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Jüdische Wochenschau · 1968-08-30 · 2283 (30.8.1968) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2283 (30.8.1968)
Date
1968-08-30
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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glentes, 3« de Agosto de 1968 SEMANA ISRAELITA Ad« XXIX. — Ne 2283 — .V Tsrii tyj-j n ^“keni? Dire*- >4 «olí den gari5elie Hinte! uJ^if war, M,eiBeil|s% Sí81}«^ limn ■innerung .« D rion Jwtjft s;.“ä hat Glaubt, i Uerwoehhennmf!,Ü; befasst mit altea ■»fe an Friibaeit aD seine Frau ~ als semer Ebe oit ai]« zionistischer Ar [ennt waren, £ urtstag hauspieier und ße ..^ig Stoessel len’ Breslau, Ber wg. wurde in New ,ahre alt. Bis vor »onaten ¡¡¡j er “ filmen mitgf.;h auf dem Fernwar er bis vur i sehen. t* F. de Juda alter Juda er Kinder IGF Sonnabend, ueva Comu- I rrn Bot- , Freunrganisaiat Milz- 1 s iten und )ank aus. >n Anzahl js unmogu danken. ER) 6. Elul 7. Elul 8. Elul 9. Elul 10. Elul 11. Elul 12. Elul 13. Elul 14. Elul 15. EluJ 16. Ehd 17 Elul 18. Ejd 19 Elul 20. Elu| 11. Elul Ereignisse der (Fortsetzung der Ereign’sse der Woche von Seite 4) Jerusalem. Er ist Professor des Medizinischen Instituts von Stockholm und anderer fachlicher Hochschulen von internationaler Bedeutung. Der Ruf, den Dr. Matusevich in ailen Kreisen als ernsthafter Wissenschaftler geniesst, paart sich mit seiner Qualität als Mensch, welcher von tiefem Verständnis fr.r seine Mitmenschen erfüllt ist. Vom jüdischen Hospital Im Hospital „Esrah“ fand die feierliche Einweihung eines Leboratoriums zur Krebs Verhütung und -be- Jrämpfung statt, dessen Eröffnung unter Mitwirkung eines Aerztestabes unter Leitung von Dr. Arnaldo Caviglia und durch grosszügige Spenden ermöglicht worden ist. Erste Aufgabe dieses Laboratorium;, wird die rechtzeitige Feststellung krebsbildender Erkrankungen sein, um durch vorbeugende Behandlung den Ausbruch dieses tödlichen Uebels zu bekämpfen. Die neue Abteilung des Krankenhauses ist mit den modernsten, zum Teil aus Nordamerika beschafften Apparaten und einer Bibliothek reichhaltiger Fachliteratur ausgestattet. Dr. Benjamín Azkín An der Ó3. Konferenz der International Law Association nimmt ebenfalls der israelische Turist Dr. Benjamin Askin teil, der als Rechtswissenschaftler hohes Ansehen geniesst. Er ist Präsident der Israelischen Vereinigung für Politische Wissenschaften und der Israelischen Vereinigung für die Vereinten Nationen, sowie Mitglied des Exekutivcomités der Weltföderation der UN-Verbände und des Internationalen Ausschusses für Sozialwissenschaften. Internationale Konferenz In Buenos Aires findet eine internationale Konferenz der „International Law Association“ statt, an der als israelischer Repräsentant Dr. Nathan Lerner teilnimmt. Dr. Lerner, der viele Jahre in Argentinien in vielen zionistischen Gremien fühlend tätig war ging vor einigen Jahren für den Jüdischen Weltkongress zuerst nach New York und dann nach Israel, wo er heut« Direktor der Exekutive des JWK ist. Während seines Aufenthaltes in Argentinien wird Dr. Lerner m:t den verschiedenen gemeindlichen Institutionen Fühiung nehmen und mehrere Vorträge über sein Spezialgebiet und die jüdische Gegenwart halten. BOTSCHAFTER IN BRASILIEN Jerusalem. — Die Ernennuhg von Jizchak Arkavi zum Botschafter in Brasilien ist offiziell vom Aussenminister mitgeteilt worden. Arkavi war von 1960 bis 1963 israelischer Botschafter in Uruguay und später Chef der Abteilung für Erziehung und Kuitur der Jewish Agency in Jerusalem. — Nach dem letzten Zionistenkongress reiste er als Abgeordneter des Staatspräsidenten und des Ministerpräsidenten nach Lateinamerika. — (ITA) Von der DAIA Wie jedes Jahr hat die DAIA die drei Oberkoirr mandierenden der argentinischen Streitkräfte und das Präsidium der Polizei ersucht, die indischen Rekruten zu Neujahr und am Versöhnungstag vom Dienst zu befreien. G'eichzeitig wur. den ähnliche Anträge bei der Universität von Buenos Aires, dem Ministerium für Erziehung und Kultur und den Schulbehörden eingereicht, um den Studenten und Schülern an den Hohen Feiertagen das Fernbleiben vom Unterricht zu gestatten. Die DAIA bittet hiermit auch alle Tempel und Synagogen, die zu Rosch Haschana und Jom Kippur Gottesdienste obhalten, dies bis zum 9. September schriftlich an die DAIA mitzuteilen, damit diese dann die Behörden um Bereitstellung Blick in die Welt v«n HAROLD SCHWARCZ DER PAPST PAUL VI. ist der erste Papst, der ein südamerikanisches Land besucht hat. — SOGAR PEKING bezeichnet« den russischen Ueberfall auf die CSR als schändlich. — EINE MILITAERREVOLTE in Bolivien soll niedergeschlagen worden sein. — NACH WOCHEN höchster Spannungen hat sich jetzt die Lage in Uruguay gebessert. — BOLIVIENS Präsident Borrientos hat mit den Studenten paktiert, die ihm Einstellung der Kundgebungen versprachen. — BLUTIGE KAEMPFE werden aus Vietnam gemeldet. — FIDEL CASTRO soll das russische Vorgehen gegen die CSR gebilligt haben, während MARSCHALL TITO es scharf verurteilte .. — NIGERIAS Lage ist weiterhin ungeklärt. — ERDBEBEN in Indonesien forderten 200 Todesopfer. DIE MASSNAHMEN der kirch;ichen Behörden gesren baskisehe Priester wurden noch nicht ausser Kraft gesetzt. — DIE AUFNAHME Spaniens in den Sicherheitsrat ist als ein bedenkliches Symptom zu werten. — DIE VERURTEILUNG Israels im Sicherheitsrat vor 14 Tagen mutet wie ein prähistorisches Ereignis an. _ GEGEN DEN bolivianischen Ex-Innenminister Antonio Arguedas wird ein Hochverratsverfahren eingeleitet werden. — NEUE RASSEN-Kämpfe waren in verschiedenen Ortschaften der USA zu verzeichnen. — IN SAN PAOLO ereigneten sich zahlreiche Attentate. — DAS PORTUGIESISCHE Kabinett Salazars wurde lungebildet. — DIE ERSTE französische H-Bombe explodierte im Pazifik. — TITO KONFERIERTE mit Nicolae Ceausescu, dem Präsidenten Rumäniens. — Woche von Wachen zu ersuchen in der Lage ist. 40 Jahre 1W0 Das Jüd.. ch Wissenschaftiic-he Institut IW'O beging in diesen Tagen das vierzigjährige Jubiläum. Verschiedene Veranstaltungen in Buenos Aires werden im Rahmen der geplanten Feierlichkeiten abgehalten werden, mit d^nen die umfangreiche Arbeit des Instituts gewürdigt wird. — Neues Monument in Tablada Auf dem Friedhof in Tablada wirc. die Kehilla von Buenos Aires ein neues Monument ir, Erinnerung an die Gefallenen Israe.s errichten. Die entsprechenden Ausschreinungen haben bereits stattgefunden. Der Entwurf von Simcha Schwartz erhielt den ersten Preis. Das Monument wird im ..euen Tei' des Friedhofs errichtet. Esist geplant, den Oberrabbiner von Tel Aviv. Dr. Shlomo Goren, zur Enthüllung des Denkmals einzuladen, dtr bis vor kurzer /eit der Oberrabbiner des israelischen Heeres gewesen ist. — Praesident der Universitaet Dr. George S Wise. der Präsident ue:' Universität zu Tel Aviv, gab in der vergangenen Woche eine Pressekonferenz, die unter den Journalisten grosses Interesse auslösTe. Dr. Wise, der aus Osteurropa gebürtig ist, seine Erziehung und akademische Laufbahn aber in den USA absolvierte, sprach in spanischer Sprache, die er gut beherrscht, nachdem er längere Zeit in spanischsprechenden Ländern gelebt, gearbeitet und Forschungen betrieben hat. Die Ausführungen und Mitteilungen die Dr. Wise über die Universität in Tel Aviv machte, lösten allgemeine Aufmerksamkeit und viele Fragen aus, auf die Dr. Wise bereitwilligst antwortete. — Ehrenvolle Ernennung Der langjährige Direktor der Sholem Alechem Schule in Buenos Aires, der in weiten Kreisen bekannte Fachmann für jüdisches Erziehungswesen, Don Jaime Finkelsztein wurde vom letzten Zionistenkongress in Jerusalem zum Leiter uer Abteilung für Erziehung und Kultur der Jewish Agency gewählt. Finkelsztein ist damit der Nachfolger von Jizchak Arcavi geworden. Die Ernennung Finkelszteins bedeutet eine Anerkennung der langjährigen erzieherischen und zionistischen Tätigkeit eines Mannes, der für das jüdische Schulwerk in Argentinien bahnbrechende Arbeit geleistet hat. — MdK Baram Zu einem kurzen Besuch wird Knesset-Abgeordneter Moshe Baram in Buenos Aires eintreften, der in Repräsentation der Knesset an einem Internationalen Parlamentarischen Kongress in Lima tc’genommen hat. Baram, dei; bereits viele ho he Funktionen in Israel bekleidete, wird hier für den Keren Hajessod eine Reihe von Konferenzen abhalten. Numo Werheui s. A. Grosses Bedauern und allgemeine Trauer rief der Tod des bekannten argentinischen Industriellen und Gutsbesitzers Numo Werthtin hervor, der Jahrzehnte '* s C «I % " c + &Ê Israels Verteidigungsminister Moshe Dayan beglückwünschte die Spieler des Macabi Tel Aviv für ihren Sieg über Real Madrid. Die israelische BaskettballMannsehaft besiegte u. a Raeing Malines (Belgien'. Spartak Brünn (CSR), Olympia Liubiliana (Jugoslawien) und die polnische Nationalmannschaft. In Argentinien wird die israelische Mannschaft verschiedene Wettkämpfe austragen. hindurch eine grosse Rolle ir der Wirtschaft des Landes, vor allem in der Landwirtschaft, gespielt hatte. Ais kleines Kind nach Argentinien gekommen, hat Numo Werthein zusammen mit seinen Brüdern durch grossen Fieiss mit Umsicht und Sachkenntnis ein grosses Unternehmen aufgebaut und sich auf allen Gebieten seiner vielseitigen Tätigkeit grosses Ansehen erworben. Unter der Führung Numo Wertheins entwickelte sich u.a. auch Banco Mercantil Argentino zu einem der angesehensten Bankinstitute des Landes. Für alle Probleme der >üdisehen Koilekt:vität aufgeschlossen, hat der Verstorbene eine wichtige Tätigkeit entfa tet, sein Interesse galt der Zukunft unserer Jugend, deswegen w?.r ihm die ORT- Schule besonders wesentlich, für die er sehr viel geleistet nat. Sein Tod hinterlässt eine fühlbare Lücke. Die Erinnerung an diesen vornehmen Menschen wird lebend g bleiben. Lamroth Hakol In dieser Woche fand ein Vortrags- und Ausspracheabend in Lamroth Hakol statt, der zu einem interessanten Meinungsaustausch r.aeh einem Referat von Dr. Ilardi Swarsensky führte. Aktuelle Probleme, po ¡tische Tagesfragen und die schwierigen Probleme der Erfassung und Erziehung unserer Jugend, deren Haltung und Einstellung zum Zeitgeschehen erörtert wurde, bildeten der. Gegenstand von Fragen, Antworten und Debatte. Wenn auch der Abend nicht sehr stark besucht war, so natte sich doch ein Kreis interessieiter Menschen eingefunden, die mit Ernst und Sachkenntnis Stellung nahmen. — Die Veranstaltung wurde vom Vorsitzenden der Gemeinde, Herrn Curt May, eingeleitet. — — OS.** TCgSHS Í V / 'Vfe S'Jß'j Ÿ : .'¿S»* ' s i - „ ' <, Zerstörungen in einem Grenzkibbuz nach einem arabischen Ueberfall, bei dem keine Personenschäden zu beklagen waren. Martin Luther King und die Rabbiner Noch wenige Tage vor seinem Tode wohnte Dr. Martin Luther King einer be* merkenswerten Versammlung der konservativen Rabbiner in einem jüdischen Hotel in den Catskills bei, o er den Rabbinern über Fragen des Neger-Antisemitismus und d’e Black-Power- Bewegung bereitwillig Antwort gab. Fr wurde stehend willkommen geheissen, und die etwa 1000 Rabbiner sangen „Anu Nitgaber“, das Lied „We ‘■b; 11 overcome“, dessen hebr't sehe Version Dr. King nier zum erstenmal hörte. Dr. King — zum Antisemitismus der Neger befragt — bestritt .lass es einen solchen im historischen Sinne in der Gemeinschaft der Neger gebe. Im Süden bestehe er praktisch überhaupt nLht neu, sei ein städtisches Gheito - Phänomen. Der Ghe'to-Ncger begegnet dem Juden d'.rt in zwei unterschiedlichen Rollen, in der des beharrlichen und vertrauten Alliierten im Kampfe für Gleichheit und Gerechtigkeit, aber auch in der des Hausbesitzers und Vermieters, sowie des Ladeninhaber*, wo er „mehr für weniger zahlen muss“, mehr als d’e Weissen in den fashionabien Läden der Stadtviertel Hier tritt der Jude oft darum stark in Erscheinung, dass die Neger in früher vor Juden bewohnte Gegenden ziehen, nie Juden oft die Eigentümer der Häm er. und der Läden bleiber. und sie damit mit den Negern konfrontiert werden. Mam-hmal sind die Gegenden F’ums, und die Neger zahlen Mieten, die höher sind als neue in erschlossenen weissen Vierteln. Eine andere Frage war die Unters’ü.zung der Neger für die a.abischen Staaten gegen d’> „weissen Juden“. Dr. King antwortete, dass nur eine kleine militante Gruppe diese Haltung emnehme, w ährend die übrigen, zu .lenen er sich zähle, keineswegs tarbig gegen nichtfarbig ausspiele und die Exiscpnzhi rechtigung Israels, ein^s demokratischen Landes, anerkenne. Die Krankheit des Mittleren Ostens heisse Analphabetismus. Hunger und Krankheit, die durch einen Marshallplan ausgerettet werden müsse. Dann würde Israel nicht mehr der Sündenbock der Region sein, so betonte Luther King Die Heilige Stadt Jerusalem. — Israel sollte versuchen, den grösstmöglichen Teil der im Sechstagekrieg befreiten Territorien zu behalten, obzwar dies praktisch vielleicht nicht durchgeführt werden könne, erklärte Re.igionsminister Zorach Wahrhaftig auf der Weltkonferenz der Hapoel Misrachi. Jerusalem so fügte er hinzu, sei während der meisten Zeit seiner Geschichte eine jüdische Stadt gewesen, wenn man von kurzen Unterbrechungen absehe, wo es niemandes Hauptstadt war. Daher dürfte kein Zweifel an Israels Recht bestehen, die Stadt in ihrer Gänze zu behalten. — (ITA) Besuch in Israel Jerusalem. — Das Büro des sefardischen Oberrabbiners Jizchak Nissim teilte mit, dass der rumänische griechisch - katho ische Patriarch Israel im Oktober einen offiziellen Besuch abstatten wird. Er folgt der Einladung des israelischen Oberrabbiners welcher vor kurzem Rumänien besuchte. Der Patriarch wird eine Pilgerfahrt nach den Heiligen Stätten unternehmen und mit israelischen Persönlichkeiten Zusammentreffen — (ITA)

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