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Jüdische Wochenschau · 1968-08-09 · 2280 (9.8.1968) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2280 (9.8.1968)
Date
1968-08-09
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Vie*“*»«*, 9 de Agosto de 1968 SEMANA ISRAELITA AHo XXIX. — N* 2280 eiheit »W Itlen Me¿ *«* íUche»í » -baft g a!1 sein« nachte die hat' °Sse En¿^ aus' dass AVn. gr°Ssen id! %ií war, “7ei> zu. -sonden, •n M«t and , die * Ze¡t ald¡e wbeizi*stehen sei' ei» ehrender bewahre? AlL lchsein,í„V,rí nnsamer sucht, für H ren‘ fts-ss? 5->c Grünberg S,A S“ f J*hre ’a« “h Buen<* Aires c? argentinische?r °.s M- GrünbeJ h eme innige Ver zwischen seinem a Argentinien m Judentum dar. r™nberg war eis ,Zlon¡st, den die elische Regierung díte, Israel in0ffi-?rtreten. bis dann n den Staat i9ra. mte. =’ der vielseitig ärhat zahlreiche unktionen im Me internationalen efiillt, viele lfer. tlicht und eine journalistieitu. a. als Mit- ' „La Nación", Bluhm erfahren, hat kalter Bluhm t bei der Nue- I Israelita in eingestellt und Aufgaben zw im Rahmen ibiete liegen, n hat seine s Kantor noch ändigen Lehr irlin erhalten, tls auf den Beischen Lehrers orden ist. Dort rosse Kenntnisjüdischen Wir erworben, die ihre und Jahr h emsiges Stug der Ereignisse Seite 5) guel de Manguel 24 A« 25, A« 26- AW 21. A» 28 AW 29. AW 30. AW 1. Elu lM 3. E|u 4.S1«1 Ereignisse der Woche (Fortsetzung der Ereignisse der Woche von Seite 4) dlum ergänzt und erweitert hat. Bei seiner Auswanderung nach Südamerika war er zunächst kurze Zeit in San Paolo tätig, bis er nach Buenos Aires kam, wo er die NCI mitbegründete und an Ihr unermüdlich bis in diese Wochen hinein mitwirkte. Fast dreissig Jahre hindurch war Walter Bluhm als Oberkantor und Lehrer lind später Leiter der Schule tätig. Durch seine schöne, klangvolle Stimme und durch die Innigkeit seines Vortrages der Gebete hat er Haltung und Trost, Erbauung und Mut denen gegeben, die im Gottesdienst neue seelische Kräfte zu sammeln bestrebt waren. Er hat so gesungen, wie man ,,drüben“ gesungen Hat, er hat aber auch so gesungen, wie man in Zukunft singen wird. Für diese, seine Arbeit gebührt ihm nicht nur der Dank eines Kreises oder einer Gemeinde, sondern die Anerkennung und Wertschätzung aller, die am jüdischen Lehen interessiert Anteil nehmen. Ehrenvolle Ernennung Der Präsident der DAIA, Dr. Jizchak Goldenberg, wurde zu einem der Vizepräsidenten des CO JO gewählt, der Konferenz der zentralen jüdischen Weltorganisationen, an deren Spitze Dr. Nachum Goldmann steht. — Raul Soldi Vor einigen Tagen fand In der „Casa Argentina en Tierrä Santa“ eine Feier statt, auf der der bekannte argentinische Maler Raul Soldi verabschiedet wurde, der ein 40 Quadratmeter grosses Fresco in der Verkündungskirche in Nazaret malen wird. Einige bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen und des jüdischen Lebens waren erschienen, unter ihnen auch Msgr. Dr. Ernesto Segura, der Präsident dieser Institution. Zu spaet weggeschickt Der Gründer und Ideologe des American Council for Judaism Rabbiner Eimer Berger wurde gezwungen, meinen Rücktritt als Vizepräsident der Organisation zu erklären. Anlass war die Mitwirkung dieses merk würdigen Rabbiners an einem TV-Programm, m dessen Rahmen er das Wort für die arabische Sache ergriff. Berger ist seit langem als Feind Israel bekannt. Er ist übrigens auch einer der jüdischen Mitarbeiter der Deutschen National- und Soldatenzeitung. _ Dass erst jetzt sein Rücktritt verlangt wurde, ist bedauerlich. Im übrigen teilte der Council mit, dass er im israelisch - arabischen Konflikt „neutral“ sei und aus diesem Grunde Berger zum Rücktritt veranlasst habe, der einseitig gegen „eine der beiden Parteien“ Stellung genommen habe .. Kongress der Kehilla Die AMIA wird vom 12. bis 17. September einen Kongress aller jüdischen Gemeinden (Kehillot) in Argentinien durchführen, zu dem der Religionsminister von Israel Zorach Wahrhaftig, der Oberrabbiner von Rumänien Dr. Mosche Rosen, der Professor der Hebräischen Universität Dr. Rottenstreich und Dr. Levenberg (Lonodn) eingeladen sind und bereits ihr Blick in die Welt v«a HAROLD SCHWARCZ TSCHECHEN UND Russen haben sich diesmal noch auf einen gemeinsamen Kurs geeinigt, die Entscheidung aber soll die Konferenz in Bratislava bringen. — SCHRECKLICHE Erdbeben werden aus Costa Rica, den Philippinen, Mexiko und anderen Ländern gemeldet. IMMER NEUE Schlachten werden aus Vietnam gemeldet. — WELTWEITES ECHO hat die Enzyklika „De la vida humana“ gefunden, die Zustimmung und Widerspruch ausgelöst hat. — AEGYPTEN will dabei behilflich sein, die im Suezkanal liegenden Schiffe wieder flottzumachen, wenn Israel dies zulässt... — BLUTIGE Studentenunruhen fanden in Mexiko statt. ZU NEUEN Rassenkämpfen kam es in den USA. — MARCOS PEREZ Gimenez, Exdiktator von Venezuela, wurde in Freiheit gesetzt und reiste nach Madrid. DIE STREIKWELLE in Uruguay brach noch nicht ab. — DIE BRASILIANER sperrten ihren Expräsidenten Quadros in einer verlorenen Ortschaft im Mato Grosso ein. — NASSER soll unheilbar krank sein. — FORBES BURNHAM, Präsident von Guayana, kehrte au« den USA zurück. — BOTSCHAFTER W. Averell Harriman beschuldigte Nordvietnam, die Souveränität von Laos verletzt zu haben. — DEAN RUSK, USA-Aussenminister, forderte Nordvietnam auf, den guten Willen zum Abschluss der Friedensverhandlungen zu zeigen. — ARABISCHE Diplomaten klagten Israel bei den UN an, die Austreibung der arabischen Bevölkerung aus Gaza nach Transjordanien vorzubereiten. — . DER BOLIVIANER Barrieritos bildete eine Militärregierung. — IM IRAK wurde in einem weiteren Staatsstreich der Premierminister abgesetzt. — U THANT schickte erneut seinen Sonderbotschafter Jarring in den Mittelosten, um Frieden zwischen den Arabern und Israel zu machen. — DIE SYRISCHE Regierung klagte den Libanon an, gemeinsam mit den USA und England die Regierung in Damaskus stürzen zu wollen. — DER ATOMPHYSIKER und Nobelpreisträger Prof. Hahn starb im Alter von 89 Jahren in Göttingen. — OTTO AROSEMENA, der Präsident Ecuadors, denunzierte die Tätigkeit anarchistischer Elemente, die aber niemals in seinem Lande die Oberhand erhalten würden. — NEUE STUDENTEN-Unruhen wurden aus Brasilien und Bolivien gemeldet. — EIN HOHER Polizeichef wurden in Spanien ermordet. — Kommen zugesagt haben. Dieser Kongress ist der achte, den der argentinische Gemeindeverband (Vaad Hakehillot) veranstaltet, an dem auch bekannte jüdische Persönlicheiten Nordamerikas teilnehmen werden. Im letzten Jahr wurden sieben Zusammenkünfte der Provinzgemeinden veranstaltet. Vor dem grossen Kongress wird noch eine gemeinsame Beratung stattfinden. Ein neues Arbeitsgebiet des Vaad Hakehillot ist die Durchsicht und Berichtigung der Thorarollen, die sich in den Synagogen der Provinz befinden. Die Kehilla von Rivera hat bereits 7 Thorarollen zu diesem Zweck übersandt, die schnellstens ausgebessert werden. Besonders sei erwähnt, dass die jüdische Gemeinde in Prag eine Begrüssung geschickt hat. Der Kongress wird im übrigen auch das Jubiläum „75 Jahre jüdisches Gemeindeleben in Buenos Aires“ feierlich begehen. Bevorstehende Besuche Es ist möglich, dass der israelische Aussenminister Abba Eban im Laufe des Monats August nach Buenos Aires kommen wird, wo er eine Zusammenkunft der in Lateinamerika stationierten Israel-Diplomaten zu leiten gedenkt. Der Besuch findet auf der Reise des Aussenmi. nisters zur Generalversammlung der UN statt. — Wie die Leitung der Kehilla mitteilt, ist der Oberrabbiner von Rumänien, Dr. Moses David Rosen, zu einem Besuch nach Argentinien eingeladen worden. Dr. Rosen hat die Einladung angenommen. Musik in Buenos Aires RUGGIERO RICCI Immer wieder frappiert dieser Zaubergeiger mit der teuflischen Besessenheit eines Paganini und Urmusikantentums eines Sarasate. Ir. zwei Colön-Rezitalen verhexte Ricci mit den 24 Pa_ ganini-Capricen die frenetisch klatschenden Auditoren. Zur Zeit wagt sich kaum einer seiner grossen Kollegen an diese technisch unvorstellbar schweren Stükke, welche Ricci „spielend“ und anscheinend ohne die geringste Mühe interpretiert. Kongenial von Carmen Vilä am Flügel begleitet, bezauberte er aber ebenso in Kompositionen von Pergolesi, Prokofieff, Beethoven, Hindemith und Tartini (Teufels - Triller - Sonate). Viele Zugaben wurden wahrhaft erzwungen. NATIONALES SYMPHO¬ NIE-ORCHESTER Nach 7jährigen Renovationsbauten wurde das durch Brand teilweise zerstörte herrliche Teatro Nacional Cervantes mit einem Zyklus von sechs Konzerten des Nationalen Symphonie-Orchesters eröffnet, dessen Sitz nunmehr dieser stillvoll wiedererstandene Musentempel geworden ist. Wir berichten wegen Platzmangel leider nur gedrängt über die ersten vier Abende. ZORZIYEPES Der Titulardirigent Juan Carlos Zorzi eröffnete den Zyklus mit dem erfreulich klangschön spielenden Orchester. Solist war der berühmte spanische Gitarrist Narciso Yejes im blassen, nichtssagenden, gemässigt modern geschriebenen Konzert von Manuel Valls. (Auftrag von Radio Bern). Der grossartige Solist, welcher kurz später in einem Rezital der „Wagneriana“ bril- Turkow feiert Goldfaden Abraham Goldfaden ist der Schöpfer des jiddischen Theaters. Sein grosser Darsteller Zygmunt Turkow, der mit seiner Frau Rosa im Teatro Mitre gastiert, stattete ihm seinen Dank ab, indem er ein Theaterstück über das Leben Goldfadens und die Gründung des jiddischen Theaters schrieb. Ein Volksstück aus dem Leben, das u. a. einen sehr komischen Einakter sowie mehrere von Goldfaden verfasste, noch heute zündende Lieder enthält. Turkow spielte den Goldfaden, den Idealisten und geistigen Menschen, in feiner Maske und sehr menschlich den materialistischen kleinlichen Bürgertypen gegegenübergestellt. Sein Tod, fröhlich und im Bewusstsein, dass die von ihm geschaffenen Lieder ihn überleben und ihm Unsterblichkeit verleihen werden, war eine grossartige schauspielerische Leistung. Rosa Turkow gab die Tochter aus kleinbürgerlichem Hause, die sich Goldfaden anschliesst, spielte einen Jeschiwa'bocher und sang sehr ansprechend und ausdrucksvoll mehrere Lieder. Aus dem zahlreichen gut spielenden Ensemble, dem Turkow Leben verliehen hatte, ragen Sofia Rafalovich und Samuel Helman hervor. Die sonst so sanfte RafaLovich war die jiddische Mutter, die um ihre beim Theater „verlorene“ Tochter besorgt war. Der Sonderapplaus für säe war höchst berechtigt. Turkow hatte von Goldfaden gelernt, wie man einfaches und doch gefühlvolles zündendes Theater schreibt. Das Publikum verstand es so, ging von Anfang an mit und sparte nie mit Beifall. Dr. Karl Kost lierte, konnte auch hier grossen Beifall empfangen. Strawinsky, Gilardo Gilardi und De Falla standen ebenfalls auf dem Programm. WISLOCKI FOURNIER Der von früher in bester Erinnerung stehende Orchesterleiter Stanislav Wislokki begleitete mit der gut klingenden Instrumentalvereinigung Pierre Fournier, welcher das von Frank Martin in seinem Auftrag komponierte Cello-Konzert brillant hier erstaufführte. Gediegen bot der berühmte Künstler auch ein erst 1961 wieder entdecktes Cellokonzert Haydns. Beide Darbietungen trugen Fournier langen Applaus ein, der auch mit seinem Sohn Jean Fonda am Flügel in einem der lobenswerten „conciertos de mediodía“ (Schumann-Men. delssohn-Chopin) zu hören war und das Eröffnungskonzert der „Amigos de la Música“ mit den Bach-Suiten Nr. 1, 3, 2 und 6 für Cello solo virtuos und mit tiefer Einführung bestritten hatte. — Beethovens „Siebente“ wudde unter Wislokki zu einem Ereignis. WISLOCKIVOTAPEK Der dynamische nordamerikanische Pianist Ralph Votapek hat sich in unglaublich kurzer Zeit der Pianisten-Elite zugesellt. In drei verantwortungsvollen Programmen des .Mozarteums“, der .Wagneriana“ und des Colón bestätigte er den ausgezeichneten Eindruck von 1966. Er interpretiert die gesamte Skala der Musikepochen mit gleicher Einfühlung und blendender Technik. Bach, Haydn und Beethoven einerseits, Chopin, Liszt, Schumann andererseits, Albéniz, Debussy, Ravel, Prokofieff, Mennin und Copland schliesslich, alles gelang im Sinne ihrer Schöpfer. Nun spielte der begnadete junge Pianist unter Wislokki Beethovens es-dur Klavierkonzert Nr. 5 und bewies abermals sein stupendes Können. Das Nationale Symphonie-Orchester legte an diesem Abend besondere Ehre ein, auch in der argentinischen Erstaufführung von „Riff 62“ aus der Feder Die Deutschen fiammrrepiele TEATRO MUNICIPAL GENERAL SAN MARTIN 13. August, 21 Uhr, Premiere DIE DREIGROSCHENOPER von BERTOLT BRECHT und KURT WEILL Regle: REINHOLD K. OLSZEWSKI WEITERE VORSTELLUNGEN: 15. und 16. August, um 19 Uhr, 18. August um 15 Uhr 30. VORVERKAUF: ab heute freier Kartenverkauf. — Kassenzeiten montags—freitags vo» 11—14 Uhr - und 17—19 Uhr — samstags 11—14 Uhr TEATRO MITRE CORRIENTES 5424 T. E. 54-9049 FREITAG UND SONNABEND UM 22 UHR SONNTAG UM 18 UND 22 UHR Gastspiel der berühmten Künstler Zygmunt Turkow Rosa Turkow an der Spitze des Künstlerensemb?es des Jiddischen Theaters „MITRE" in dem Welterfolg von Abraham Goldfaden SING, MEIN VOLK des zeitgenössischen Wojriech Kilar und der 5. Symphonie opus 47 von Dimitro Schostakowitsch. AMY ZWI ZEITLIN Der berühmte Israeli-Violinist Zwi Zeitlin machte mit dem technisch sehr schwierigen StrawinskyVioiinkonzert ein glänzendes und bejubeltes Rentrée. Der mittelmässige französische Orchesterleiter Gilbert Amy gab ihm hierbei manche Nuss zu knacken, ebenso dem Orchester im 6. Konzert für Streichorchester von Rameau. Besser gelangen drei Orchesterwerke von Debussy. Curt B. M Weissstein 30 Jahre Carlfon - Kleidung Auch In den nächsten Jahren gilt der Grundsatz CARLTON-Kleidung ist Kleidung guten Stils. Sie ist meisterhaft gearbeitet und nicht teurer als gewöhnliche Kleidung. — Vielen Dank allen meinen Freunden und Kunden, die mich begleiteten in guten und schlechten Zeiten, Wegen bevorstehender Umbauarbeiten 30 % Rabatt auf alle Fertigkleidung bis 15. August. Und wenn Sie Masskleidung wünschen, erst recht zu Cariton. Wie immer in den ersten 30 Jahren, fachgerechte und persönliche Bedienung. 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