen Stamm in einem Land, das sich Biafra nennt. Hunger und Not herrschen dort. Aber der nationale Eifer führte zur Trennung von Nigeria, einem anderen afrikanischen Land, das noch nicht den Weg zu stabiler Existenz gefunden hat. Der grosse Bruder, in diesem Fall Nigeria, zieht aus, um den rebellierenden kleineren Bruder, Biafra, nleniederzustossen.um ihn durch Aushungern zu Boden zu Boden zu zwingen und um ihn durch Waffengewalt zu dezimieren. Die Konferenz der afrikanischen Staaten, die soeben in Anwesenheit -des UN-Generalsekretärs U Thant tagte, konnte keine Lösung finden. Die Meinungen über das Schicksal Blafras gingen auseinander. Inzwischen verhungern die Kinder... Die Russen besetzen die CSR; sie unterjochen sie... (Schluss auf Seite 2) Rosch Haschanah-Ausgabe 5729 Abba Eban optimistisch London. — Israels Aussenminister Abba Eban hat in einem vom „Guardian“ veröffentlichen Interview geäussert, dass ein Ausscheiden Nassers neue Möglichkeiten für direkte Verhandlungen mit den Aegyptern eröffnen würde. Er begründete dies mit dem Argument, dass eine neue ägyptische Regierung, die sich nicht auf den intransigenten Kurs Nassers gegen Israel festgelegt habe, geneigter sein dürfte, mit Israel über die Bedingungen für einen Frieden zu verhandeln. Eban wiederholte, dass Israel bereit sei, die Resolution des Sicherheitsrates vom 22. November 196T zu befolgen, nur sei die israelische Interpretation dieses Beschlusses von der arabischen recht verschieden. Er fügte hinzu, er beurteile die Lage optimistisch und glaube nicht, dass ein neuer Krieg im Mittelosten bevorstehe, obwohl er wenig Hoffnung habe, dass ein baldiger Frieden zu erwarten sei. (ITA) Russland und Mittelosten

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