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Jüdische Wochenschau · 1968-08-23 · 2282 (23.8.1968) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2282 (23.8.1968)
Date
1968-08-23
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 23 de Agosto de 1968 SEMANA ISRAELITA Año XXIX. — tt* 2282 — 8 Die „Vertreibung aus Gaza Die jüngste Erfindung der arabischen Propaganda ii Ueber Nacht schloss Transjordanien die beiden Jordan- Brücken vor Besuchern und Emigranten aus der Gaza- Zone. Die Einwohner der Städte, Dörfer und Flüchtlingslager der Zone, die nach zwanzig Jahren ägyptischer Herrschaft unter israelischer Militärverwaltung ihre Bewegungsfreiheit zurückgewonnen haben, sollen dem Wunsch der arabischen Staaten gemäss in ihrem dichtbevölkerten Ghetto festgehalten werden. Die transjordanische Regierungsmassnahme, die kurz nach der Kairoer Konferenz des „Palästinensischen Nationalrates“ erfolgte und vermutlich auf deren Beschlüsse zurückzuführen ist, hat ein klar umrissenes Ziel: die Bevölkerung der Gaza-Zone soll daran gehindert werden, zu ihren in Transjordanien lebenden Familienangehörigen zu ziehen oder Arbeit und eine neue Existenz in den arabiscnen Ländern und Scheichtum ern am Persischen Golf zu suchen. Sie soll weiterhin in der übervölkerten Zone und in den Flüchtlingslagern darben, ihre Unzufriedenheit Von ZEEV BARTH soll gegen Israel missbraucht werden, sie soll „Widerstand“ leisten und somit ein politisches und militärisches Mittel im Kampf gegen Israel abgeben. Um die einschlägigen Beschlüsse des „Palästinensischen Nationalrates“ den Arabern in der Gaza-Zone schmackhaft zu machen, wurden sie hinter patriotischen Parolen versteckt und zu einer weltweiten propa- CAJA POPULAR DEBELGRANO COOPERATIVA . DE CREDITO LÍOA. DESDE 1932 ‘ MERECE SU CONFIANZA CASA CENTRAL AMENABAR 2968 AGENCIA N» l: CABILDO 3102 esq. IBERA AGENCIA Ni 2: * CORRIENTES 2294, P.!♦ esq. PASTEUR AGENCIA N» 3: CORRIENTES 532Z Horario: Dias hábiles de 10 a 17 hs. Sábados de 10 » 12.30 hs. Imcripóm t» trMtt « el * Registre de Entidades Financieras Ito bacanas det Banco Central CAPITAL REALIZADO .ACTUAL Y RESERVAS $ 444.000.000.- Jüdische Flüchtlinge San Paulo. — Die brasilianische' Regierung erklärte, zur Aufnahme von jüdischen Flüchtlingen aus Polen und aus arabischen Ländern bereit zu sein. Aussenminister José de Magalhaes versprach in einem Schreiben an die jüdische Föderation Brasilien, dass alle Erleichterungen im Rahmen der brasilianischen Einwanderungsgesetze den jüdischen Immigranten gewährt werden sollen, die sich mit ihren Verwandten in Brasilien vereinigen wollen. Die Mitteilung erfolgte in Beantwortung eines Ersuchens, welches die Föderation im Mai in dem Sinne an das Aussenministerium richtete, dass Brasilien die Regierungen Polens, Aegyptens, Iraks und Syriens verständigen möge, dass es jüdischen Flüchtlingen aus diesen Ländern die Einreise bewilligen werde. (ITA) gandistischen Aktion gegen Israel geniitzt. Die arabischen Staaten riefen die Bevölkerung von Gaza auf, auszuharren und sich nicht von den Israels „vertreiben“ zu lassen, deren angebliches Ziel es ist, die Zone ihrer arabischen Einwohner zu berauben und sie zu israelisieren. Gleichzeitig wandten sie sich mit einer Verbalnote an den UN-Generalsekretär U Thant, in der sie Beschwerde darüber führten, dass „Israel 50.000 Araber aus dem Flüchtlingslager Jebelia ver- ALFREDO STERN MALERARBEITEN FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG VIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tel.; 76~9088 Teppichhaus - M. 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Jetzt konnten die Palästinenser aus Gaza nicht nur ihre Verwandten in den von israelischen Truppen besetzten ehemals westjordanischen Gebieten besuchen, sondern auch ungehindert nach Transjordanien selbst reisen, ihren Urlaub im Libanon verbringen oder sich nach neuen Exi stenzmöglichkeiten in Kuweit, Saudi Arabien oder m den Scheichtumern am Per sischen Golf umsehen. Die Aegypter hatten aus wohlüberlegten Gründen der Bevölkerung von Gaza soi che Rechte niemals emgeräumt. Sie waren vielmehr daran interessiert, die Spannung an der Grenze zwischen der übervölkerten Zone und Israel zu erhalten und das durch Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Not heraufbeschworene E'end in eine Speerspitze gegen Israel zu verwandeln. Die Palästinenser aus Gaza hatten viele und gute Gründe dafür, die ihnen gewährte Freizügigkeit zu nutzen. Sie strebten die Wiedervereinigung der seit 1948 zerrissenen Familien an. Sie wollten dem Elend der Flüchtlingslager und der permanenten wirtschaftlichen Krise und der Arbeitslosigkeit in der Zone entkommen. Sie fanden lukra tive Arbeitsplätze in Kuweit, Katar, Bahrein oder Abu Debi. Vor Beginn des Schuljahres waren sogar Emissäre aus diesen Ländern nach Gaza gekommen, um junge Lehrkräfte für die dortigen Schulen zu verpflichten; die Lehrer übersiedelten gern und nahmen gleich ihre Familienangehörigen mit. Hinzu kam gewiss auch der verständliche Wunsch, der israelischen Fremdherrschaft zu entkommen. Die Gaza-Bewohner, die die offiziellen Kairoer Erklärungen genau zu analysieren wissen, haben nicht übersehen, dass die Gaza-Zone immer seltener unter denjenigen Gebieten figuriert, deren Rückgabe Nasser im Rahmen der „Auslöschung der Spuren israelischer Aggression“ fordert. Sie begannen mit der Möglichkeit zu rechnen, dass die Gaza-Zone für immer israelish bleiben CARLT0N- KLEIDUNG ■ CARLTON-Kleidung ist aussen und innen höchste Qualität. Beim Smoking, beim Strassenan zug, beim Sportsakko ■ Ihr guter Freund an kalten Tagen, der CARLTON-Mantel. MASSKLEIDUNG FERTIGKLEIDUNG « » Carlton Maipú 982 — 31-7845 wird und wollten deshalb die jetzt noch bestehende Möglichkeit nützen, um in ein arabisches Land zu übersiedeln. Wer keine sofortige Möglichkeit hatte, ostwärts in die arabischen Oelstaaten zu wandern, blieb vorderhand in Transjordanien. Dieser Umstand hat die Schwierigkeiten der Regierung in Amman erheblich verschärft. Die Flüchtlingslager sind überfüllt. Amman „platzt“ infolge der zahlreichen zugewanderten Palästinenser „aus den Fugen“. Die demographische Situation in Transjordanien hat sich geändert, weil heute rund die Hälfte von den 1,3 Millionen Einwohnern aus Palästinensern besteht. In den Städten Amman, Irbid, Salt und Akaba besitzen die Palästinenser die Mehrheit und die hinter König Hussein stehenden ostjordanischen Beduinen haben allen Grund zur Befürchtung, dass die Palästinenser die Macht im Staate übernehmen könnten. Aber nicht nur Hussein und seiner Regierung mundete diese Entwicklung nicht. Auch die Terrororganisationen der Palästinenser, die seit jeher danach streben, in den besetzten Ge- LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INÜtPENCPENTE Bs Aires - PUEYRREDON 219C. 1* izq - 83-261* 29. Aw 5728 23 August 1968 Statistische Zahlen Jerusalem. — Etwa 300 Millionen Dohar wurden im vergangenen jahr bei der Dringlichkeits Kampagne für Israel gesammelt, wie das Büro tür Statistik mitfeilte. Die Vergleichsziffer für 1966 beträgt 94 Million nen. Von der 1967 aufgebrachten Summe entfallen 209 Millionen auf die USA und Kanada, 45 Millionen auch Europa. 41 Millionen auf die Sterlingzone und der Rest auf andere Länder. — (ITA) 'bieten feste Operationsbasen zu errichten, hatten Grund zur Befürchtung, dass die Auswanderung der nicht zur Kooperation mit Israel geneigten Bevölkerung ihre Pläne zunichte machten könnten. Darüber hinaus könnte Israel versuchen, die freigewordenen Plätze durch Israelis zu besetzen und damit seine angeblichen Annexionspläne zu fördern. Der transjordanische Be* Schluss, den Palästinensern aus Gaza keinen Einlass zu gewähren, wäre vielleicht als innerarabische Angelegenheit zu werten, ginge er nicht Hand und Hand mit einer antiisraelischen Hetz* und Lügenkampagne. Wäre es Israel wirklich daran gelegen, die -'lüchtiinge aus Jebelia zu entfernen, fände es gewiss Mittel und Wege, um sie in Schomron und Jehuda anzusiedeln Den Palästinensern aus Gaza bleibt auch weiterhin die Möglichkeit offen, von Lod oder Haifa aus auf dem Luft- Seewege Israel zu verlas* sen. M0EBELHAUS WATERMANN Da« Hans der % Geschäfte mit der grössten Auswahl SARMIENTO 1147 T F 35 - 7033 CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke tíuíu vtrat« Z&nlungserie'chteri.ngeD Eigene Wtrustai ten Zuvorkommende fach- Tiännische Bîdienunç Fiambres Finos “FRIG UINCIA MARCA QUE DISTINGUE LA CAUDAD yy FRIGUINCIA Estudio Jurídico Internacional Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN BUEROSTUNOEN: von 15 — 19 Uhr NUR Dienstag und Mittwoch ('Ich bitte nicht vor 14 Uhr zu erscheinen J «. oder nach Vereinbarung T. E.: 83 - 2613 Dr. Günter Frey ASUNT0S ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS ERBSCHAFTSSACHEN - VERTRAEGE - VERWAITUN GEN - MIET5-, ZIVIL- UND HANDELSSACHEN T. 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