Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2283 (30.8.1968)
- Date
- 1968-08-30
- Page
- [Seite 4] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — Vmmnes, 30 de Agro*f« de K*8 SEMANA ISRAELITA A*e XXIX. — N? 22*$ Ereignisse der Woche Krankheit: Dialogitis Raphael Jehuda Werblowski ist Dekan für Humanistik an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Er hat Ui London und in Genf studiert und als Gast Vorlesungen an japanischen und Jnordamerikanischen Universitäten gehalten. Er hat Bücher geschrieben, u. a. ...Joseph Caro, Anwalt und Mystiker“. .Lucifer und Prometheus“. Die Hebraica hatte ihn eingeladen, mehrere Vorträge zu halten. Tn einem dieser Referate führte der Redner aus, dass cs Themen von gesundem und ungesundem Interesse und erregende Themen gibt. Eines dieser Themen seien die jüdisch-christlichen Beziehungen. Die sogen, neuen Formen eines Dialogs zum gegenseitigen Verständnis seien in Mode gekommen, doch es ist wichtig festzustellen, dass es solche Versuche schon früher gegeben hat. Nach Werblowskis Ansicht ist die Theologie immer noch eine militante Wissenschaft Es gab und gibt eine Art von Wortkrieg, und der Dialog wird nur selten von den Juden gesucht. »Die Juden konnten nicht das sagen, was sie dachten, und heute haben sie dem, ■was sie manchmal sagen konnten, v’elleicht nicht viel iiinzuzufügen. Es handelt sich nicht - arum. einen Ersatz für eine echte jüdische Theologie zu finden“, sagte er. Dagegen gäbe es viele, die einer neuen Epidemie der Dialogitis, verfallen sind. Prof. Werblowski verweist auf einen Puniit, den er für fundamental hält, d. i. auf die guten Beziehungen in der Gemeinschaft für ein gutes tägliches Verständnis. Vorurteile und Diskriminationen müssen abgeschafft werden, das sei notwendig. Doch der theologische Dialog sei etwas anderes. Die Juden haben eine religiöse Ideologie. Einen offenen Dialog zu suchen, bedeutet die Bereitschaft, das Risiko einzugehen, sich zu der Meinung und „theologischen Strömung des' anderen zu bekehren, und zwar ebenso für die Juden wie für die Christen. Werblowski stellt die Frage, inwieweit man zu dem Abenteuei des Dialogs bereit sein könne. Dazu wäre ein idealer Jude und ein idealer Christ Vorausse+- zung. Doch gibt es solche idealen Persönlichkeiten? gegenseitige Toleranz ist eine Sache, die Fusion eine andere. Vom Dialog Für den Juden ist der Dialog leichter, denn er besitzt keine dogmatische Definition. Ihm genügt die Identifizierung mit dem geistigen Gehalt des Judentums, und er braucht keine Autorisation Nun sind aber diejenigen, die am emsigsten den Dialog suchen, zweifelhafte Vertreter der jüdischen Werte. Andererseits, so stellte er fest, haben die orthodoxen Juden kein Interesse an irgendeinem Dialog, nicht einmal mit den nicht-orthodoxen Juden. Dies is eine logische Position, setzte er hinzu. Die C ATECA S.A. Directorio 5555 Buenos Aires T. E. 68.1017/18 y 1264 SUAVANDAR ei calzado legítimo de espuma de goma .,Ich habe bemerkt“, sagte Prof. Werblowski. ..dass meine frömmsten christlichen Freunde jene sind, welche ihr Christentum am ernstesten nehmen. Es sind Geistliche oder Mönche Doch von jüdischer Seite sind die, die den Dialog wünschen, Menschen, welche die theologischen Grund lagen eines solchen Dialogs nicht kennen. Für einen Juden wie mich sind die Juden in Begriffe ihrer Zugehörigkeit zu einem Staatswes^n oder zu einqr ethnischen Gruppe zu definieren. Denn man kann sie nicht als zugehörig zum Judentum oder zur Synagoge bezeichnen. Wir sind Mitgliedes jüdisenen Volkes. Das ist eine Tatsache. Die Synagoge ist nur eine der Formen. Die Grundlage ist diese Angehörigkeit zum Volkstum. Die Identifizierung bewirkt. dass der Jude innerhalb der Geschichte Jude ist. Das religiöse Problem erfordert eine philosophische Definition. Heute ist es schwierig, festzustellen, wer religiös und wer nicht religiös ist. Heute ist jemand abtrünnig und morgen orthodox.“ Er gab zwei Beispiele: San Thomas von Aquino für die christliche Weit und Maimonides für die jüdische Welt. Der Bericht ist dem Mundo Israelita (gekürzt) entnommen. Executiv-Sitzung Am vergangenen Sonntag tagte die Executive des Jüdischen Weltkongresses unter Teilnahme ihrer in Argentinien und Uruguay lebenden Mitglieder unter dem Vorsitz von Dr. Moises Goldman, Jer einleitend den Zweck der Beratungen mitteilte, die der endgültigen Vorbereitung der 5. Lateinamerikanischen Konferenz galten, die vom JWK gemeinsam mit der Jewish 4gency vom 26. bis 30. Oktober abgehalten werden wird. Durch das Erscheinen des Präsidenten des Jüdischen Weltkongresses, Dr. Nachum Goldmann, und einiger anderer hervorragender Persönlichkeiten des inciencias económicos. ESTUDIO contadores públicos nacionale* consultores de ¡empresa* SANTA FE 2224, lf T. E.: 80-0149 ESPECIALISTAS EN SOCIEDADES - ANONIMAS 11' f0l>fSh TlMilM Dt Gratulieren Sie Ihren Verwandten und Freunden in Israel, Amerika und Europa zu Rosch Haschana mit einer nsitD mtp Glückwunsch-Anzeige in der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU Die SONDERNUMMER erscheint am Freitag, den 20. September Annahme von Anzeigen in unserem Büre PUEYRRED0N 2190, I. Stock links B ODER TELEFONISCH UNTER 83-2613 ternationalen jüdischen Lebens gewinnt die Konferenz eine besondere Bedeutung. Ueber die spezifischen Probleme dieser Tagung informierte der Delegierte des JWK, Mark Turkow, der zugleich einen interessanten Programmentwurf vorlegte, de dann von den Anwesenden lebhaft diskutiet wurde. Zunächst gilt es, die unserer Zeit entsprechende organisationelle Grundlage für die künftige Arbeit zu legen, da in den sechs Jahren seit der letzten lateinamerikanischen Konferenz eine grosse Reihe von Wandlungen, Aenderungen und neuen Gegebenheiten eingetreten sind, die Berücksichtigung verlangen. An der lebhaften Debatte, die sich aut viele Einzelheiten der ’,u behandelnden Themen, Fragen und Probleme bezogen, nahmen u.a. teil: Ben Zwi der ständige Delegierte aer Jewish Agency, die ihre lateinamerikanische Zentrale in Montevideo hat, Dr Jizchak Goldenberg, Dr. Tobias Kamenszein, Chaim Finkeistein, das neuernannte Mitglied der Zionistischen Executive in Jerusalem S. Wainstein (Montevideo), Dr. Hardi Swarsensky Ing. Nachman Radijowski und der zu Gast in Buenos Aires weilende Dr. Natan Lerner, der nach Buenos Aires als Delegierter eines internationalen Juristenkongresses gekommen ist. Die weiteren Vorbereitungen zur 5. lateinamerikanischen Konferenz wurden sofort aufgenommen. Es werden sich Delegierte aus allen lateinamerikanischen Ländern beteiligen. Rednern gebührend gewürdigt wurde. Dr. Matusevich lehrt an der Medizinischen Fakultät von La Plata, und viele wissenschaftliche Institutionen aes Landes verdanken ihm wertvolle Beiträge. Er gehört zu der Mitgründern jüdischer Vereinigungen w'ie der OSE, Hebraica und des Verbandes der Freunde der Hebräischen Universität von (Fortsetzung der Ereignisse auf Seite 5) Literarische Notizen Verfilmung In Ungarn wird von Direktor John Frankenheimer ein Film nach dem Roman von Bernard Malamud „The Fixer“ gedreht. Die ungarische Ebene eoll den osteuropäischen Hintergrund geben; Sequenzen aus Kiew, wie es 1911, zur Zeit des Beilis-Prozesses war, werden in Budapest gedreht. David Opatosnu wird den Regisseur auf jüdisch-fachlichem Gebiet beraten. Stipendium ln Erinnerung an Paula Ben Gurion hat das Technion ein Stipendium errichtet, das einem Mädchen ein Jahr Studium erlaubt. Ben Gurion hat sich in den ersten Trauerwochen mit alten Papieren befasst und wird seine Briefe an seine Frau aus der Frühzeit seiner Ehe — 1917 — als sie oft aus Gründen zionistischer Arbeit getrennt waren, herausgeben. 85. Geburtstag Der Schauspieler und Regisseur Ludwig Stoessel, früher Wien, Breslau, Berlin, Salzburg, wurde in New York 85 Jahre alt. Bis vor wenigen Monaten hat er in den USA in Filmen mitgewirkt. Auch auf dem Fernsehschirm war er bis vur kurzem zu sehen. Argentinische Makkahia In Anwesenheit von über tausend jungen Sportlern, Leitern und Delegierten fanden in der vergangenen Woche in Mar dei Plata die 8. Makkabi-Spiele (Makkabia) statt, an denen sich alljährlich zahlreiche sportliche Verbände und Institutionen aus dem ganzen Land beteiligen. Ausser dem Wettbewerb in den verschiedenen Sportarten bietet diese Veranstaltung vier Tage hindurch den Teilnehmern die Gelegenheit brüderlichen Zusammenlebens im Rahmen der grossen jüdischen Familie Argentiniens. Ehrung für Dr. Matusevich In der Hebraica veranstaltete die Leitung dieser Institution gemeinsam mit der Damen_Kommission des Jüdischen Krankenhauses ein Bankett zu Ehren des verdienstvollen Hals-Nasen-Ohren.Arztes Prof. Dr. José Matusevich, dessen Persönlichkeit von zahlreichen Ernesto Mendel Ruth W. de Mendel Liselotte F. de Juda Walter Juda aeben die VERMAEHLUNG ihrer Kinder LEA und EDUARDO JORGE Die Trauung findet s.G.w. am Sonnabend, den 7. September, im Tempel der Nueva Comunidad Israelita um 20 Uhr 30 statt. Zapata 286 n " 3 >CSE und ELENA M0SK0VITS sprechen auf diesem Wege S. E., Herrn Botschafter von Israel, Don Moshe Alon, Freunden. Bekannten, Institutionen und Organisationen, für die ihnen anlässlich der Bar Mitzwah-Feierlichkeiten ihres Sohnes VICTOR PARYS M0SK0VITS zuteil gewordenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche, ihren herzlichsten Dank aus. Auf Grund der überaus grossen Anzahl von Freundschaftsbezeugungen ist es unmöglich, jedem Einzelnen persönlich zu danken. LUACH-(KALENDER) Freitag, den 30. August Sonnabend, den 31. August Schabba SCHOFTIM Haftara: Jesaja Kap. 51 Sonntag, den 1. September Montag, den 2. September Dienstag, den 3. September Mittwoch, den 4. September Donnerstag, den 5. September Freitag, den 6. September Schabbat KI TEZE Haftara: Jesaja, Kap. 54 Sonnabend, den 7. September Sonntag, den 8. September Montag, den 9. September Dienstag, den 10. September Mittwoch, den 11. September Donnerstag, den 12. September Freitag, den 13. September Sonnabend, den 14. September Schabbat KI TAWO Haftara: Jesaja, Kap. 6f Sonntag, den 15. September Montag, den 16. September Dienstag, den 17. September Mittwoch, den 18. September 6. Elul 7. Elul 8. Elul 9. Elul JO. Elul 11. Elul 12. Elul 13. Elul 14. Elul 15. Elul 16. Elul 17. Elul 18. Elul 19. Elul 20. Elul II. Elul 22. Elul 23. Elul 24. Elul 25. Elul ¡etzung de "WocW vc der J^tnïci Med¡ílD1 «es cacki.olu’ $»•*" Ï »"“S' » «r1r> viet> „ w 5.r'p, standms f f : sehe« erfulU Vom im Hospta *e feiernd eines jfretsvern <tu kämpft? sf Öffnung ff eines Acrztesta mg von^ur viglia und dul ge Spenden er den ist. Erste Aufga Moratorium:, w zeitige Fe-tsb bildender ‘ sein, um durch Behandlung d dieses tödlich* bekämpfen. Di lang des Kran jnit den modi Teil aus Nor schafften App« aer Bibliothek Fachliteratur; Dr. Benjami An der J3. f International 1 tion nimmt ebi raelisehe lurii min Askin Rechtswissensc Ansehen geni Präsident der Vereinigung i Vüssenscluitei raeiischen Vei die Vereinten wie Mitglied comités der 1 der UN-Verbä: Internationale für Sozialwiss Internationa Konferenz In Buenos f ne interna’.ioi der „Internat sociatum“ st; israelischer Dr. Nathan Blu DlE Efis: Pazifik. J