Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 29 (1968)
- Issue
- 2282 (23.8.1968)
- Date
- 1968-08-23
- Page
- [Seite 8] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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- -; sí o ca FRANQUEO PAGADO « ~ - he n o np Concesión 908 O TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 Año XXIX MANA ISRAELITA BUENOS AIRES, VIERNES 23 DE AGOSTO DE 1968 N° 2282 EL EJEMPLAR en toda la República PUEYRREDON 2190 1» fceq. Buenos Aires T.E, 83 - 2613 Waehlten sie die Freiheit? Unser Bild zeigt einen der beiden syrischen MIG 17 Apparate, die in der vergangenen Woche überraschend auf einem Flughafen im Norden Israels landeten. Die Behauptung der beiden syrischen Piloten, sie hätten sich in der Richtung geirrt, ist nicht sehr überzeugend. Der Fall konnte noch nicht zufriedenstellend aufgeklärt werden. Es kursieren viele Versionen... rv v Düs El AI-Flugzeug in Algerien TERRORISTEN PLANTEN ÜBERFALL ln der Knesset-Debatte über das geraubte El Al- Flugzeug kam die im Volke herrschende Erbitterung über diesen Akt internationaler Piraterie nicht in ge“ nügendem Masse zum Ausdruck. Die Erklärung, dass die Knesset mit den Massnahmen der Regierung in diesem Falle einverstanden sei, war lendenlahm und zu gemässigt. Die Parlamentsresolution hätte die Regierung zu schärferen Schritten anspornen sollen. Wie lange noch will man hier auf die Rückstellung des Flugzeuges und der in Algerien zurückgehaltenen Israels warten? Die algerische Regierung hat den anderen arabischen Staaten mitgeteilt, dass sie die Frage des Flugzeugs auf die Tagesordnung der Konferenz der Arabischen Liga setzen wolle, die Anfang September in Kairo stattfinden soll, — obwohl selbst arabische Staaten, wie Marokko und Tunesien, sich für unverzügliche Freigabe von Flugzeug und Geiseln eingesetzt haben. Am 4. August erklärte der Sprecher der internationalen Zivil-Piloten-Föderation, dass die algerische Luftfahrt boykottiert werden würde, wenn die El AI-Maschine und die zurückgehaltenen Israelis nicht binnen zehn Tagen zurückgestellt sein sollten. Die Zeit vergeht, die Algerier setzen ihre Verschleppungstaktik fort, U Thant begnügt sich mit einem Schreiben an Boumedienne, ven MEIR FAERBER auf das er nun eine ausweichende und hinhaltende Antwort bekam. Mit Recht hat Dr. J. Bader in der Knesset darauf hingewiesen, dass U Thant in der Frage der Jerusalemer Militärparade am Jom Haazma’ut viel, viel aktiver gewesen ist, obwohl es sich um eine interne Anlängst klar entnehmen konnte, dass er die Angelegenheit auf die lange Bank schiebt. Der in der Knessetdebatte seitens eines Abgeordneten (Abr. Tajar) vorgebrachte Vorschlag, die fernere Behandlung dieser Angelegenheit solle aus dem Tätigkeitsbereich des Aussen- I und des Verkehrsministers 1 in den Aktionsbereich des Bei der im vergangenen März gegen das Hauptquartier der El Fatach in Kara* me von der israelischen Armee durchgeführten Aktion wurde ein Dokument gefunden, aus dem das Vorhaben der Terroristen ersichtlich ist, den Viertagemarsch anzugreifen, welcher alljährlich ein Sportereignis in Boykott wurde abgesagt Jerusalem. — Die von der Internationalen Föderation der Piloten mitgeteilte Aufhebung des Boykotts gegen Algerien bildete das Thema eines Berichtes, den Ministerpräsident Eshkol dem Kabinett in seiner letzten Sitzung erstattete. Transportminister Mosche Carmel und der Generaldirektor des Aussenministeriums, Gideon Rafael, äusserten sich gleichfalls zu dieser Frage. Carmel berichtete über die Fühlungnahme der EL AL mit der Föderation der Piloten, von der Auskunft über die Aussichten erbeten wurde, dass Algerien das Flugzeug herausgibt und seine Passagiere und Mannschaft freilässt. Er teilte mit, dass die Vertreter der Piloten gewisse Versprechen von Algerien erhalten hätten. Allerdings gab er zu, dass er keine Informationen über die Art dieser Versprechungen besitze. Der Ministerpräsident teilte Einzelheiten iber die politischen Schritte mit, wobei er besonders den Kontakt mit UN-Generalsekretär U Thant erwähnte. Das Aussenministerium wurde bevollmächtigt, weiter um die Rückstellung des Flugzeugs auf diplomatischem Wege bemüht zu sein. „Tatsache ist, dass der Boykott der Piloten aufgehoben worden ist, während das Flugzeug und seine Insassen weiter von Algerien festgehalten werden“, äusserten offizielle Kreise nach Bekanntwerden der von der Föderation der Piloten beschlossenen Absage des Boykotts. (ITA) Ersuchen an das State Department Jerusalem. — Israels Re gierung sieht sich genötigt, das State Department um Anweisung seiner Konsular- ■beamten zu ersuchen, sich strikt an ihre Aufgaben zu halten und sich nur um die Interessen der USA-Bürger zu kümmern. Dies verlautete, nachdem im Aussenministerium Informationen eintiefen. dass arabische Frau en, die gegen die Militärparade vom 2. Mai demonstrieren wollten, sich vorher um Rat an das USA- Konsulat wandten und hierauf aypü ivonsularbeamte am Ort der Demonstration erschienen, obwohl diese illegal und vorher nicht öffentlich angekündigt war. (ITA) gelegenheit Israels handelte, die niemandem einen Schaden zugefügt hat und durch die kein internationales Recht verletzt wurde. U Thant beeilte sich auch im Mai 1967 sehr, Nassers Wunsch auf Evakuierung der UNEF, der Schutztruppe an der ägyptisch-israelischen Grenze, zu erfüllen, als Nasser die Elat-Schifffahrt unterbinden und Israel einschüchtern wollte. Wo es gegen Israel geht, ist der UN - Generalsekretär weit aktiver, als wo von Arabern eine eklatante Luftpiraterie verübt wurde, deren Opfer Israel war. Nicht nur die Welt, ihre Mächte und die UN, sondern auch Israel selbst zeigt in Bezug auf den verbrecherischen Raub des Flugzeugs zu viel Geduld und Nachsicht. Wir warten in Ruhe ab, was die diplomatischen Interventionen ergeben werden, obwohl man aus den Erklärungen Boumediennes Sicherheitsministers übertragen werden, ist angesichts dieses Zustandes gar nicht so abwegig gewesen, obwohl ihn die Knessetmehrheit überhört hat. Will man das aber nicht, so müssten das Aussen, und das Verkehrsministerium in dieser Sache weit aktiver werden, als sie bisher sind. Auch J. Harari hatte Recht, als er sagte, das Aussenministerium hätte wegen des Raubes eines Zivilflugzeuges die Einberufung des Sicherheitsrates verlangen sollen, in dem gerade jetzt ein algerischer Diplomat Vorsitzender ist. Es darf jetzt keine Rede eines israelischen Sprechers im Sicherheitsrat der UN geben ohne das ceterum censeo, dass vor allem das El Al-Flugzeug und die geraubten Israelis zurückgestellt werden müssen und dass Algerien gerügt und zu Entschädigung für die Verluste der El Al-Gesellschaft und der widerrechtlich zurückgehaltenen Menschen verurteilt werde. Selbst wenn das Flugzeug und die Israelis zurückgestellt werden, darf Algerien nicht straflos ausgehen, denn ohne passive und aktive Teilnahme Algeriens wäre der Piratenakt in dieser Form nicht möglich gewesen. Wenn schon in einem so eklatanten Falle von internationalem Verbrechen ein verbrecherischer Staat von der Welt durch Duldung unterstützt wird, was haben wir dann überhaupt von dieser Welt in Bezug auf Schutz unserer Rechte zu erwarten? Aber wenn wir selbst dies mehr oder minder stillschweigend hinnehmen und dulden, statt Himmel und Erde und vor allem die objektiven Mächte, und es gibt noch einige solche, in Bewegung zu setzen, so geraten wir immer mehr ins Hintertreffen. Es war eine freche Zumutung, dass die Algerier vermittelnden Diplomaten andeuteten, Israel solle seinerseits durch Freilassung von Mördern und Terroristen eine „Geste des guten Willens“ zeigen, wenn es sein Flugzeug und seine Menschen zurückbekommen wolle. Die Galutzeit ist vorüber, da der Jude als Bittsteller auftrat und, um seine Bitte zu unterstützen, gestikulierte da er nicht wagen durfte, offen und klar zu reden. Wir haben, wenn sich arabische Schiffe in israelische Hoheitsgewässer verirrten, diese Boote und ihre Mannschaft stets bereitwillig und ohne auf Inter, ventionen zu warten, freigegeben. Das war ,Geste“ genug. Israel als Staat gestikuliert nicht, sondern es fordert seine Rechte. Unsere Forderung und unser Programm in Bezug auf den algerischen Zwischenfall darf sich nicht auf Auslieferung unseres Flugzeugs und unserer Menschen beschränken, sondern es muss sich auch auf eine empfindliche Best-afung Algeriens erstrecken. f> , Israel darstellt. Im Mittei lungsblatt Nr. 8 der „El FatachBewegung für die Befreiung Palästinas“ war folgender Aufruf zu lesen; „Märsche sind ein populärer Sport in Israel. Sie werden von Klubs und von behördlichen und privaten Instituten organisiert. An ihnen beteiligt sich eine grosse Zahl von jüdischen Jugendlichen aus dem Land und dem besetzten Gebiet sowie Touristen. Es gibt sogar Touristen, die eigens kommen, um an diesem Ereignis teilzunehmen. Häufig vertreten die Teilnehmer Klub« oder Institutionen wie Schulen und Universitäten. Die Programme für die Märsche werden im voraus bekannt gegeben. Diese Programme enthalten die Marschroute und die Ankunftszeiten in jeder Etap t>e. Bis zum 5. Juni 1967 war die Armee mit der Sicherheit bei diesen Märschen betraut. Im allgemeinen unterhielten diese Truppenteile Kontakt mtt den Militärbasen und Polizeistationen in der Nähe der Route, aber manchmal ist die Ueberwachung nicht so streng, was besonders für die von der Grenze entfernten Zonen zutrifft. Einige dieser Märsche dauern mehrere Tage bis Scholom Tel Aviv. — „Bisher kenne ich nur ein einziges hebräisches Wort, Schalom, und ich glaube, dass ich es jetzt anwenden werde“, erklärte der neue westdeutsche Botschafter Karl Hermann Knoke, der in Israel eintraf, um sein Amt zu übernehmen und dem Staatspräsidenten seine Beglaubigungs-Schreiben zu überreichen. Knoke vesicherte den Journalisten im ■ Flughafen, dass die Sympathie für Israel in Westdeutschland seit dem Krieg im Jahre 1967 erheblich zugenommen hat. Er betonte auch, dass in Deutschland der wünsch nach Frieden im Mittelosten herrscht und die Deutschen Israels Wunsch nach Frieden wohl kennen. (ITA) zu einer Woche, doch es gibt auch Märsche, die hur wenige Stunden dauern. Der letzte Marsch begann am heutigen Morgen in Hebron und befindet sich auf dem Weg nach Beer Schewa, wo er um 2 Uhr nachmittags ankommen soll. Die Marschierenden werden in Beer Schewa vom Bürgermeister, Vertretern der Erziehungs¬ und Sportbehördeh und den lokalen Institutionen begrüsst werden. Diese Märsche, an denen hunderte oder tausende Zionisten teilnehmen, sind eine gute Beute für unsere heroischen Krieger“. Dieses Dokument wurde am 14. März 1968 verfasst, eine Woche vor der Aktion der israelischen Verteidi. gungskräfte gegen den Stützpunkt der El Fatacb und drei Wochen vor dem Beginn des Viertagemarsches in Israel. Sein Inhalt zerstört jegliche Illusion Uber die Art der Ziele dieser Saboteure, die in der sportlichen Betätigung von Schulen, Universitäten, Klubs und Touristen die „geeignete Beute für heroische Krieger“ sehen. Unruhen in Jerusalem Jerusalem. — Erregte Menschenmengen überfielen das arabische Viertel von Jerusalem, nachdem bei drei verschiedenen Explosionen im Stadtzentrum neun Israelis verletzt wurden, von denen drei schwere Verwundungen erlitten. Zwei Araber wurden am Ort der einen Explosion niedergeschlagen, worauf die wütenden Passanten die Verfolgung der Araber bis in die Altstadt aufnahmen. Bei diesen Unruhen verhaftete die Polizei 20 Israelis, welche schwere Schäden in Ostjerusalem anrichteten, wobei sie es hauptsächlich auf die dort stationierten Autos abgesehen hatten. Mehrere verdächtige Araber wurden von der Polizei festgenommen, nachdem ein Sicherheitsbeamter nur wenige Meter vor. einem zentral gelegenen Kino entfernt in einem Mülleimer eine Granate mit einer Zündschnur gefunden hatte. Die Beamten teilten mit, dass zwei Sprengattentate verhindert werden konnten. Acht Personen wurden durch die Explosion eines Sprengkörpers verletzt, den die Saboteure am Eingang zu einer Abflussanlage gegenüber dem Krankenhaus der Kupat Cholim gelegt hatten, und eine Person wurde verwundet, als auf der Strasse nach Seien in der Nähe der Eisenbahnstation eine Bombe explodierte. Ueberfallkommandos mit Stahlhelmen sperrten alle St assen ab, die in den arabischen Teil Jerusalms führen. impreso en la Imprenta POLIGLOTA — Rivadavia W* Dadlctivk /Ia la DronloJ* /4 fntolAPfiial N? - DáT SM