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Jüdische Wochenschau · 1968-08-16 · 2281 (16.8.1968) · p. [Seite 3]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2281 (16.8.1968)
Date
1968-08-16
Page
[Seite 3] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 15 de Ago**to de 196$ SEMANA ISRAELITA Año XXIX — N* 2281 De Gaulle, Israel und die Juden Die gaullistische UDR hat bei den Parlamentswahlen einen triumphalen Sieg errungen. Die „orthodoxen“ Gaullisten der UDR (Union der Demokraten für die Republik) haben allein ohne die Unabhängigen Republikaner die absolute Mehrheit im Parlament. Noch nie hatte eine französische Republik, welche Nummer sie auch trägt, eine so kompakte und massive Mehrheit, noch nie hatte Charles de Gaulle parlamentarisch die Hände so frei wie zur Stunde. Es ist auch deshalb von besonderem Interesse zu klären, wie sich das Verhältnis dieser verstärkten gaullistischen „Monarchie“ zum Staat Israel gestalten wird, nachdem der Krieg vom Juni 1967 seine Schatten über die Beziehungen zwischen Frankreich und Israel geworfen hatte. Hinzu kamen die so oft zitierten Worte des Generals de Gaulle auf seiner Pressekonferenz vom vorigen Jahr, als er vom „jüdischen Volk, beherrschend und sicher seiner selbst“ gesprochen hatte, Worte, die in der jüdischen Welt, weit über Frankreichs Grenzen hinvon KURT KAISER-BLUETH CAJA POPULAR DEBELGRANO COOPERATIVA , DE CREDITO LTOA. BESSE 1932 MERECE SS CSRFIANZA USA CENTRAL: AMENA8AR 2968 «¡ENCIA N* 1: CA81L00 3102 «q. IBERA AGENCIA N* 2: CORRIENTES 22W, f*. P esq. PASTEUR AGENCIA N» 3: CORRIENTES 5322 Uorarie: das hábiles de 10 a 17 hs. Sábado« de 10 a 12.30 hs. tmaipofa m trámite e* et ' Repstro de Entidades financieras Da baacanai dal banca Central CAPITAL REALIZADO ACTUAL Y RESERVAS $ 444.000.000.- aus, grosse Erregung ausgelöst hatten. Deshalb schien es mir von besonderer Nützlichkeit, einen der jüdischen Neugewählten des Gaullismus, der indessen schon seit einiger Zeit in den Führungsgremien der Bewegung ein gewichtiges Wort zu sagen hat, über die Stellung des Gaullismus von 1968 zu Israel und den Juden zu befragen; Claude-Gérard Marcus, einer der „jeunes loups“, der „jungen Wölfe“ der gaulistischen Politik. Er wird im August dieses Jahres erst 35 Jahre alt und ist eine der grossen Hoffnungen der gaullistischen Bewegung. Dieser „Licencié en droit“ mit dem Diplom der Schule des Louvre hat schon eine 'brillante Karriere hinter sich und wahrscheinlich eine noch weit brillantere vor sich. Marcus ist heute unter anderem Präsident der Gruppe der „Französisch- Israelischen Freundschaft“ in Paris, Präsident des Museums der Jüdischen Kunst in der Hauptstadt und ehe^ maliges Mitglied des Zen. ralräts der Liga gegen den Antisemitismus. Daneben war er Chefredakteur mehrerer lokaler pariser Wochenblätter seiner Bewegung. Marcus, bereits Stadtrat von Paris, ist bei den Juniwahlen mit einem überraschend hohen Stimmsatz als überlegener Sieger in das Palais Bourbon eingezogen. Im Privatleben ist er Direktor einer Kunstgalerie und Bilder - Sachverständiger. Noch eines ist bei ihm festzustellen. Er ist keineswegs das, was man im französischen politischen Sprachgebrauch ein wenig spöttisch einen „Inconditionnel“, einen bedingungslosen Anhänger des Generals zu nennen pflegt. Claude-Gérard Marcus hat Zivilcourage und schweigt nicht, wenn ihm etwas gegen den Strich geht. So hat seinerzeit nach de Gaulles Pressekonferenz sein „Offener Brief“, in dem er mit Leidenschaft die Sache Israels vertrat, und sein Nein als Jude gegenüber gewissen Formulierungen des von ihm sonst verehrten Generals aussprach, grösstes Auf¬ ALFRED0 STERN MALERARBEITEN FACHM AENNISCHE AUSFUEHRUNG VIDAL 1575 — FAST ECKE PINO Tel.: 76-9088 Teppichhaus - M. 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Marcus äusserte sich zu der Frage der künftigen Politik der französischen Regierung gegenüber Israel, dass man dieses Problem mit kaltem Blut und ohne Leidenschaft studieren müsse. Die Aktion des Generals sei nicht von Motiven für oder gegen Israel geleitet. De Gaulle geht von einer globalen Konzeption der Probleme des Mittleren Ostens aus. Innerhalb der Regierung wären mehrere Tendenzen vorhanden, aber die Freunde Israels befinden sich in der Mehrheit. Behauptungen, dass Schwarze Listen angefertigt worden seien, auf denen die Namen aller führenden Zionisten in Frankreich enthalten wären, sind frei erfunden. „Ich selbst“, so sagte Marcus, „habe mich nach der berühmten Pressekonferenz des Generals de Gaulle öffentlich gegen die damals festgelegte Israel-Politik Frankreichs ausgesprochen, aber das war keineswegs ein Hinderungsgrund dafür, dass ich als offizieller gaullistischer Kandidat aufgestellt wurde.“ — „Auch die Abkommen, die Frankreich mit den arabischen Staaten geschlossen hat, bilden keinen Grund zur Beunruhigung, Unabhängig davon unterhält Frankreich seine freundschaftlichen Beziehungen mit Israel. Die einzige Streitfrage bildet die Lieferung der Mirage-Flugzeuge. Davon abgesehen hat Frankreich seine Waffenlieferungen an Israel fortgesetzt. Da Frankreich gute Beziehungen zu Israel und den arabischen Staaten unterhält, kann es als ein Faktor der Entspannung im Mittleren Osten angesehen werden. General de Gaulle hat fm übrigen in seiner Aufsehen erregenden Pressekonferenz seinerzeit das Lebensrecht Israels unterstrichen. Diesen Standpunkt hat er auch in seinen Reden gegenüber irakischen und syrischen Repräsentanten zum Ausdruck gebracht.“ Auf den Vorhalt, dass die Formulierung vom „jüdischen Volk, beherrschend CARLT0N- KLEIDUNG ■ CARLTON-Kleidung ist aussen und innen höchste Qualität. Beim Smoking, beim Strassenan zug, beim Sportsakko ■ Ihr guter Freund an kalten Tagen, der CARLTON-Mantel. MASSKLEIDUNG # FERTIGKLEIDUNG « Carl ton Maipü 982 — 31-7845 und sicher seiner selbst“ die jüdische Oeffentlichkeit beunruhigt hat, erwiderte der Deputierte Marcus: „Die jüdische Gemeinschaft in Frankreich war von den Worten des Präsidenten schockiert. Daran kann kein Zweifel bestehen. Später aber hat der General versichert, lass ihn diese Reaktion sehr überrascht habe. Seine Sätze seien nur als Gesamtheit zu betrachten und von lyrischem Schwung getagen, der oft seiner Rhetorik eine besondere Note gibt. Er habe diese Worte eher als eine Ehrung, keineswegs aber als eine Herabsetzung benutzt. Im übrigen wurden aber auch nach dieser Rede Juden mit Posten mit hoher Verantwortung betraut. Es sei also falsch, bei ihm irgendwelche antisemitische Neigungen anzunehmen. Von einem gaullistischen „Rassismus“ zu sprechen, Ist sinnlos.“ Auf die Frage, ob es besondere Projekte der jüdischen Deputierten der gaullistischen Partei gäbe, antwortete Claude-Gérard Marcus, dass diese Delegierten keine besondere Gruppe im Rahmen ihrer Bewegung bilden würden und deswegen auch keine speziellen Forderungen oder Projekte haben. LA SEMANA ISRAELITA SEMANARIO INDEPEND1 ENTE Bs. Aires - PUEYRREDON 2190, 1* Izq. * 83-2618 22. Aw 5728 16. August 1968 El AI gewinnt Preis London. — Das israelische Fremdenverkehrs-Büro und die Luftlinie El Al waren die Gewinner der Reklamepreise in England uuf der Jährlichen Schau für Zeichnen und Kunst. El Al erhielt den Preis für Reklamekunst und El Al und das Büro für Tourismus gemeinsam die „Besondere Erwähnung“ für einen aus acht Inseraten bestehenden Reklamefeldzug, der Israel als angenehmen Ferienaufenthalt und El Al als die angezeigte Fluglinie darstellte, um dieses Ziel schnell zu erreichen. (ITA) Investitionen Tel Aviv — Die ausländischen Investitionen haben sich seit dem vergangenen Jahr vervierfacht, wie Finanzminister Pinchas Sapir in einer Ansprache an die jungen Führer der nordamerikanischen Einheitskampagne mitteilte. Nach Aussage des Ministers flössen im ersten Halbjahr 1968 ausländische Investitionen in Höhe von 4t Millionen nach Israel, während die Vergleichsziffer für 1967 nur 10 Millionen beträgt. (ITA) Studenten aus USA Jerusalem. — Eine Gruppe von 50 Studenten der Brandeis-Universität und 26 anderen nordamerikanischen Universitäten nehmen unter der Auspizien des jerusalemer Jacob Hiatt'Instituts an einem sechsmonatigen Kursus in jüdischer Geschichte und jüdischen Themen teil. (ITA) M0EBELHAUS WATERMANN Das Haus der I Geschäfte mit der grössten Auswahl SARMIENTO II47 IfJ5. 103; CABILDO 2614 PAMPA 4979 fast Ecke ■ riui.rlraU Zaülungserle'Chter»ngeD Eigene Werkstätten Zuvorkommende fachmännische Bedienung ff Fiambres Finos “FRIG UINCIA MARCA QUE DISTINGUE LA CALIDAD FRIGUINCIA Estudio Jurídico internacional Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE ALLE ENTSCHAEDIGUNGSFRAGEN BUER0STUNDEN: von 15 — 19 Uhr NUR Dienstag und Mittwoch (Ich bitte, nicht vor 14 Uhr zu erscheinen J oder nach Vereinbarung T. E.: 83 - 2613 Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS ERBSCHAFTSSACHEN - VERTRAEGE - VERWALTUN¬ GEN - MIET5-, ZIVIL- UND HANDELSSACHEN T. 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