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Jüdische Wochenschau · 1968-07-12 · 2276 (12.7.1968) · p. [Seite 5]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
29 (1968)
Issue
2276 (12.7.1968)
Date
1968-07-12
Page
[Seite 5] (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Viernes, 12 de Joli« de 1968 SEMANA ISRAELITA AS* XXIX — N® 227« 5 ïrï^Schu wF>tün, au( der í^rten V P Klnder „ Flest'i Pit me der & “‘»«¡i ,ui,cl1 den n,i '“e0‘ (arge “‘Programé ewahr¡en u; nngen Direli î^wur n Shu,!Vors1' n U C°bi in!£„ Fr,°gram en über An ‘ diesen jüd¡, în) Voll. ekt «■gische Schul, ichdruck versusainem Wissen Erfahrungen iutzen für die liehen, derer, ¡vertraut wur- Kredo Golddes langjäh, en Hermann er sich wedie ganze regenreichen seren Kreiliebtheit er r Gemeinde hervorge. aen uns über eines jungen;i Ereignisse te 5) n die BAR in der Syn- Bernal, Av. 5 stattfinder. er Synagoge. erksnmkeijges danke r a R z ER) 16. Tamuf 17. Tarn"5 18. Tanws g der ersten ¡.Z.) 19. Tamus 20. Tamus 21. Tamus 22. Tamus 23. Tamus 24. Tamus 25 Tamus 26. Tamus 27. Tam«5 28 Tamus 29, Ta»«5 Der Kongress in Jerusalem H. Sw.: — Der Kongress in Jerusalem tat trotz aller Behauptungen über die Kr se der Zionistischen Bewegung ein ausserordentliches Echo in der jüdischen Welt, aber auch in Israel gefun den. Dies kam auf vielen Wegen zum Ausdruck, durch die grosse Zahl der Delegierten, durch die bedeuten den Persönlichkeiten, die zum Kongress als Delegierte, Gäste oder Beobachter erschienen waren, und durch die starke Beteiligung und das ständig zum Ausdruck gebrachte Interesse, das die offiziellen israelischen Krei se dem Kongress entgegenbrachten. Schon Tage zuvor wurde das Strassenbild von den vielen Touristen und Schlachtenbummlern mitbestimmt, die vor allem in Jerusalem und seiner näheren Umgebung anzutreffen waren. Auch ohne diesen Kongress war der Touristenstrom in diesem Jahr besonders gross. Hotelzimmer waren nicht mehr zu haben, ob. wohl die zahlreichen Hotels unter ihnen mehrere der teuersten Kategorie, im wieder befreiten Teil der Stadt diesmal zur Verfügung standen. Besonders im Hotel Intercontinental, von dem aus man den schönsten Blick auf die Stadt, vor allem auf die alte Stadtmauer und die Omar-Moschee hat, war von den amerikanischen Touristen voll belegt. Männer und Frauen, die in der jüdischen Welt einen Namen haben, waren erschienen, um am Kongress teilzunehmen. Als dann die Stunde der Eröffnung des 27. Zionistenkongresses ge- (Zweiter Teil des Berichtes) kommen war, drängten sich Massen in den wunderbaren Bau der Binjanej Ha'ooma jenes Gebäudekomplexes der für die Abhaltung internationaler Kongresse und Tagungen, aber auch für künstlerische Veranstaltungen und Konzerte errichtet wurde. Der riesige Versammlungsraum war vollkommen überfüllt. Viele Hunderte hatten keinen Einlass gefunden, die als Zuschauer gekommen waren, um an der Eröffnungsfeierlichkeit teilzunehmen. Kurz vor Beginn erschienen die Minister und Parlamentsmitglieder, die Mitglieder der zionistischen Exekutive, der Ministerprä sident Israels, Levi Eshkol. und als letzter der Präsident Israels, D. Salman Shazar, in Begleitung des Präsidenten der Zionisti. sehen Organisation, Dr. Nachum Goldmann. Die ausserordentlich eindrucksvolle Veranstaltung kann man in drei Teile aufteilen. Nach einleitenden Worten des Sprechers rezitierte ein greiser Schauspieler der Habima u. a. Prophetenworte, bis dann auf der schön dekorierten Bühne der Aufmarsch der Fahnen erfolgte, beginnend mit der ersten Fahne Herzls. Sodann wurden die Fahnen einzelner Gruppen wie des alten Schomer, der ersten Verteidigungs - Organisation im alten Palästina, die Fahnen der jüdischen Legion des 1. Weltkrieges, die Fahnen verschiedener Kibbuzim, der Partisanen des Krieges und der ..illegalen“ Einwanderer aufgepflanzt jede Fahne, ein Kapitel un serer Geschichte repräsentierend. Die Fahnen aus den Ghetti, die nach Israel gerettet werden konnten, wurden von überlebenden Ghetto-Kämpfern hereingetragen. Man sah u. a. eine Fahne aus Elat, die mit der Hand gezeichnet worden war, da es damals dort keine ordentliche Fahne gegeben hat. Als dann die Fahnen der drei Waffengattungen der Zahal, der israelischen Verteidigungsarmee von Soldaten der Armee hereingetragen wurden, brach ein grosser Jubel aus, der zugleich die Dankbarkeit des jüdischen Volkes für seine tapferen Soldaten zum Ausdruck bringen sollte. Noch eine andere Fahne soll besonders erwähnt weiden: die Fahne, die bei der Proklamation des Staates Israel als erste gehisst wurde. Zwei junge Israelis, die an diesem Tage geboren wurden, hatten die Auszeichnung erhalten, diese Fahne zu tragen: ein Junge, der seinen Dienst in der Marine absolviert, und ein Mädchen, das ebenfalls zur Zeit dient. Unter dem starken Eindruck dieser Zeremonie, die musikalisch und durch Worte untermalt wurde, und die sich etwa eine Stunde lang hinzog, betraten dann Staatspräsident Shazar und der Präsident der Z.O, Dr. Nachum Goldmann, die Bühne Als erster ergriff Shazar das Wort zu einer langen Ereignisse der Woche Blick in die Welt vtn HAROLD SCHWARCZ MAURICE COUVE de Murville, Frankreichs Finanzminister, legte einen neuen Plan zur Stabilisierung der Wirtschaft vor. — GUNNAR JARRING, der unermüdliche schwedische UN-Unterhändler für den Nahen Osten, legte dem Russen Kossygin einen abgeänderten Friedensplan vor. — PAPST PAUL VI. konnte auf eine 5jährige Amtszeit, rurückblicken. — PRAESIDENT JOHNSON äusserte sich energisch gegen das Wettrüsten. — GASTON EYSK1ENS, Ministerpräsident Belgiens er reichte die Bestätigung seines Kabinetts durch das Pariament. — HARTE SANKTIONEN ergriff Pacheco Areco, Uruguays Präsident, gegen die anhaltenden Gewaltmassnahmen. — DIE NORDAMERIKANER haben die Festung Khesanh nach deren völliger Zerstörung geräumt. — DER WELTRAT DER Kirchen tagte in Upsala, nicht chne dass es zu Zwischenfällen gekommen wäre. DER KREML versprach den Arabern erneut Hilfeleistungen. — RENE BARRIENTOS, Boliviens Präsident, besuchte Johnson, um ihn um finanzielle Hilfe zu bitten. — DIE ENGLISCHE Königin wird Südamerika besuchen, jedoch nicht nach Argentinien kommen. — NEUE ZWISCHENFAELLE waren zwischen den koreanischen Teilstaaten zu verzeichnen. — DAS TAGEBUCH Guevaras, das in Kuba veröffentlicht wurde, rief grosse Diskussionen hervor. — DIE RUSSEN werden Nordvietnam weitere grosse Waffenmengen zur Verfügung stellen. — DE GAULLE versucht den Franken zu halten. — BRASILIEN wird weiterhin von heftigen Auseinandersetzungen erschüttert. — AMERIKANER und Russen wollen sich über die Abrüstung verständigen. — DIE OSTDEUTSCHEN machen mit russischer Hilfe weiterhin den Westberlinern und ihren Verbündeten Schwierigkeiten. — FRITZ BAUER, hessischer Generalstaatsanwalt, W’urde in seiner Wohnung tot aufgefunden. — LE DUC THO Spezialbotschafter des Präsidenten Nordvietnams, Ho Chi Minh, hatte Geheimverhandlungen mit Kossygin. — DIE MACHTKAEMPFE in Rotchina nehmen an Heftigkeit zu. — SYRIEN, Irak und Transjordanien sollen Manöver in der Nähe von Amman veranstaltet haben. — IN SAN SALVADOR fand ein Treffen der mittelamerikanisehen Präsidenten mit Johnson statt. — (Fortsetzung der Ereignisse der Woche von Seite 4) Menschen, der aus einer unserer Gemeinden stammend durch seine Erziehung, seinen Fleiss, seine Arbeit und seine Kenntnisse auf einen so verantwortlichen Posten berufen wurde und beglückwünschen die Eltern und die Gemeinde ebenso wie den jungen Rabbiner zu seinem Erfolg. Wir erwar ten, dass er über den eigenen Kreis hinaus sich darum bemühen wird, der grösseren Gemeinschaft des argentinischen Judentums zu dienen und für eine Realisierung vor allem seiner programmatischen Erklärung über Schule und Israel einzutreten. Bankett der DAIA In Mar del Plata wurde am letzten Wochenende mit einem Bankett im Hotel Provincial die Territorialkonvention der DAIA eröffnet. Der Konvention wohnen 220 Delegierte aus dem ganzen Land bei, um über Themen zu beraten, welche sich auf die Aktivitäten der Dachorganisation des argentinischen Judentums beziehen. Dem Bankett wohnten der Provinzgouverneur General Francisco A. Imaz, der Präsident der DAIA Dr. Tsaac Goldenberg und der Israel- Botschafter in Argentinien Don Mosche Alon bei. Dr, Golden, erg begrüsste die Anwesenden und nahm An. lass auf die Bedeutung des Nationalfeiertages vom 9. Juli und den Geist der Freiheit hinzuweisen, der den Kongress in Tucumän beseelte. Dieser Geist, so führte er aus, müsse unter allen Argentiniern weiterleben, um den wahren Sinn der Nationalität zu verwirklichen. Hierauf richtete Botschafter Alon Worte der Begriissung an den Kongress, dem er volles Gelingen wünschte. Als letzter Redner sprach Gouverneur General Imaz Er bezeiennete den 9. Juli als einen Festtag des ganzen argentinischen Volkes vnd nicht den einer Partei oder irgendeiner Gruppe. Er erinnerte daran, dass viele Gemeinschaften zum Fortschritt des Landes beigetragen haben, darunter auch die jüdische Kollektivität. Mit einem Brinids auf .unser Vaterland“ beschloss der Gouverneur seine Ausführungen. Folklore Argentino-Israelí Die gemeinsame Kommission von neun unserer Gemeinden und Organisationen, die für die Vorbereitung gemeinsamer Kulturver anstaltungen eingesetzt ist, hatte anlässlich des Nueve de Julio eine Grossveran. staltuhg vorbereitet, die sowohl argentinische wie israelische Folklore gebracht hat, um auf diese Weise den Nationalfeiertag würdig zu begehen. Es war dank der unermüdlichen Tätigkeit der Mitglieder dieser Kommission gelungen, hervorragen de Künstler zu verpflichten. So nahm die Veranstaltung, die im Gemeindehaus Bef Israel stattfand, einen sehr schönen und dem Datum angemessenen Verlauf. Das argentinische Quartett „Los Chalchaleros“, das in der ganzen Welt bekannt ist, erhielt mit vollem Recht für die von ihm wunderbar vorgetragenen Gesänge und Musikstücke einen sehr starken Beifall, der auch durch die sympathische Art der Darbietung voll gerechtfertigt war. In gleicher Weise wurde die argentinische Tanzgruppe geehrt, die sich allerdings nicht entfalten konnte, weil die „Bühne“ hierfür nicht die Möglichkeit bot. Die israelische Gruppe „Rina“, in unseren Kreisen durch ihr wiederholtes, erfolgreiches Auftreten beliebt und geschätzt, erntete ebenfalls reichen Beifall, vor allem — wie immer — für das Lied über Jerusalem, das einen Höhepunkt der ganzen Veranstaltung darstellte. Als dann abschliessend „Los Chalchaleros“ und „Rina“ ein argentinisches Lied gemeinsam zum Vortrag brachten, wurde sichtbar und hörbar demonstriert, dass die argentinisch-israelische „Fraternidad“ keine Redensart zu sein braucht, sondern eine Realität, wenn nur der gute Willen hierfür vorhanden ist, was auch bei der Mehrheit aller Argentinier, unabhängig von ihrer Rasse, Hautfarbe und Religion, der Fall sein dürfte. So wurde diese Veranstaltung zu einem Symbol für ein grosses Ziel, das zugleich eine Aufgabe für alle ist. Nicht unerwähnt darf die hervorragende Leitung des Abends durch Herrn Manfred Lewin, den ständigen Delegierten der THG in dieser Kommission bleiben der es verstand, durch seine verbindenden Worte die Be deutung dieser Veranstal. tung zu unterstreichen. Wenn alle Organisationen diese Veranstaltungen stärker fördern würden, an de nen sie beteiligt sind, wäre der Erfolg noch grösser ge wesen. Rede, in der er einen geschichtlichen Ueberb.ick gab. Ihm folgte Goldmann, der auf die aktuellen Probleme einging, nachdem er offiziell den Kongress eröffnet hatte. Die zeitliche Einteilung des Kongresses war geschickt arrangiert worden Die Vor- und Nachmittage waren den eigentlichen Aufgaben des Kongresses und seiner Thematik gewidmet, während für die Abende jeweils besondere Veranstaltungen vorgesehen waren. Einer dieser Abende war dem Andenken an Moshe Sharett gewidmet. Die Geoenkrede hie.t Ministerpräsident Levi Eshkol. Ein anderer besonders eindrucksvoller Abend galt dem Sechstagekrieg. Nach einleitenden Worten des Vorsitzenden der Zionistischen Exekutive, Arie Pincuss, sprach der Generalstabschef, Raw Aluf Chaim Barlew, der durch seine sachliche und sympathische Vortragform für seinen Bericht reichen Beifall erhielt Anschliessend wurde unter Mitwirkung verschiedener Soldaten ein Hörspiel über den Krieg vorgetragen, an dem bekannte Künstler und Sängerinnen teilnahmen. Eine eindrucksvolle Ansprache hielt in der Pause des Hörspiels — und in dieses hineingearbeitet — ein junger Offizier der Armee, Dr. Perelman, der vor einigen Jahren aus Argentinien nach Israel gekommen war und im Krieg seinen rechten Arme verloren hatte. In nüchterner, aber überzeugender Form wandte sich der Redner an die Jugend, vor allem an die Studenten, die sich während des Kongresses mit einigen Forderungen bemerkbar gemacht hatten und dabei der Methode anderer Studentenschaften gefolgt waren. Dr. Perelman sagte u. a„ die jüdische Jugend, besonders aber die studentische Jugend, habe es nicht nötig durch Lautstärke in Erscheinung zu treten, da sie hier im Lande mit offenen Armen empfangen werde und alle Rechte erhalten könne, die ein Mensch, vo»’ allem ein Jugendlicher sich wünsche. Kommt und kämpft mit uns für die Sicherheit Israels und für die Befrei ung unseres Volkes. Das war das Grundthema der Ausführungen. die dieser junge Soldat und Akademiker machte, auf den vor a len die argentinischen Juden mit besonderem Stolz blikken sollten, indem man seine Parolen, die er selbst an sich verwirklicht hat, in die Tat umsetzt. (wird fortgesetzt) (Ex UNIVERSO) COOPERATIVA DE SEGUROS LIMITADA ASEGURA EN TODOS LOS RAMOS A 14.000 SOCIOS QUE OBTIENEN LOS BENEFICIOS DE SUS SERVICIOS INTEGRE UD. TAMBIEN EL UNIVERSO DE LA GRAN FAMILIA DE OLAM ETICA Y MORAL SOCIETARIA LLAMENOS PARA ASESORARLO CORRIENTES 2115 45 0668/0852/1085/9965 46-8803/9130 49-2723/2785/2879/3784

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